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Donnerstag, 04.03.2021

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Weg in die Altstadt ist Velburger Räten zu teuer

Die Verwaltung soll nach einer günstigeren Lösung für die Anbindung der Baugebiete suchen - 17.02.2021 09:00 Uhr

Die Baugebiete am Finkenherd und am Sperlasberg sollen nach dem Willen des Velburger Stadtrates mit einem Fußweg an die Altstadt angebunden werden.

16.02.2021 © Foto: Werner Sturm


Die Sitzung begann mit einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen städtischen Seniorenbeauftragten und Träger der Bürgermedaille in Silber, Richard Stigler. Im Anschluss daran blieb Bürgermeister Christian Schmid am "Unsinnigen" nichts anderes übrig, als sich von Stadträtin Kristina Eichenseer und Ortssprecherin Andrea Wagner die Krawatte abschneiden zu lassen.

Nicht barrierefrei

Zur Anbindung der Baugebiete Finkenherd und Sperlasberg an die Innenstadt favorisierte die Verwaltung eine Lösung unter Einbeziehung zweier Wegegrundstücke, die sich im Eigentum der Stadt befinden. Es wurden Kosten ermittelt für einen Schotterweg mit einer Gesamtlänge von circa 400 Metern und einer Breite von etwa drei Metern. 45 000 Euro sind dabei herausgekommen. Dazu kämen noch Kosten für Vermessung, für Schneide- und Rodungsarbeiten an Hecken und Bäumen, die Abarbeitung der Eingriffsregelung aus naturschutzrechtlicher Sicht mittels Bilanzierung durch einen landschaftspflegerischen Begleitplan sowie die erforderlichen Ausgleichskosten für die Eingriffe in Höhe von zusammen etwa 13 000 Euro. Barrierefrei wäre die Verbindung nicht.

Billigere Alternative?

Nach eingehender Diskussion gelangte man mehrheitlich zu dem Schluss, nach einer kostengünstigeren Alternativlösung zu suchen. Zum Bebauungsplanverfahren "Zum Sperlasberg 2" wurde noch der Billigungs- und Auslegungsbeschluss gefasst.

Der Stadtrat beschloss einen kommunalen Leitfaden für die Zulassung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Darin wird die maximal zulässige Gesamtfläche von Anlagen, inklusive Einzäunung und Ausgleichsflächen, auf vorerst 1,5 Prozent je Gemarkung festgeschrieben. Zusätzlich wird die maximale Gesamtanlagenfläche für Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Gemeindegebiet auf ein Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Flächen begrenzt. Dazu Schmid: "Nach aktuellem Stand verbleiben so derzeit für das Gemeindegebiet noch 9,13 Hektar.

Vorbelastete Flächen

Folgende Standorttypen werden in der Richtlinie als bevorzugt geeignet für Photovoltaik-Freiflächenanlagen genannt: Konversionsflächen und andere vorbelastete Flächen, für die es keine andere wirtschaftliche Nutzung gibt, Flächen in unmittelbarer Nähe zur Autobahn, landwirtschaftliche Flächen mit einer durchschnittlichen Ackerzahl unter 25 oder Grünlandzahl unter 20, Flächen, die kaum einsehbar sind und deren Veränderung auch in der Fernwirkung das Landschafts- und Ortsbild nicht beeinträchtigen. Antragsteller sollen die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung an der Anlage anbieten, um die Wertschöpfung in der Gemeinde zu halten.

Personal berufen

Abschließend wurden Andreas Pöllath als Kommandant und Gerhard Niebler als Kommandanten-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Oberwiesenacker bestätigt, bis eine Neuwahl möglich ist. Das Gleiche gilt für den Vize-Kommandanten der Stützpunktwehr Velburg, Ernst Schön junior. Um die Besetzung des Standesamts zu gewährleisten, wurde Ursula Schmidt zur Standesbeamtin bestellt, nachdem sie den Einführungslehrgang für das Standesamtswesen erfolgreich abgeschlossen hat.

WERNER STURM

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