Gesundheit ein Kinderrecht weltweit

Botschaft der Sternsinger erfreute an vielen Plätzen

6.1.2022, 10:46 Uhr
Immer wieder spendeten Passanten spontan bei den Sternsinger-Botschaften auf Plätzen in der Kreisstadt und in einigen Gemeinden, die pandemiebedingt die traditionellen Hausbesuche ersetzten.

Immer wieder spendeten Passanten spontan bei den Sternsinger-Botschaften auf Plätzen in der Kreisstadt und in einigen Gemeinden, die pandemiebedingt die traditionellen Hausbesuche ersetzten. © o.n.

Das Erzbistum hatte es den Gemeinden freigestellt, ob das Sternsingen in gewohnter Weise erfolgt oder nicht. Neben der möglichen Gefahr, für Infektionen verantwortlich gemacht werden zu können, mochte man sich vielerorts auch nicht vorstellen, dass (Geschwister-) Sternsinger im sicheren Abstand mit Masken von Tür zu Tür gehen und sagte denn auch schweren Herzens die "Hausbesuche" ab. Man wolle "weder Sie noch uns gefährden", wurde in der "Segenspost" mit dem Bezug zum Jahresmotto der Sternsingeraktion mitgeteilt: "Gesund werden, gesund bleiben – ein Kinderrecht weltweit".

"Segen bringen – Segen sein" ist es stets das Anliegen der als Weise aus dem Morgenland ausgesandten Kinder und Jugendliche, die für Kinder in der Welt um Spenden bitten und in diesem Jahr insbesondere jenen helfen wollen, die in den ärmsten Vierteln der Welt am Coronavirus schwer erkrankt sind. Vielfach auch die damit arbeitslos gewordenen Eltern, die ihre Familien nicht mehr ernähren könnten. In der katholischen Kirche in Neustadt wird über die jeweiligen geförderten Projekte informiert.

In ihr liegen auch Segensaufkleber für die Haustüren, Tütchen mit Salz, Weihrauch und Räucherkegeln, gebastelte Sterne sowie in einem Sozialprojekt des Kolpingverbandes gefertigte Vogelhäuschen und steht eine Spendenkassette bereit. Spenden können auch im Pfarramt abgegeben oder mit dem Kennwert "Sternsinger" auf das Konto der Katholischen Kirchenstiftung in VR Bank Nea überwiesen werden (DE 53 7606 9559 0000 041440).

Gemeinsam die Welt verändern

Beim traditionellen Besuch einer Gruppe im Neustädter Rathaus freute sich Dritte Bürgermeisterin Heike Gareis, dass die Sternsinger die Freude und Hoffnung sowie den Segen der Heiligen Nacht zu den Menschen bringen, griff das Motto "Gesund werden, gesund bleiben" auf und bekräftigte es: "Lasst uns die Welt verändern, gemeinsam geht´s". Weltweit habe sich die Gesundheitsversorgung der Kinder verbessert: Während 1990 noch 12,7 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag sterben mussten, konnte die Kindersterblichkeit bis zum Jahr 2015 halbiert werden, so Gareis. Auch der Anteil der untergewichtigen Kinder sei im gleichen Zeitraum von 25 auf 14 Prozent zurückgegangen. In Afrika, südlich der Sahara schliefen mittlerweile mehr als zwei Drittel aller Kinder unter imprägnierten Moskitonetzen. So konnte die Anzahl der Kinder verringert werden, die an Malaria sterben mussten.

Trotzdem müssten Kinder in Afrika noch an Hunger und/oder Krankheiten sterben, für die es bei uns gute Medikamente und damit Rettung gäbe, führte die Dritte Bürgermeisterin weiter aus. Durch das Sammeln von Spenden würden die Sternsinger dazu beitragen, dass diesen Kindern geholfen werden können. Heike Gareis: "Dafür den Dank der Stadt Neustadt /Aisch und auch meinen persönlichen Dank".

Bürgermeisterin erinnert sich an Sternsingerzeit

Selbst lange Jahre als Sternsingerin unterwegs, erinnerte sie sich "an kalte Tage und an freundliche Menschen, die uns zu den Spenden mit Tee und Süßigkeiten versorgten. Abends gab es dann im Pfarramt Wiener und Brötchen und wir erzählten uns gegenseitig von unseren Erlebnissen des Tages. Dass diese Tradition durch Euch weiterlebt, freut mich sehr!" Sie wisse, dass es viele Menschen gebe, die sich auf einen Besuch der Sternsinger sehr freuten und hoffe deshalb sehr, dass es nach der Pandemie wieder Hausbesuche geben könne, so die Bürgermeisterin mit dem Dank für den Besuch im Rathaus und "das ihr uns Freude und den Segen Gottes bringt. So kann das Jahr gut beginnen".

Über eine große Resonanz konnten sich die Sternsingergruppen freuen, die zwei Stunden lang auf dem Neustädter Marktplatz, am Plärrer sowie am Altstadtmarkt in Liedern und Texten die frohe Botschaft von dem in einer Winternacht geborenen Kind verkündeten, das "für alle das Licht in die Welt gebracht hat". Auch in Diespeck, Dottenheim, Dachsbach, Gerhardshofen, Uehlfeld, Schornweisach und Neuhof erfreuten sich die Passanten ebenso an den "Weisen aus dem Morgenland", sodass es in den Spendenbüchsen kräftig klapperte und raschelte. In Markt Erlbach setzten sich Caspar, Melchior und Balthasar an einer "Sternsingerhaltestelle" über den ganzen Tag dafür ein, dass "Kinder weltweit genug zu essen haben, gesund aufwachsen und zur Schule gehen können". Ob groß oder klein, "jeder Beitrag zählt", ist es über den Aktionstag hinaus ihr Appell. Weitere Infos dazu finden sich auf https://spenden.sternsinger.de/gl3hcrbt.

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