Donnerstag, 17.10.2019

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Auszeichnungen für langjährigen Feuerwehrdienst

"Unsere Helden des Alltags" - Besondere Anerkennung für Roland Flauger - 15.09.2019 16:26 Uhr

Kreisbrandrat Alfred Tilz und amtierender Landrat Bernd Schnizlein (v. r.) sowie Bürgermeister Klaus Meier (l.) zeichneten Feuerwehrkräfte für langjährigen aktiven Dienst aus, an ihrer Spitze Roland Flauger (Mitte) mit dem erstmals im Landkreis für 50 Jahre verliehenen großen Feuerwehrehrenzeichen. © Harald Munzinger


Ehrengast des Festaktes war Ehrenkommandant und Ehrenkreisbrandrat Gerhard Dollinger, der in Neustadt zigfach das „Feuer für die Feuerwehr“ entfacht hat und dafür im Zusammenhang mit der ersten Auszeichnung für 50-jährigen aktiven Feuerwehrdienst von Roland Flauger besondere Anerkennung genießen sollte. Denn ohne seinen Impuls 1969 für die erste Jugendfeuerwehr im Landkreis und einer der ersten in Bayern hätte es diese noch äußerst seltene Ehrung nicht gegeben, die Flauger als „Inbegriff der Feuerwehr“ im Namen von Bayerns Innenminister Herrmann zuteil wurde.

In zehn Jahren könnte auch Torsten Böhm (Freiwillige Feuerwehr Unterschweinach), Friedrich Lösch (Neustadt), Werner Schulheiß (Birkenfeld) und Günther Strauß (Obernesselbach) das große Feuerwehranzeichen angeheftet werden. Denn sie leisten seit bereits 40 Jahren aktiven Feuerwehrdienst, wozu sie Stellvertretender Landrat Bernd Schnizlein und Kreisbrandrat Alfred Tilz mit dem goldenen Ehrenzeichen würdigten. Diese Ehrung wird auch Rainer Zehelein aus Unternesselbach noch erfahren.

Stark vertreten war bei den Auszeichnungen für 25 aktive Dienstjahre mit dem silbernen Ehrenzeichen die Freiwillige Feuerwehr Herrnneuses mit den Einsatzkräften Christian Dingfelder, Boris Grüger und Peter Lux. Ebenso die Feuerwehr Unternesselbach mit Christian Kitzmann, Bernd Possinger und Holger Rettig. Ihm wird die Nadel zu einem späteren Zeitpunkt angesteckt, ebenso Michael Schweigert aus Diebach. Im großen Kameradenkreis ausgezeichnet wurden Klaus Schmidt (Schellert) und Stefan Zehelein (Unternesselbach).

„Wir sind alle stolz auf Sie“

Allen Geehrten sprachen stellvertretender Landrat Bernd Schnizlein, Erster Bürgermeister Klaus Meier und Kreisbrandrat Alfred Tilz Dank und Anerkennung für ihren zuverlässigen, verantwortungsbewussten und couragierten Dienst aus. „Wir sind alle stolz auf Sie“, führte Schnizlein mit dem Hinweis auf das große Engagement aus, das sie bei Einsätzen, Übungen und Fortbildungen unter Beweis gestellt und dafür viel Zeit in ihr Ehrenamt gesteckt hätten. Dass sie ihr Leben und ihre Gesundheit für die Mitmenschen eingesetzt hätten- eine Solidarität, die heute nicht mehr selbstverständlich sei - mache sie zu „unseren Helden des Alltags“.

Für die mit diesem wertvollen Ehrenamt verbundenen unzähligen Stunden sprach Bürgermeister Meier im Namen der Bevölkerung Dank und Anerkennung aus und zeigte sich „stolz auf solch engagierte Mitbürger“. Es sei schön zu wissen, „dass man sich guten Gewissens auf die Feuerwehr verlassen kann“, rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr. Besondere Anerkennung sollte dabei auch den Kommandanten Martin Geißdörfer, Sven Summ und Heiko Weißfloch zuteil werden.

Die mit einem städtischen Präsent bedachten Geehrten, die auch viel Anerkennung von Mitgliedern des Stadtrates erfuhren, rief Meier auf, „Wissen, Erfahrung und Begeisterung weiterzugeben“. Zuversichtlich zeigte sich das Stadtoberhaupt, dass das Feuerwehrwesen in Neustadt mit dem neuen Gerätehaus noch einen weiteren Aufschwung erfahre.

Mit seinem Dank für den Einsatz zur Rettung von Menschenleben und Bewahrung von Hab und Gut an die Feuerwehrkameraden verband Kreisbrandrat Alfred Tilz auch jenen an die Bereitschaft der Kommunen, dieses Ehrenamt zum Wohl der Menschheit zu unterstützen. Als Beispiele verwies er auf die rund drei Millionen Euro, die der Landkreis in die verbesserte Fahrzeugtechnik investiere, sowie auf den zweistelligen Millionenbetrag der Kreisstadt für das neue Feuerwehrgerätehaus. Dass das Geld der Kommunen für die Feuerwehren gut angelegt sei, stellte Tilz unter Beifall in der vollbesetzten Rathaus-Ehrenhalle fest.

Harald J. Munzinger

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