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Wird der Vatertag ein Feiertag für Rosinger?

"Bewerbungsspiel": Mit Lotte steht der Woffenbacher heute im Pokalfinale - 25.05.2017 08:30 Uhr

Nochmal volle Konzentration: Das Pokalfinale mit Bernd Rosinger wird live im TV übertragen.

24.05.2017 © F.: dpa


Noch  ist sie nicht ganz vorüber: Heute Nachmittag ist der Neumarkter live in der ARD zu sehen – im Finale um den Westfalenpokal.

Bernd, du warst einige Wochen lang verletzt und erst bei den letzten beiden Ligaspielen wieder in der Startelf. Eigentlich schade, dass die Saison vorbei ist.

Bernd Rosinger: Ja, die Rückrunde verlief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, und gerade jetzt, wo ich wieder spielen kann, ist es vorbei.

 

Was waren für dich die Highlights der Saison? Sicher die Pokalsiege gegen Bremen und Leverkusen und das Viertelfinale gegen Dortmund.

Rosinger: Auf alle Fälle der Pokal. Für mich aber auch das Ligaspiel in Regensburg, weil ich da über 100 Karten besorgen musste. Und nicht zu vergessen das letzte Spiel in Magdeburg: Bei 24 000 Zuschauern hat man da sein eigenes Wort nicht verstanden.

 

Nach dem Dortmund-Spiel ist Lotte ja völlig eingebrochen. Ein mentales oder ein physisches Problem?

Rosinger: Das Problem war, dass wir so viele Englische Wochen hatten – ich glaub, es waren zwölf Spiele in sechs Wochen – und auf einige Stammspieler verzichten mussten. Unser Kader war in der Breite nicht so gut aufgestellt, und da ist es schwer, vier oder fünf Spieler in einer Partie zu ersetzen.

 

Ärgerst du dich, weil es am Ende nur Platz 12 geworden ist oder bist du eher erleichtert, dass euch der Abstiegskampf erspart wurde?

Rosinger: Wir haben unser Ziel erreicht und das war drinzubleiben und nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Natürlich wollten wir immer so weit oben stehen, wie es geht, aber am Ende muss man sagen, dass wir sehr zufrieden sind mit der gesamten Saison. Es war aber sicherlich mehr drin in einigen Spielen.

 

Bei deinen Ex-Vereinen lief es ja heuer nicht so doll. Der BSC Woffenbach muss nach langer Zeit wieder in Kreisliga runter, und auch für den SV Seligenporten wird es eng. Kriegst du das in Lotte mit?

Rosinger: Ja, leider musste ich sonntags immer nicht so schöne Ergebnisse lesen. Der Papa erzählt mir immer alles, was da so los ist, und mit dem ein oder anderem Mitspieler von früher bin ich auch noch in Kontakt.

 

„Volle Lotte“ist der Markenspruch der Sportfreunde Lotte, die im DFB-Pokal für Furore sorgten. Trainer Ismail Atalan (im Bild) wurde eben erst zum Drittliga-Trainer des Jahres gewählt. Er verhandelt derzeit mit dem Verein über einen neuen Vertrag. Ob Stürmer Bernd Rosinger auch einer angeboten wird, wird sich erst noch zeigen. Foto: Kirchner/dpa

24.05.2017


Die Sportfreunde lassen sich immer viel Zeit mit Vertragsverhandlungen, bei den meisten Spielern läuft im Sommer der Kontrakt aus. Ist schon raus, ob du in Lotte bleibst?

Rosinger: Nein, ich hatte mit Lotte noch keine Gespräche. Aktuell verhandle ich nur mit anderen Vereinen. Aber das ist ganz normal hier. Ein Zeichen ist gekommen, dass sie mich halten wollen – mehr nicht. Aber wie gesagt, normaler Alltag in Lotte.

 

Am Vatertag musst du im Pokalfinale auf Landesebene gegen Parderborn noch einmal ran. Wie wichtig ist dieses Spiel für dich?

Rosinger: Das ist sehr, sehr wichtig, weil man sich nochmal im Fernsehen zeigen und sich hier auf viele Zettel anderer Vereine spielen kann. Natürlich bin ich auch noch Spieler von Lotte und somit verpflichtet, den Pokal für den Verein und die Fans zu holen. Und wenn ich hier bleibe, kann ich mit einem Sieg am Donnerstag in der nächsten Saison wieder im DFB-Pokal spielen.

 

Nach dem Abpfiff geht es sicher gleich in den Urlaub. Wie immer mit Holzheims Spielertrainer Vahan Yelegen und weiteren Kumpels?

Rosinger: Ja, erst einmal geht’s wieder direkt ab nach Mallorca. Aber mit einer kleinen Truppe aus der Mannschaft. Der "Yele" ist leider raus: Er ist glücklich vergeben und somit fällt die Insel für ihn flach. Eventuell fahren wir danach noch einige Tage weg. Aber die meiste Zeit werde ich in Neumarkt bei den Eltern im Garten verbringen.

Interview: NICOLAS DAMM nn

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