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Windpower legt Fonds für Kleinanleger auf

Unternehmen sammelt zehn Millionen Euro auch für Projekte im Landkreis Neumarkt — 3000-Euro-Anteile - 29.02.2012 17:00 Uhr

Windkraftanlagen — wie diese bei Pilsach — werden zu lukrativen Anlageobjekten. Windpower kommt jetzt mit einem Bürgerfonds. © Wolfgang Fellner


Nach Informationen der Neumarkter Nachrichten wird Windpower in den nächsten Tagen mit dem „Oberpfälzer Windfonds“ an die Öffentlichkeit gehen. Das Regensburger Unternehmen will über den Beteiligungstopf zehn Millionen Euro einsammeln. Das Geld soll als Eigenkapital in diesem und im nächsten Jahr in eine ganze Reihe von Windkraftprojekten gesteckt werden. Eines der Beteiligungsprojekte ist der Windpark Berching, der noch in diesem Jahr realisiert werden soll.

Sieben Prozent Rendite

Anleger haben die Möglichkeit, ab 3000 Euro und in Tausenderschritten aufwärts in den Fonds einzusteigen. Laut der dann gestern verbreiteten Pressemitteilung von Windpower sind Ausschüttungen von fünf Prozent in den ersten Jahren des Windradbetriebs geplant. Diese Quote soll dann auf über 20 Prozent ansteigen. Die Initiatoren des Windfonds‘ sagen eine Rendite der Beteiligung von sieben Prozent voraus. Allerdings sei diese naturgemäß nicht garantiert, weil die Fondseinlage eine „Unternehmensbeteiligung“ darstelle, so Windpower-Sprecher Johannes Ehbauer.

„Damit geben wir vielen Kleinanlegern in der Region die Möglichkeit, sich an den Windkraftprojekten zu beteiligen“, sagte der Unternehmenssprecher gestern in Regensburg. Die üblichen Konstruktionen bei Windrädern sehen die Gründung von Betriebs-GmbH & Co. KG vor, an der bis zu 20 Kommanditisten beteiligt sind. Der Oberpfälzer Windfonds werde dann jeweils einer dieser „Großinvestoren“ sein, erklärte Johannes Ehbauer auf Anfrage.

Anleger von außerhalb würden zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber Windpower habe in erster Linie ein Interesse daran, regionale Investoren zu gewinnen, hieß es bei dem Regensburger Unternehmen. Windpower hat nach eigenen Angaben inzwischen für diesen Fonds die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, der BaFin. Die Fondszertifikate befänden sich bereits im Druck, berichtete Sprecher Ehbauer.

„Im Frühjahr spruchreif“

Die Windpower GmbH tritt damit in Konkurrenz zu dem Windfonds „Maxwind“ der Firmengruppe Max Bögl (Sengenthal). Bögl hatte diese Anlagemöglichkeit bereits kurz vor Weihnachten angekündigt. „Der Maxfonds ist im Frühjahr spruchreif“, sagte Bögl-Sprecher Jürgen Kotzbauer. Die BaFin-Prüfung sei noch nicht abgeschlossen.

Der Wettbewerb der beiden Unternehmen Windpower und Bögl bei der Gewinnung von Investoren und der Schaffung von Bürgerbeteiligungen ist bemerkenswert, weil die Firmen bei Windkraftprojekten zusammenarbeiten.www.oberpfaelzer-windfonds.de www.maxwind.de

WOLF–DIETRICH NAHR

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