ÖPNV-Angebote und barrierefreier Ausbau

Bad Windsheim für Pilotförderung ausgewählt

5.10.2021, 17:07 Uhr
Das Fehlen von bedarfsgerechten ÖPNV-Angeboten war eines der Auswahlkriterien für die Aufnahme Bad Windsheims in das Pilotförderprogramm.

Das Fehlen von bedarfsgerechten ÖPNV-Angeboten war eines der Auswahlkriterien für die Aufnahme Bad Windsheims in das Pilotförderprogramm. © o.n.

"Bayern ist einzigartig, lebenswert und vielfältig. Immer mehr Menschen wählen Bayern als ihre Heimat. Trotzdem ist der demografische Wandel eine Herausforderung, insbesondere für strukturschwächere Regionen! Mit individuellen und maßgeschneiderten Strategien nehmen wir diese Herausforderung an: Gemeinsam mit unseren Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern bringen wir Bayern voran und werden demografiefest in Stadt und Land", führte der Minister dabei aus.

Kommunen seien der Lebensmittelpunkt der Menschen. Sie spürten den demografischen Wandel auf vielfache Weise. Die Erkenntnisse des Pilotprojekts sollen nun zehn Kommunen zugänglich gemacht werden. Sieben Gemeinden beziehungsweise Gemeindezusammenschlüsse (bis zu 20.000 Einwohner) auf jeden Regierungsbezirk verteilt, eine Region, ein Stadtteil einer Großstadt (über 100.000 Einwohner) sowie ein Landkreis treten in der ersten Förderphase – exemplarisch für ganz Bayern – dem demografischen Wandel vor Ort aktiv entgegen. Sie haben den demografischen Wandel als Herausforderung für sich erkannt, planen erste eigene Maßnahmen oder haben diese bereits umgesetzt.

Zunehmende Überalterung fordert heraus

Als beliebter Kur- und Reha-Ort konnte die mittelfränkische Stadt Bad Windsheim die letzten zehn Jahre einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Dieses Wachstum geht allerdings mit einer zunehmenden Überalterung einher. In Bad Windsheim gibt es bereits eine Vielzahl an engagierten Menschen, die sich den Herausforderungen wie dem Fehlen von bedarfsgerechten ÖPNV-Angeboten oder barrierefreiem öffentlichen Raum stellen. Mit Hilfe einer Demografie- und Heimatstrategie soll das Engagement in generationsübergreifenden Projekten koordiniert und gestärkt werden. Die Fördersumme beläuft sich auf bis zu 114.000 Euro.

Die Dringlichkeit des Themas demografischer Wandel zeigt die große Resonanz: Über 100 Gemeinden hatten sich für das Pilotprogramm beworben. Die Kommunen wurden gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden so ausgewählt, dass sie ein möglichst differenziertes Bild zum demografischen Wandel in Bayern darstellen. Die ausgewählten Teilnehmer decken so die gesamte Bandbreite von kleinen über mittlere bis hin zu größeren Kommunen ab und stehen stellvertretend für unterschiedlichste Herausforderungen, von Bevölkerungsschwund und Überalterung auf der einen und hohem Zuzug und Siedlungsdruck auf der anderen Seite.

In vier Schritten soll eine maßgeschneiderte Heimat- und Demografiestrategie entwickelt werden, die auf die unterschiedlichen Herausforderungen passt: Analyse der Situation vor Ort, breiter Beteiligungsprozess, Erarbeitung von Strategien mit externer Beratung und erste Maßnahmen zur Umsetzung anstoßen. Die Kommunen werden dabei vier Jahre begleitet.

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