Verdi-Ortsverband lässt seine Urgesteine hoch leben

11.10.2017, 09:31 Uhr
Kampfkräftige Veteranen: Der Verdi Ortsverband Neumarkt hat 14 Mitglieder für ihre jahrelange Treue zur Gewerkschaft im Gasthof Oberer Ganskeller geehrt,

Kampfkräftige Veteranen: Der Verdi Ortsverband Neumarkt hat 14 Mitglieder für ihre jahrelange Treue zur Gewerkschaft im Gasthof Oberer Ganskeller geehrt, © Foto: Siegfried Mandel

"Um das Erreichte zu erhalten und die Zukunft noch besser werden zu lassen, müssen wir uns weiter einmischen und am Ball bleiben", sagte der Vorsitzende des Ortsvereins Neumarkt, Karl Behninger, bei der Ehrung langjähriger Gewerkschaftsmitglieder in der Gaststätte Oberer Ganskeller.

Behninger erinnerte an die Zeit des Gewerkschaftsbeitritts, in der es galt, gemeinsam die Bundesrepublik aufzubauen und einst wie jetzt sozial zu gestalten: "Sie haben mit Kampfkraft tarifpolitische Zeichen gesetzt und damit sehr viel für die arbeitenden Menschen in diesem Land erreicht."

Der Vorsitzende des Ortsvereins sprach in seiner Rede weiter über die Humanisierung der Arbeit, Bildung und Ausbildung sowie von Beruf und Familie. Er forderte, dass Gehälter gezahlt werden, von denen man leben kann, und eine Rente, die zum Leben auch im Alter ausreicht.

Die Vorsitzende des ver.di-Ortsvereins Regensburg, Irene Salberg, konnte wegen der Auswirkungen des vorangegangenen Sturms nicht an der Ehrung teilnehmen. Deshalb sprach Gewerkschaftssekretär Udo Hartl Grußworte.

Er sprach seinen Dank für den Mut, die Haltung und die Standfestigkeit aus, die die Kollegen und Kolleginnen über Jahrzehnte bewiesen hätten. "Als Gewerkschaft ist man immer wieder aufgefordert, Dinge zu sagen, die nicht alle gerne hören wollen. Wenn nicht wir – wer dann?"

Zu den Jahren, in denen die Mitglieder der Gewerkschaft beitraten, rief Hartl die damaligen Höhepunkte noch einmal in Erinnerung. So war 1947, das Jahr in dem Wenzel Steinwasser Mitglied wurde, zugleich das Jahr, in dem der Gründungskongress des DGB stattfand. Aber auch die Massenkundgebungen hungernder und frierender Arbeiter sprach der Gewerkschaftssekretär noch einmal an.

Als Kurt Flammersberger, Erwin Härtl und Gottfried Zech dem Verband im Jahre 1952 beitraten, war Konrad Adenauer noch an der Regierung und Baden-Württemberg wurde ein Bundesland. Vor fünf Jahrzehnten wurden Wilhelm Frömmer und Josef Hess und vor 50 Jahren Ludwig Hunner Mitglieder der Gewerkschaft.

Sie alle, sowie Elfriede Pepperl, Hermann Englmann, Paul Weppler, Brigitte Richter und Albert Schrafl (jeweils 40 Jahre Zugehörigkeit) und Klaus Peter Wodatscheck, Ingrid Kantschick und Georg Mederer (25 Jahre Mitgliedschaft) wurden mit Urkunden und einem Präsent geehrt.

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