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Auto kracht bei Neuhof in Schafherde: 30 Tiere tot

Staatsstraße war gesperrt - Freiwillige fingen die übrigen Tiere ein - 01.03.2017 11:30 Uhr

Am Dienstagabend kollidierte ein Auto bei Neustadt an der Aisch mit einer Schafsherde. Mindestens 15 Tiere überlebten den Zusammenstoß nicht. © NEWS5 / Schmelzer


Offenbar riss die Herde, die aus rund 300 Schafen bestand, bei Neuhof an der Zenn, im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, aus dem Gatter aus und rannte dabei den Zaun um. Noch ist unklar, was die Tiere zuvor aufgeschreckt hatte. "Wenn sie einmal laufen, dann hält sie kein Zaun", erklärte der Schäfer gegenüber der Polizei Neustadt an der Aisch.

Anschließend flüchtete die Herde auf die nördliche Seite der Staatsstraße 2413. Gegen 18.30 Uhr nahte ein Auto, der 35-jährige Fahrer sah die Schafe abseits der Straße stehen und erkannte somit die auf der Straße stehenden Tiere zu spät. Er versuchte zu bremsen und auszuweichen, dennoch erfasste er einige Tiere. Bei dem Unfall wurde die Beifahrerin am Bauch und Rücken verletzt, der Fahrer selbst bliebt unverletzt. Ein Tierkadaver wurde auf ein nachfolgendes Auto geschleudert, das dadurch beschädigt wurde.

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Auto trifft auf Schafherde: Zahlreiche Tiere tot

Nachdem in Neuhof an der Zenn am Dienstagabend eine Schafherde aus ihrem Gatter ausgebrochen war, gerieten die Tiere auf eine Straße, auf der zwei Fahrzeuge mit der Herde kollidierten. Dreißig Tiere starben, eines der Fahrzeuge blieb mit einem Totalschaden zurück.


Bei dem Unfall wurden insgesamt 30 Tiere getötet, berichtete die Polizei am Mittwochvormittag. Vor Schreck flüchteten die restlichen Schafe. Der Schäfer versuchte unter anderem mit Hilfe der Freiwilliger Feuerwehren die verängstigten Tiere wieder einzufangen.

Die Staatsstraße war nach dem Unfall gesperrt, die Kadaver mussten beseitigt, die Fahrbahn gereinigt werden. Die Aufräumarbeiten gestalteten sich aufwändig, da sogar unter dem Unfallauto zwei tote Tiere lagen. Am Pkw entstand Totalschaden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 20.000 Euro.

Gegen 21 Uhr war die Straße wieder befahrbar, jedoch brachten die Beamten zunächst Schilder an, damit Autofahrer die Geschwindigkeit an der Stelle reduzieren. Da die Schafherde am Abend noch immer durch das Gebiet irrte, bestand die Gefahr, dass nochmals einige Tiere auf eine Straße laufen. Am Mittwochmittag waren alle Tiere wieder eingefangen.

Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert. Zuletzt am Mittwoch um 14.30 Uhr.


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