Budenstadt rund um dem großen Weihnachtsbaum

Reichsstädtischer Weihnachtsmarkt Bad Windsheim: Alle Infos zu Glühwein und "Zaubertrank-Kessel"

Stefan Blank

Region/Bayern

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27.11.2022, 11:19 Uhr
Der Bad Windsheimer Weihnachtsmarkt geht vier Wochen lang.

© Stefan Blank, NN Der Bad Windsheimer Weihnachtsmarkt geht vier Wochen lang.

Einen Glühkirsch, Glühwein-Cocktail oder Punsch gefällig? Dazu Weihnachtsbaum-Schmuck, Deko-Artikel und kulinarische Schmankerl? Buden, Bühne und Karussell stehen bereits auf dem Bad Windsheimer Marktplatz. Es kann losgehen mit dem Reichsstädtischen Weihnachtsmarkt.

Adventsstimmung in der gemütlichen Budenstadt vor der Kulisse des imposanten Bad Windsheimer Rathauses gibt es ab Freitag, 25. November, beim Reichsstädtischen Weihnachtsmarkt. Musik, Flair und vieles mehr gibt es jeweils Donnerstag und Freitag von 15 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 13 bis 20 Uhr. Das komplette Programm finden Sie hier.

Der "Zaubertrank-Kessel" wird heuer nicht dauerhaft auf dem Bad Windsheimer Weihnachtsmarkt stehen.

Der "Zaubertrank-Kessel" wird heuer nicht dauerhaft auf dem Bad Windsheimer Weihnachtsmarkt stehen. © Stefan Blank, NN

"Kuschelig und friedlich"

„Wo Tradition verzaubert – Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt, die Gute Stube unserer Stadt, liegt fernab der Hektik und doch mitten in der historischen Altstadt, am Marktplatz“, preist Sabine Hahn, Veranstaltungsleiterin bei der organisierenden Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH den Weihnachtsmarkt an.

Die Bühne und die Buden sind bereits aufgebaut.

Die Bühne und die Buden sind bereits aufgebaut. © Stefan Blank

Die Budenstadt wird am Freitag um 17 Uhr durch das Christkind Annelie Jacob sowie Bürgermeister Jürgen Heckel eröffnet und bleibt bis Freitag, 18. Dezember, stehen. Hahn: "Wir hoffen auf einen kuscheligen und friedlichen Weihnachtsmarkt."

Gleich beim Marktplatz um die Ecke, im Klosterchor, unter der Historischen Stadtbibliothek Bad Windsheims, ist wieder die große Weihnachtskrippe aufgebaut, diese kann bis 18. Dezember immer Donnerstag und Freitag von 15 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 13 bis 20 Uhr bestaunt werden. Weitere Öffnungszeiten sind an den beiden Weihnachts-Feiertagen, an Neujahr und am 6. Januar, Heilig Drei Könige, von 14 bis 16 Uhr.

Krippen-Ausstellung in der Spitalkirche

In dieser Adventszeit gibt es in Bad Windsheim auch noch weitere Highlights: Im Museum Kirche in Franken in der Spitalkirche (Öffnungszeiten bis 11. Dezember: Dienstag bis Samstag 10.30 bis 12.30 und 13 bis 16 Uhr; Sonn- und Feiertag 10 12.30 und 13 bis 16.30 Uhr) kann vom Sonntag, 27. November, bis bis Freitag, 6. Januar, eine Ausstellung zum Thema „Seht, die gute Zeit ist nah...“ – Papierkrippen aus der Sammlung Gudrun Wirths begutachtet werden.

Nussknacker und Weihnachts-Deko sind in unterschiedlichen Buden zu finden.

Nussknacker und Weihnachts-Deko sind in unterschiedlichen Buden zu finden. © Stefan Blank, NN

Gezeigt werden laut dem Museum Kirche in Franken „eine beeindruckende Vielfalt von Papierkrippen aus dem 19. und 20. Jahrhundert: aufwendig lithografierte Klapp- und Aufstellkrippen, Dioramen und Kastenkrippen, sogenannte Faulenzerkrippen“ sowie Ausschneidebögen mit „Kripperl-Bildern“.

Am Samstag, 3. Dezember, ist noch Advent im Ochsenhof von 14 bis 19 Uhr. Im Hofbereich des Ochsenhofes, im Reichsstadtmuseum und in der alten Turnhalle wird ein Programm mit Musikdarbietungen, Kulinarischem und Führungen geboten.

Eine besondere Krippe ist im Klosterchor zu bestaunen. 

Eine besondere Krippe ist im Klosterchor zu bestaunen.  © Günter Blank, NN

Bewunderung für den Baum

Doch zurück zum Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz. Neben den festen Buden gibt es vier Wechselbuden, erzählt Sabine Hahn. Dort finden die Besucher Mandeln, süße Schmankerl aller Art, Glühwein, Holz-Dreschsel-Kunst, Weihnachtsschmuck vom Nussknacker bis zum Räuchermännchen, Flammkuchen, Langos, Feines von Direktvermarktern, Holz-Deko-Teilen, Imbiss, Wein, Secco, Punsch oder Krippenfiguren. "Es gibt eigentlich alles, was mit Winter und Weihnachten zu tun hat", sagt Hahn. Am ersten Weihnachtsmarkt-Wochenende sind auch Vertreter der Städtepartnerschafts-Komitees aus Italien und Frankreich in zwei Buden vertreten.

Ein Hingucker ist wieder der riesige Weihnachtsbaum, der heuer aus dem Garten der Familie Hirsch aus dem Ortsteil Ickelheim kommt, wie Sabine Hahn berichtet. "Den haben schon jetzt viele bewundert, weil er so schön ist."

Preiserhöhung beim Glühwein

Doch wie viel kostet heuer überhaupt der Glühkirsch? Diese Frage beantwortet Schausteller Denis Krzenck, der seit Jahrzehnten auf "seinem Heimat-Weihnachtsmarkt" präsent ist: ab vier Euro. Ausgeschenkt würden laut Krzenck wieder "Qualitätsweine, Wein-Cocktails wie Caipi oder Hugo und unser traditioneller Glühkirsch". Und der Schausteller sagt: "Es wird grad einfach alles teurer."

Für den Nachwuchs gibt es ein Karussell auf dem Weihnachtsmarkt.

Für den Nachwuchs gibt es ein Karussell auf dem Weihnachtsmarkt. © Stefan Blank, NN

Ein besonderes Erlebnis für die Erwachsenen ist stets der Glühkirsch, den Denis Krzencks Vater Jürgen immer direkt aus einem "Zaubertrank-Kessel" in die Tassen schöpfte. "Der wird leider nicht immer vor der Bude stehen", kündigt Denis Krzenck an. Am ersten Wochenende müsse auf jeden Fall auf den Kessel verzichtet werden. "Wir kämpfen massiv mit Personalmangel", sagt Krzenck.

Das Bad Windsheimer Christkind Annelie Jakob und Bürgermeister Jürgen Heckel eröffnen den Reichsstädtischen Weihnachtsmarkt.

Das Bad Windsheimer Christkind Annelie Jakob und Bürgermeister Jürgen Heckel eröffnen den Reichsstädtischen Weihnachtsmarkt. © Christine Berger, NN

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