16 Jahre lang im Einsatz

Wolfgang Zellner hat tausende Besucher durch die Freystädter Wallfahrtskirche geführt

10.6.2021, 14:33 Uhr
Stadtpfarrer Bartimäus Trabecki (re.) und Pater Adam verabschieden den langjährigen Kirchenführer Wolfgang Zellner.

Stadtpfarrer Bartimäus Trabecki (re.) und Pater Adam verabschieden den langjährigen Kirchenführer Wolfgang Zellner. © Foto: Pfarramt

Mit einer Dankurkunde für den jahrelangen und treuen Dienst als Kirchenführer und einem persönlichen Geschenk würdigten die Patres der neuen, jungen, in Freystadt wirkenden Franziskanergeneration Zellners großes ehrenamtliches Engagement. „Du warst immer da, wenn wir dich gebraucht haben“.

Zellner erinnert sich, als er seinerzeit die ehrenamtliche Tätigkeit des Archivpflegers übernommen hat, gesellten sich zu diesem Aufgabengebiet nach und nach Führungen durch die Wallfahrtskirche und die Stadt. Ab 2008 hat er auf Bitten des Freystädter Gastronom Johannes Pietsch zusätzlich Führungen für dessen Gäste, die mit Bussen, meist aus dem hohen Norden, nach Freystadt kamen, durchgeführt. Damals löste er Rupert Rückert ab, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt aufgeben musste.

Zahl der Interessierten stieg beständig

Im Lauf der Zeit kamen immer mehr Wallfahrer, Gruppen, Vereine und Ortsgruppen des Bauernverbandes, die sich für die Geschichte Freystadts und der Wallfahrtskirche interessierten, so dass allein im Jahr 2017 die Anzahl der Führungen auf 87 Gruppen mit 4648 Personen angestiegen ist. Im vergangenen Jahr waren bis März 21 Führungen gebucht, die coronabedingt abgesagt werden mussten.

Auch hat Zellner mehrere schriftliche Abhandlungen über die Wallfahrtskirche verfasst. „Meine Intention war es, den Leuten die Wallfahrtskirche nicht nur vom kunsthistorischen Aspekt her, sondern vor allem vom religiösen Stadtpunkt aus näher zu bringen“, sagte Zellner dazu. Damit meint er Erläuterungen zur Symbolik, die hinter den Bildern steckt oder Erklärungen zu lateinischen Texten unter den Abbildungen.

"Jetzt versteh ich das"

Zellner bedauert zwar, dass er diese erfüllende Tätigkeit nicht mehr ausführen kann, nimmt aber durchwegs positive Erfahrungen aus dieser Zeit mit. „Oft kamen die Leute nach den Führungen zu mir mit den Worten: „Jetzt versteh ich wenigstens, was uns diese Bilder von der Bibel her sagen wollen“.

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