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Mittwoch, 17.07.2019

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Alter und auch neuer Vorstand

Geschichts- und Heimatverein bestätigte seine Führungsspitze - 11.07.2019 15:09 Uhr

Carola Kabelitz steht weiter an der Spitze des Neustädter Geschichts- und Heimatvereins. © Harald Munzinger


Neu in die Vorstandschaft wurde als Schatzmeisterin Verena Assel gewählt, während die Kassenprüfer Richard Cesinger und Angelika Pfeiffer ebenso in ihren Ämtern bestätigt wurden, wie die Beisitzer Walter Tropper, Heiner Lunz, Cristina Leiding, Susanne Mäckl, Dieter Mäckl und Dr. Wolfgang Mück.

Beim Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr und die Veranstaltungen im Museum wurde an die Büromaschinenausstellung zur Zehn-Jahres-Feier, an die Bienenausstellung der Künstlerinitiative sowie an die Ausstellungen von Druckgrafiken beziehungsweise zum Thema "Festtagsschmaus und Einheitsbrei" und Einheitsbrei erinnert. Ferner an die Vorträge über den Ingwer von Dr. Lothar Kabelitz oder über die Kochkunst auf dem Lande von Julia Krieger sowie über die Zeit "Als Mittelfranken römisch kochte" von Dr. Dr. Thüry.

Im Juli wird die Ausstellung "Das Museum Retti-Palais entsteht!" einen weiteren Anziehungspunkt der "Museen im Alten Schloss" bilden. Der nach dem markgräflichen Hofbaumeister Leopoldo Retti benannte Stadtpalast im Herzen Ansbachs wird aus seinem Dornröschenschlaf wachgeküsst: Lange Jahre stand das Retti-Palais nahe der Ansbacher Residenz leer und verkam. Nun wird das barocke Anwesen aufwendig saniert und zum Museum umgebaut.

Die Ausstellung informiert über die Geschichte des Palasts und seiner Bewohner und über die Sanierung und Neukonzeption als Museum. Vom 19. Juli bis zum 1. September ist die Wanderausstellung nun im Alten Schloss in Neustadt/Aisch zu sehen. Die Ausstellungseröffnung mit einem Vortrag von Dr. Christian Schoen, 1. Vorsitzender des Fördervereins Retti e.V., findet am 18. Juli um 19 Uhr im Alten Schloss statt.

Im September ist der Museumskomplex in den "Tag des offenen Denkmals" integriert sein wird. Über das Johanniskraut wird Dr. Kabelitz referieren. Im Oktober wird zum "Hohenzollerntag" eingeladen und  Dr. Sonja Schultheiß-Heinz das Thema "Frauenwahlrecht" behandeln.  Beim Blick ins Frühjahr 2020 wird ein Armenienvortrag von Prof. Dr. Hacik Rafi Gazer und zu Ostern eine Ikonen-Ausstellung angekündigt.

Museumskurators Jochen Ringer M.A. reicherte die Versammlung mit einem Vortrag über das Porträt des Markgrafen Friedrich an,  das dem Geschichts- und Heimatverein vom Dekanat als Leihgabe überlassen wurde und zunächst für Irritationen sorgte. Denn ein rückseitig angebrachtes Etikett wies fälschlicher Weise den Markgrafen aus, doch erwies sich, so Ringer, "der Dargestellte schnell als der 'Vielgeliebte', wie Markgraf Friedrich wegen seiner Leutseligkeit genannt wurde". Maler und Entstehungsjahr sind nicht bekannt. Das Porträt folgt in seiner Darstellungsweise aber einem Gemälde des preußischen Hofmalers Antoine Pesne, das dieser 1731 von Friedrich angefertigt hatte. "Die dezenten Änderungen zum Vorbild zeugen vom zwischenzeitlich erfolgten Regierungsantritt Friedrichs und seiner neuen Machtstellung" führte Museumskurator Jochen Ringer aus. 

nb

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