Donnerstag, 17.10.2019

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500 Jahre Reformation: Kunstprojekt mit "Brief und Siegel"

Neustädter Projekt vermittelt, wie Luther die Welt veränderte - 28.09.2017 10:25 Uhr

Ihre Thesen konnten Kinder beim Luther-Kunst-Projekt an die Styropor-Schulpforte "anschlagen". © Harald Munzinger


Der Flur der Grundschule "Neues Schloss" wurde für ein paar Stunden zum Atelier, in dem die Kinder ein großes Lutherposter mit Lutherrosen-Schablonen und "Feder"-Kugelschreiber gestalteten. Dabei lernten sie "Geheimnis und Bedeutung der Lutherrose" kennen. Was Luther den Kindern heute noch zu sagen haben, machte Irun Kirsch mit dessen 95 Thesen und den mit ihnen noch heute verbundenen hochinteressanten Themen mit einer kindgerechten, Schule und Erziehung betreffenden Aufbereitung deutlich.

Die Kinder konnten so ihre eigenen Vorstellungen und Interpretationen auf kleine Zettel schreiben und "anschlagen". Die Luther Kirchenpforte ersetzen Styroportüren, an die Thesen "für Kinderrechte" oder "das Ende des Krieges" mit bunten Federn "picksten". Wie zu Luthers Zeiten mit "richtigen" Federn zu zeichnen, sollte ebenso spannend sein, wie mit ausgemalten Lutherrosen gefertigte Postkarten, selbstgestaltete Briefmarken und Siegel.

"Veränderung und Neubeginn"

"Brief und Siegel" sowie die Federzeichnungen und Lutherrose-Lesekugeln werden zuhause an das Kunstprojekt erinnern, das auch etliche Erwachsene interessiert verfolgten. Zum Lutherjahr hatte die Künstlerin Elke Rogler-Klukas ein Weihnachtsbild mit dem Titel "Stille Nacht – Heilige Nacht 500 Jahre Reformation" gestaltet, das im oberen Teil die Reformation als eher düstere Zeit darstellt. Im unteren stehen Farbtuben und Pinsel für "die unendliche geistige Freiheit der Kunst, das Leben zu gestalten, neue Wege zu gehen und Veränderungen in unserer Gesellschaft herbeizuführen".

Die Künstlerin bringt zudem mit Feder und Tintenklecksen zum Ausdruck, dass Luther mit seinen Thesen vor 500 Jahren die Welt veränderte, "Literatur und freier Journalismus wichtiger denn je in unserer heutigen Zeit der Globalisierung sind".

Weihnachten im Reformationsjahr heiße, so die Botschaft von Elke Rogler-Klukas, "Veränderung und Neubeginn", was oft im Stillen geschehe; wie eben in der stillen Nacht, in der die Geburt eines Kindes in einem einfachen Stall die Welt verändert habe.

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