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Donnerstag, 20.06.2019

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50 Jahre Jugendfeuerwehr

Kommersabend, Challenge und Gottesdienst zum Jubiläum - 23.05.2019 14:43 Uhr

Eine interessierte und engagierte Jugend ist die Zukunft der Feuerwehr. Darauf wird in Neustadt seit 50 Jahren erfolgreich gesetzt. © privat


Für sie hatte der damalige Kommandant Gerhard Dollinger mit sieben Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren mit der Gründung der Jugendgruppe den Grundstock gesetzt, der kräftig austreiben und wertvolle Früchte für eine stets schlagkräftige Feuerwehr tragen sollte. Erst in der heutigen Zeit könne man ermessen, „wie großartig und vorausschauend“ diese Idee damals bereits gewesen sei, „denn von diesem Personalstamm konnte unsere Wehr jahrzehntelang profitieren“, würdigt Bürgermeister Klaus Meier in einer Großbotschaft Gründung und Entwicklung der Jugendfeuerwehr.

Auch mit der 2013 wiederum erstmalig im Kreis gegründeten Kinderfeuerwehr zeigten die Führungskräfte, „dass sie die Zeichen der Zeit immer rechtzeitig erkennen und die richtigen Maßnahmen ergreifen“. Schließlich seien es interessierte und engagierte junge Menschen, die den Fortbestand in allen Vereinen und Organisationen, so auch bei der Feuerwehr, sicherstellten, so Meier. Das Stadtoberhaupt setzt mit dem Festwochenende auf den „Ansporn, sich auch weiterhin mit so viel Einsatz und Herzblut in die Jugendarbeit unserer Feuerwehr einzubringen“.

Vorbildliches Engagement in jungen Jahren

Zum Jubiläum, das am Freitag, 24. Mai, an einem Kommersabend (ab 18 Uhr) in der Neustädter Bleichanlage gefeiert wird und um diese 50 Strahlrohre gelegt werden, gratuliert auch Landrat Helmut Weiß mit dem Dank an alle Betreuer, die sich in den 50 Jahren der Nachwuchsarbeit angenommen haben, wie auch an die Jugendlichen, die sich beim vielfältigen Freizeitangebot bei der Feuerwehr einbringen: „Euer Engagement bereits in jungen Jahren ist vorbildlich“. Der „Feuereifer“ der Jugend und der „unschätzbare Dienst für die Allgemeinheit und das Wohl der Menschen in unserer Heimatstadt“ ließen Frankenbrunnen- Gesellschafter Stefan Beyer gerne die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernehmen.

Zu den Gratulanten reiht sich Kreisbrandrat Alfred Tilz ein, der neben der technischen Ausbildung und Vorbereitung auf das ehrenamtliche Wirken in der Feuerwehr die Jugendgruppe auch für die Vermittlung eines ausgeprägten Sozialverhaltens schätzt. Ebenso Ehrenvorsitzender Johann Schmidt, für den seine Jahre in der Jugendgruppe prägend gewesen waren, oder Kommandant Michael Schöner mit der besonderen Wertschätzung für alle Jugendwarte im vorbildlichen Dienst der Nachwuchsarbeit „neben dem alltäglichen Feuerwehrdienst“.

Gründer darf stolz zurückblicken

Ehrenkreisbrandmeister Gerhard Dollinger darf es im Rückblick stolz machen, vor 50 Jahren die Initiative zur Gründung der ersten Jugendgruppe im Landkreis Neustadt/Aisch ergriffen zu haben. Die Voraussetzung dafür war erst am 1. Januar 1967 mit dem „Gesetz über das Feuerwehrwesen in Bayern“ geschaffen worden, das die Aufnahme von Jugendlichen ab 14 Jahren als Anwärter in die Feuerwehr aufzunehmen. „Das Heranführen von Jugendlichen an Aufgaben der Feuerwehr war und ist ein wichtiges Ziel und insbesondere auch für die Nachwuchsgewinnung von großer Bedeutung“. Zudem nehme die Jugendfeuerwehr wichtige Aufgaben im Bereich der allgemeinen Jugendarbeit wahr, „wo sie durch verschiedene Freizeitmaßnahmen bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mitwirkt“, schreibt Gerhard Dollinger in der Festschrift.

Diese bietet eine illustrierte Zeitreise durch 50 Jahre Jugendfeuerwehr, in der heute auch Katharina oder Pia sich darauf vorbereiten, Feuerwehrfrau zu werden, und Kathrin den Teamgeist schätzt. „Jugend steht für Zukunft, für Aufbruch, für den Mut etwas zu verändern und Neues auszuprobieren“, schreibt Pia in der Jubiläumschronik und Max sieht sich mit den Nachwuchsfeuerwehrleuten in der Rolle der „Retter von morgen“. Lukas schwärmt von der „tollen Gemeinschaft, die zusammenhält und keinen ausgrenzt.“ Das wird am Samstag, 25. Mai, auch bei der „Feuerwehr-Challenge“ ab 10 Uhr auf dem Neustädter Festplatz zum Ausdruck kommen, die mit einer Fahrzeugschau verbunden ist. Der Festgottesdienst am Sonntag ab 9.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche beschließt das Jubiläum. 

hjm

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