Freitag, 17.01.2020

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Alte Botschaft im neuen Glanz

„Choralle“ begeisterte in Emskirchen mit Highlights aus 25 Jahren - 08.12.2019 17:09 Uhr

In effektvoller Beleuchtung der Emskirchner St. Kilianskirche bewegte „Choralle“ 500 Besucher mit seinem Weihnachtskonzert. © Harald Munzinger


Nachdem Dieter Weidemann mit einem der besten Chöre Deutschlands 2005 zum letzten Mal in Emskirchen zu Gast war, sei dieses Konzert längst überfällig gewesen, stimmten über 500 Besucher mit der Kirchengemeinde überein. Bei deren herzlichem Empfang wurde ihr versprochen, dass sie nicht wieder 14 Jahre warten muss.

Wie sich die große Chorgemeinschaft in dieser Zeit weiterentwickelt und ihre Auftritte mit Tontechnik, Lichteffekten und dem Verschmelzen von Chor und professioneller Band perfektioniert hat, war der eine überraschende Eindruck des Abends. Der berührende zweite die Auswahl der Werke die Art und Weise, wie sich der Chor und ausgezeichnete SolistInnen neu in die Herzen der Zuhörer in der bis auf den letzten (Not-)Platz Kirche sangen.

„Besser geht es nicht mehr“

„Choralle“ habe dieses Programm so verinnerlicht, dass Dieter Weidemann stolz feststellen konnte: „Besser geht es nicht mehr“. Das bestätigte ihm gerne ein ebenso von der gefühlvoll vermittelten Freudenbotschaft inmitten einer chaotischen Welt mit ihren zerstörenden Worten und Waffen bewegtes, wie von Gesang und Band begeistertes Publikum. Das honorierte eine großartige Leistung zur Pause und am Ende des Konzertes mit viel Applaus.

Besinnliche Texte, gelesen von Ulrike Weidemann, zogen sich als roter Faden durch das stimmungsvolle Konzert, in den man die Lieder und Musikstücke wie Lichter geknüpft empfinden konnte, die in ganz persönliches oder auch das Dunkel in der Welt dringen sollten. Dabei wurden Eigenkompositionen ebenso angestimmt, wie ein großer Bogen vom 11. Jahrhundert in die Gegenwart mit Werken namhafter Komponisten gespannt.

Das Konzert sollte Augen und Herzen öffnen, Hoffnung in die Welt tragen und die Botschaft vermitteln, dass die „Zeit gelebter Liebe“ nicht nur einmal im Jahr sein dürfe. In modernem, ansprechendem und mitnehmendem Sound wurde jene Herzlichkeit und frohe Erwartung der Geburt Christi ausgedrückt, die im lauten Kommerz untergeht. Da durfte denn auch Chorleiter Dieter Weidemann eingestehen, mit vielen Zuhörern „selbst tief beeindruckt“ gewesen zu sein, und sich über begeisterte Statements freuen. Wenn im Himmel auch so schön gesungen werde, wolle man gerne in den Himmel kommen. Das Konzert ließ ihn nahe sein und „die Erde berühren“. „Choralle“ bestätigte seinen Spitzenplatz unter den Deutschen Chören und beschloss mit dem zweiten Weihnachtskonzert in der Evangelischen Hauptkirche von Wilhermsdorf ein erneut großes Kapitel seiner Erfolgsgeschichte.

Harald J. Munzinger

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