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Samstag, 24.08.2019

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„Aischgründer Bierfest“ eröffnet: Genussorte im Doppelpack

Zwei Tage für 25 „Proben“ - 09.08.2019 19:54 Uhr

Die „Aischgründer Bierstraße“ säumt zwei Tage lang den Neustädter Festplatz. Auf sie und ihre Bierspezialitäten wurde von den Brauern und namhaften Gästen zum Auftakt das Hoch ausgerufen. © Harald Munzinger


Mit dem 17. „Aischgründer Bierfest“ kehrt die Veranstaltung der touristischen Arbeitsgemeinschaft der Brauereien in Regie des Kreisfremdenverkehrsamtes an ihren Ursprung zurück. Allerdings nicht auf den Neustädter Marktplatz, wo es vor der „Landkreistour“ mit Stationen in Bad Windsheim und Uffenheim stattfand, sondern auf dem Festplatz, dessen Bankreihen unter den weitausladenden Baumkronen nun eine „Bierstraße“ säumt.

Sie schließt an den „größten und schönsten Biergarten“ an, als den Erster Bürgermeister Klaus Meier schwärmerisch die Neustädter Kirchweih apostrophierte, und die Kreisstadt als „überregional bekannt für großartige Feste“ rühmte. In die füge sich das „Aischgründer Bierfest“ bestens als weitere echte Bereicherung des Neustädter Veranstaltungskalenders ein, für das man Markt- oder Festplatz jederzeit gerne zur Verfügung stelle.

Die Gemeinschaftsaktion der sechs Traditionsbrauereien im Aischtal bezeichnete das Stadtoberhaupt als sehr bemerkenswert. Vor den großen Brauereien mit ihren industriellen und über Hunderte Kilometer gekarrten Einheitsbieren bräuchten sie sich nicht zu fürchten, wüssten im Gegenteil mit Vielfalt und individuellem Geschmack zu überzeugen. So riet Meier denn auch dazu, die Gelegenheit zu nutzen, die „ehrlichen, regionalen Bierspezialitäten kennenzulernen“.

„Spezialitätenkompetenz“ zertifiziert

Dass sich hier gleich zwei der 100 Genussorte treffen – ein Prädikat, das der Kreisstadt und der „Aischgründer Bierstraße“ unter den nur 13 Genusstiteln in Mittelfranken (56 in Franken) verliehen wurde – machte neben Bürgermeister Klaus Meier auch Landrat Helmut Weiß stolz. Schließlich wird damit die „Spezialitätenkompetenz bewusst gemacht“, wie Theresa Öchsner von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau die Auszeichnung erklärte, die unter 300 Bewerbungen von einer fachkundigen Jury verliehen wurde. Mit ihr sollten „kulinarische Traditionen überregional bekannt gemacht werden“, die in einem Buch verführerisch beschrieben sind, wie etwa „Neustadt im Tal der Teiche“.

Dass die Stadt auch die Schnittstelle zwischen Bier- und Weinfranken bildet, wird mit dem „WeinMarktPlatz“ nur eine Woche nach dem „Aischgründer Bierfest“ deutlich. Die in drei Wochen beginnende Karpfensaison rundet den „Genussort Bayerns“ ab, der nun aber zunächst einmal im Zeichen der Bierstraße steht, auf der sich am Festplatz die Brauereien attraktiv aneinanderreihen und zu den süffigen Genüssen auch herzhafte kulinarische Spezialitäten kommen.

Stück der Kultur und Geschichte

Die lockten vom Bundestag den Abgeordneten Carsten Träger, vom Landtag Raimund Swoboda, vom Bezirkstag Thomas Zehmeister nach Neustadt, wo sich auch der Kreistag ein munteres Stelldichein gab. Sie lud der Landrat ebenso wie alle Gäste an den beiden Festtagen ein, sich vom „Können und der breiten Geschmackspalette an Bierspezialitäten“ der sechs familiengeführten Brauereien zu überzeugen. Seit vielen Jahrhunderten seien diese „ein Stück unserer Kultur und Geschichte“ und bereicherten die Genussregion.

Das Brauereiwesen ruhe sich jedoch nicht auf Traditionen aus, sei im Wandel, entwickle sich weiter und gehe neue Wege. So nähmen auch die Brauereien in der Region die Herausforderungen der Zeit an und setzten auf Vielfalt sowie hohe Qualität, betonte es Weiß. Dass sie auch interessante Experimente wagten und in Kleinsuden neue Geschmacksnoten entwickeln, lässt sich beim Bierfest verkosten, bei dem der Musikverein Diespeck für schwungvolle Unterhaltung sorgte.

„Hoch auf die Aischgründer Bierstraße“

Zum „Hoch auf das Aischgründer Bier“ hob Landrat Weiß nach perfektem Anstich mit nur einem Schlag den Krug. Er machte dabei deutlich, dass die Brauereien das ganze Jahr über zum Genießen einladen und ermunterte dazu, die „Aischgründer Bierrunde entlang zu radeln und dabei unser regionales Bier und Frankens Mehrregion neu zu entdecken“. Den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft dankte Weiß dafür, „dass sie die Traditionen rund um das Bier hochhalten und unsere Genusslandschaft damit bereichern“. Für heiterer Stunden beim Bierfest hatten Stefanie Lutsch und Anuschka Heid von der Touristinfo mit den Brauereien gesorgt. Von 16 bis 22 Uhr laden sie auch am Samstag, 10. August, auf den Festplatz ein, dann mit musikalischer Unterhaltung der Blaskapelle Oberscheinfeld. Bei schlechtem Wetter wird in der Festhalle Biertradition mit Genuss gefeiert. 

Harald J. Munzinger

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