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Sonntag, 21.07.2019

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Bläserfrühschoppen zum stimmungsvollen Kirchweihausklang

Lorenz Täuber siegt beim traditionellen Jägerschießen - 30.06.2019 18:44 Uhr

Mit 120 Bläserinnen und Bläsern stellte der Gesamtchor beim traditionellen Jägertreffen zur Neustädter Kirchweih einen neuen Rekord auf. © Harald Munzinger


Acht Bläsergruppen von Nürnberg bis Gerolzhofen sollten das ausgezeichnete Renommee, das dieses jagdliche Konzert weit über den Landkreis hinaus genauso genießt, ebenso eindrucksvoll dokumentieren, wie die trotz hochsommerlicher Hitze stattliche Besucherschar. In der galt Billmanns Willkommensgruß insbesondere dem Bundestagsabgeordneten Carsten Träger, den Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt und Hans Herold, den Vertretern von Behörden sowie Landwirtschafts- und Jagdverbänden sowie zahlreichen Kommunalpolitikern.

An deren Spitze würdigte Landrat Helmut Weiß die große Kulisse der Gäste, die sich Jahr für Jahr von den Hornsignalen begeistern lasse, auch als ein Zeichen des Respekts, den die Jägerschaft in der Bevölkerung genieße. Und das völlig zurecht, trage sie doch mit nachhaltigem Engagement für den Erhalt des Waldes und der Kulturlandschaft bei. Einmal mehr zeigte sich Weiß beindruckt, wie die Jagdhornbläser immer wieder den zweiten Kirchweihsonntag zu einem Erlebnis machten. Ein weiteres empfahl er als Vorsitzender des Gartenbau-Kreisverbandes nach dem Kerwabummel mit dem Besuch der „offenen Gartentüren“.

Auch Neustadts Erster Bürgermeister Klaus Meier schwärmte über den stimmungsvollen Ausklang, für den die Jagdhornbläser sorgten. Deren Frühschoppen sei zu einem der Kirchweihhöhepunkte geworden und „ein wunderbarer Anlass, das Fest mit seiner einmaligen Atmosphäre noch einmal richtig zu feiern“. Seinen Dank drückte er im „flüssigen Gold“ des Festbieres aus.

„Wettergott meinte es fast zu gut“

Dass es „der Wettergott fast etwas zu gut mit uns meinte“, was die Umsätze der Schausteller und Betreiber der kulinarischen Meile teilweise spürbar „schmelzen ließ“, wollte Meier nicht beklagen. Vielmehr sollte man sich darüber freuen, dass es nicht geregnet hat. Wie die vielen Besucher zeigte sich der Bürgermeister beeindruckt vom „fulminanten Auftakt“ der Jagdhörner-Matinee mit dem Rekord von 120 Bläserinnen und Bläser unter der musikalischen Leitung von Adolf Popp.

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Hitze und Besucherrekord: So lief der Endspurt der Neustädter Kirchweih

Zehn Tage war die Kreisstadt im Ausnahmezustand. Zum Finale der Kirchweih mobilisierte sie noch einmal die Besuchermassen, die auch Hitzerekorden trotzte. Die letzte Bratwurst, die letzte kühle Maß, die letzten rasanten Runden in den Fahrgeschäften mit dem angenehmen Windhauch: Das musste alles „auf den letzten Drücker“ noch genossen werden, ehe der Alltag wieder in Neustadt einzieht. Dazu gehört seit vielen Jahren der stimmungsvolle Ausklang mit dem Frühschoppen der Jagdhornbläser. So verzeichnete die Nachkirchweih einen wahren Gästeboom.


Für den sorgten Bläsergruppen aus Bläsergruppen aus Gerolzhofen und Nürnberg, denen der besondere Gruß von Walter Billmann ebenso galt, wie Jägervereinen aus dem gesamten Landkreis und den beiden Ehrenvorsitzenden Eberhard Braungardt und Horst Mattausch. Der Vorsitzende des Jägervereins Neustadt moderierte das „Bläsertreffen zur Kirchweih“, das nach dem „Gesamtcorps“ die Jagdhornbläser Neustadt eröffneten. Es folgten Beiträge des Jagdhornbläsercorps Uffenheim und der Jagdhornbläser aus Bad Windsheim und Scheinfeld.

Sie sorgten neben den Jagdsignalen mit konzertanten Darbietungen ebenso für ein besonderes musikalisches Erlebnis, wie die Jagdhornbläser aus Gerolzhofen, das Jagdhornbläsercorps Herzogenaurach-Höchstadt und die Bläsergesellschaft „Brauner Hirsch“ Nürnberg. Die Es-Parforcehorngruppe Aischgrund rundete mit ihrem ganz speziellen Klang die Darbietungen ab. Um von ihm besser gesehenen zu werden, traten die Gruppen auf Wunsch aus dem Publikum im Pavillon auf und hätten im weiten Rund mehr Applaus verdient.

Zwertetschka Abonnementsiegerin

Walter Billmann (l.) überreichte die Scheiben an den Sieger des Jägerschießens Lorenz Täuber sowie an „Abonnementsiegerin“ Christine Zwertetschka beim Bürgerschießen. © Harald Munzinger


Nach dem Bläserfrühschoppen nahm Walter Billmann die Ehrung der Gewinner des ebenfalls traditionellen Jägerschießens vor. Dabei konnte sich Christine Zwertetschka über den dritten Sieg in Folge beim Bürgerschießen freuen. Ihr 37,4-Teiler, für den sie die Bürgerscheibe mit dem Rathaustürmchen erhielt, sollte zugleich der beste Schuss des gesamten Wettbewerbes sein, wie Billmann Zwertetschkas Treffsicherheit würdigte. Beim Bürgerschießen folgten Hans Martin Prell und Michael Staude auf den Plätzen zwei und drei. Auf der Jägerscheibe hatte Lorenz Täuber den Wolf im Landkreis ankommen lassen. Den kann er nun in der eigenen Stube in die Trophäensammlung reihen, da der Stifter zugleich auch der Gewinner der Scheibe war. Mit einem 141Teiler setzte sich Täuber an die Spitze der erfolgreichsten Jäger vor Albin Busch und Neustadts Ehrenvorsitzendem Eberhardt Braungardt. Die jeweils zehn besten Schützen erhielten Sachpreise.

Den Bläserfrühschoppen nahm Walter Billmann zu Anlass, bereits zur Hubertusmesse mit Bläserklängen einzuladen, die im November in Neustadt stattfinden wird. „Zum Essen“ und „Wiedersehen“ beschlossen die Jagdsignale das Bläsertreffen, während dem sich die letzten Lücken der Bankreihen „An den Sommerkellern“ mit besonders beliebten Schattenplätzen schlossen. 

Harald J. Munzinger

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