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Beste Berufswahl getroffen

Neue Lehrkräfte im Landkreis willkommen geheißen - 09.09.2019 19:34 Uhr

Die neuen Lehramtsanwärterinnen an den Grund- und Mittelschulen im Landkreis wurden vor dem Dienstantritt in ihrem „Superberuf“ verteidigt. © Harald Munzinger


Schulamtsdirektorin Brigitte Limbacher ging vor der Vereidigung im großen Sitzungssaal des Landratsamtes Neustadt ausführlich darauf ein, was die jungen Kolleginnen und Kollegen als Lehramtsanwärter erwartet, machte sie mit ihren Rechten und Pflichten vertraut und deutlich, dass man in keinem anderen Beruf so seine Persönlichkeit und Farbe einbringen könne. Ihn motiviert und mit der Freude an der Arbeit mit den Kindern anzugehen und sich professionell mit ihren Problemen auseinanderzusetzen, gab sie ihnen den Rat mit in ihren nun beginnenden Berufsalltag, aus dem „der Grauschleier des Klagens über die Belastungen“ verbannt sein sollte. Es gelte Strategien zur Bewältigung von Stresssituationen zu entwickeln, so Limbacher. Die helfende Hand streckt der Personalrat aus.

Dass es zu Interessenkonflikten komme könne, sprach die Schulamtsdirektorin mit dem aktuellen Thema Klima-Demonstrationen mit der klaren Botschaft an, dass die Schulpflicht Vorrang habe. Es dürfe also zur Teilnahme an den Demonstrationen in der Schulzeit nicht freigegeben werden, woran auch eine Entschuldigung von Eltern für einen solchen Fall nichts ändere. So wichtig und richtig ein Anliegen auch angesehen werden sollte, mahnte Limbacher zu „Exkursionen in Sachen Demokratie am lebenden Modell“. Ungeachtet dessen sei es Sache der Pädagogen, Schüler zur eigenen Meinung zu befähigen und ihnen das Recht auf freie Meinungsäußerung zu vermitteln, betonte sie.

Für den Landkreis als Schulaufsicht überbrachte stellvertretender Landrat Hans Herold den Willkommensgruß eines Landkreises mit einem breitgefächerten kulturellen und sportlichen Angebot und attraktiver Freizeitgestaltung, der sehr viel Wert auf die gute Ausstattung seiner Schulen lege und dafür wie die Kommunen in den letzten Jahren sehr viel Geld investiert habe. Den Staat vertrat der Landtagsabgeordnete, der nach seinen Worten einen Schwerpunkt auf die Belange von Schulen, Schülern, Eltern und Lehrer legt, als „guter Dienstherr“, der jeden dritten Euro seines 65-Milliarden-Etats in die Bildung investiere. Er sei zudem um eine verstärkte Einstellung von Lehrern für alle Schulen bemüht.

 

Gute Stundenausstattung

 

Schulamtsdirektorin Limbacher zeigte sich mit der „guten Stundenausstattung“ ganz zufrieden, machte aber zugleich deutlich, dass man die neuen jungen Kräfte dringend brauche und noch fünf Einstellungen vornehmen könne. 18 LehrerInnen nehmen ihren Dienst neu an den Grundschulen im Landkreis auf, neun an Mittelschulen sowie je zwei FachlehrerInnen und eine Förderlehrerin. Ferner stehen für die Grundschulen elf neue Lehramtsanwärterinnen, für die Mittelschulen fünf zur Verfügung. Dazu kommen zwei Fachlehreranwärterinnen und zwei Real- beziehungsweise Gymnasiallehrkräfte, die im Schuldienst im Landkreis eine Zweitqualifizierung für die Grund- beziehungsweise Mittelschule durchlaufen.

Mobile Reserven werden nach Auskunft der Schulamtsleiterin zum Schuljahresbeginn bereitgestellt und möglicherweis im Laufe des Schuljahres noch aufgestockt und vor allem zu Schwangerschaftsvertretungen gebraucht. Die Vertretungssituation ähnle jener des Vorjahres, ließ Brigitte Limbacher mit Blick auf das Schuljahr2019/20 wissen, in dem die 30 stattlichen Grund- und Mittelschulen im Landkreis sowie eine Privatschule 4832 Schülerinnen und Schüler, damit 39 mehr als im Vorjahr besuchen werden.

 

55 „ABC-Schützen“ mehr

 

Von den 233 Klassen - plus drei – haben 17 eine Klassenstärke bis zu 15 Schülern, 87 zwischen 16 und 20 und 106 zwischen 21 und 25 Schülern. 16 Klassen weisen 26 oder 27 Schüler auf und drei zwischen 28 und 31 Kindern. An den Grundschulen ergibt sich daraus ein Durchschnitt von 21,3, an den Mittelschulen von 20,6, somit ein Mittel von 20,74 Schülern, mit dem man nach Aussage der Schulamtsdirektorin ganz zufrieden sein könne. Die Versorgung des Unterrichtes sei an allen Schulen sichergestellt. Neu eingeschult werden mit Schuljahresbeginn an den 20 staatlichen Grundschulen sowie an einer Privatschule insgesamt 834 Erstklässler, 55 ABC-Schützen, mehr als im Vorjahr, womit der Landkreis im landesweiten Trend zunehmender Schülerzahlen liegt. Die private Grundschule der „Frieda Lang Haus für Kinder GmbH Ergersheim“ besuchen am Schulstandort Uffenheim insgesamt 27 Kinder in einer jahrgangskombinierten Klasse 1 bis vier. 

Harald J. Munzinger

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