Brand und Rauch: 24-Stunden-Übung der Feuerwehrjugend

19.9.2016, 09:50 Uhr
Die Zusammenarbeit der Jugendlichen von Feuerwehr und THW in gemischten Teams und auf unbekannten Fahrzeugen hat im 24-Stunden-Dienst erneut einwandfrei funktioniert.

Die Zusammenarbeit der Jugendlichen von Feuerwehr und THW in gemischten Teams und auf unbekannten Fahrzeugen hat im 24-Stunden-Dienst erneut einwandfrei funktioniert. © oh

Die Aktion sollte den Kindern und Jugendlichen den Alltag einer Berufsfeuerwehr näherbringen. So waren innerhalb dieser 24 Stunden neben Einsätzen und Ausbildungen auch Gerätedienst, Fahrzeugpflege und Freizeit in den vorab erstellten Dienstplan integriert. Die Freiwillige Feuerwehr Neustadt führt diese Veranstaltung für ihre Jugendlichen bereits im 12. Jahr durch. Los ging es für die teilnehmenden 21 Jugendlichen um 7 Uhr mit dem Antreten vor dem Feuerwehr-Gerätehaus und der anschließenden Einteilung der Kinder auf die verschiedenen Fahrzeuge.

Dabei wurde besonderer Wert auf eine Mischung von THW und Feuerwehr Jugendlichen auf den Fahrzeugen gelegt. Bewährt hat sich in der Vergangenheit den Übungszeitraum als "Handyfreie Zone" zu erklären, um die volle Konzentration auf den Übungstag legen zu können. Nach einer kurzen fachlichen Einweisung der Kinder auf Fahrzeuge und Material begann der Tag mit praktischer Ausbildung zu den Themen Hebekissen, Greifzug, Aufbau von Beleuchtung und Brandbekämpfung.

Bis zwei Uhr nachts im Einsatz

Nach dem Mittagessen gab es für die Teilnehmer einen Vortrag über die Arbeit der Integrierten Leitstelle (ILS) in Ansbach, ebenso wurde das Thema Erste Hilfe praktisch den Jugendlichen näher gebracht. Die Ausbildungen wurden mehrmals durch Einsätze unterbrochen. So galt es beispielsweise ausgelaufene Betriebsstoffe von Fahrzeugen zu binden, Brände zu löschen, ein Gasleck ausfindig machen sowie einer verdächtigen Rauchentwicklung nachzugehen. Vor dem Abendessen wurde für die Jugendlichen ein Feldgottesdienst durch den Feuerwehrkameraden und Pfarrer Christian Schäfer durchgeführt.

Im Anschluss daran wurde für die Jugendlichen und Betreuer der Grill in der THW-Unterkunft "angeworfen", um alle Beteiligten für die anstehende Nacht zu stärken. In der wurden alle Teilnehmer bei einem großen Einsatz mit Verkehrsunfall, Ausleuchten der Unfallstelle und Verletztensuche/-versorgung gefordert. Weitere Einsätze fanden bis gegen 2 Uhr morgens statt, ehe sich die Jugendliche zur Ruhe legen und ein wenig Schlaf bekommen konnten. Das Spektrum der Einsätze reichte von Mülltonnenbränden, Verkehrsunfällen hin bis zur Sicherung von eingeschlagenen Schaufensterscheiben (sogenannte Eigentumssicherung).

Einwandfreie Zusammenarbeit

All diese Einsätze kommen im täglichen Betrieb der beiden Hilfsorganisationen vor und sollten somit den Jugendlichen näher gebracht werden. Während der gesamten Übungszeit hat sich nach dem Fazit der "Einsatzleitung" gezeigt, dass die Zusammenarbeit der Jugendlichen von Feuerwehr/THW in gemischten Teams und auf unbekannten Fahrzeugen einwandfrei funktioniert hat. "Den Jugendlichen soll derartigen Veranstaltungen bereits in jungen Jahren die hilfsorganisationsübergreifende Arbeit nähergebracht werden", wurde zur Gemeinschaftsübung erklärt.

Ebenso funktionierte in altbewährter Weise die Organisation der ganzen Veranstaltung durch das gemischte Organisationteam von Feuerwehr und THW. Das Organisationsteam kümmerte sich vorab um die Erstellung des Dienstplanes, die Planung der Einsätze sowie die Inhalte der theoretischen & praktischen Ausbildungen.

Ebenso wurde die Verpflegung der insgesamt rund 40 Teilnehmer und Helfer in Arbeitsteilung von THW und Feuerwehr gemeinsam geleistet.

Keine Kommentare