Polizei sucht Zeugen

Wegen Geisterfahrer: Ein Toter und vier Schwerverletzte nach Horror-Unfall

Tobi Lang
Tobi Lang

Redakteur

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20.11.2022, 08:21 Uhr
Ein Mensch starb in einem der Wracks, vier weitere erlitten schwere Verletzungen. 

© vifogra Ein Mensch starb in einem der Wracks, vier weitere erlitten schwere Verletzungen. 

Überall liegen Trümmer verstreut, die Fronten der beiden Autos sind gezeichnet von der Wucht des Aufpralls - sie muss gewaltig gewesen sein. Auf der Bundesstraße 85 bei Cham in der Oberpfalz verlor ein Mensch nach einem Geisterfahrer-Unfall sein Leben. Vier weitere inklusive dem Verursacher erlitten schwere Verletzungen.

Der Unfall wirft viele Fragen auf, vor allem aber eine: Warum geriet ein 37-Järhiger auf die Gegenfahrbahn? Klar ist: Der Mann war als Geisterfahrer unterwegs, zahlreiche Autos mussten ihm zuvor bei seiner Irrfahrt durch die Oberpfalz ausweichen. Sie konnten teilweise nur knapp die Kollision verhindern. Nur wie es zu all dem kommen konnte, kann die Polizei zunächst auch nur rätseln.

Polizist über Unfall: "Es war schlimm"

"Es war schlimm", sagt Robert Gierl, Hauptkommissar und Sprecher der Polizei Cham. Drei Streifen seien die Ersten an der Anschlussstelle West gewesen, dem Ort, an dem der Geisterfahrer mit einem mit vier Menschen besetzten Wagen zusammenstieß. "Es war schwierig, einige waren eingeklemmt." Trotzdem leisteten die Polizisten Erste Hilfe - bis ein Großaufgebot an Rettungskräften eintraf.

Der Geisterfahrer war alleine in seinem VW Passat unterwegs, als er in Fahrtrichtung Roding gegen 20 Uhr mit dem Wagen kollidierte. Die Agentur Vifogra berichtet, dass die Tachonadel des Unfallfahrers bei 90 Stundenkilometern stehen blieb - mindestens mit dieser Geschwindigkeit krachten die Autos also ineinander.

Polizei sucht dringend nach Zeugen

"Der Grund der Falschfahrt ist derzeit noch nicht hinlänglich bekannt", teilte die Oberpfälzer Polizei noch in der Nacht mit. Die Ermittlungen laufen. Die Bundesstraße 85 blieb für die Bergung mehrere Stunden gesperrt.

Die Polizei sucht Zeugen, die womöglich Opfer des Geisterfahrers wurden. Es sei laut derzeitigen Ermittlungsstand "zur Gefährdung weiterer Verkehrsteilnehmer gekommen", heißt es in einer Pressemitteilung. Betroffene werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 09971/85450 zu melden. "Ebenso sind Hinweise darauf sachdienlich, wie es zur Falschfahrt durch den Lenker des schwarzen VW Passat gekommen ist."