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Sonntag, 09.08.2020

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Caritas unterzeichnet Petition

Vorstand Schilling: eine soziale und ökologische Transformation verwirklichen - 30.06.2020 16:12 Uhr

Auch mit der Unterschrift des Caritas-Kreisverbandes wurde Petition Landtagspräsidentin Ilse Aigner (Mitte) übergeben.

© Foto:Jörg Alt/wirtransformierenbayern.


Am 25. Juni 2020 startete die Petition "Bayernplan zur sozialen und ökologischen Transformation" mit Überreichung an die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner. Die Initiative wurde von der Jesuitenmission, dem Landeskomitee der Katholiken in Bayern, BUND Bayern und der Ortsgruppe Nürnberg von FridaysForFuture ins Leben gerufen. Ihre Begründung ziehen die Initiatoren aus der Beobachtung, dass die Corona- Krise sich mit anderen Krisenphänomenen wie Klimawandel, Artensterben und wachsenden gesellschaftlichen Gegensätzen überlagert und diese Entwicklungen sich gegenseitig verstärken.

Daher stimmen die Initiatoren mit Entwicklungshilfeminister Gerd Müller ein, dass die Corona-Pandemie ein Weckruf an die Menschheit sei, mit Natur und Umwelt sorgsamer umzugehen. Gleichzeitig ist die Übernutzung der Ressourcen nicht zu trennen von einer hemmungslosen Globalisierung, die Lebensräume verkleinert und Gesellschaft polarisiert. So fordert denn auch die Initiative von Landtag und Staatsregierung, "eine soziale und ökologische Transformation in Bayern zu verwirklichen".

Alte Fehler nicht wiederholen

Corona-Hilfspakete dürften nicht in den Fehler zurückfallen, ziellos Konsum anzukurbeln, heißt es in der Erklärung. Förderprogramme müssten "zu einer sozial-gerechteren und ökologisch nachhaltigeren Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung beitragen". Die Initiative sieht die Chance, regional neue Wege zu erproben: "Bayern hat die geistigen und finanziellen Ressourcen, Veränderungen einzuleiten und auf Wirksamkeit zu testen." Dabei könne der soziale und ökologische Wandel nur im Dialog mit allen interessierten gesellschaftlichen Gruppen gelingen.

Der Caritasverband Neustadt/Aisch beteiligt sich an der Initiative, weil diese auch Fragen der Gerechtigkeit ansieht. Denn eine sozial-ökologische Transformation bedeute auch, "bestehende Ungleichheiten zwischen Ländern und verschiedenen sozialen Gruppen abzubauen und entstehende Verwerfungen abzufedern", so die Petitionsinitiatoren. "Es gilt, sich auf dem Hintergrund der Corona-Pandemie erneut mit den Fragen von Wohlstand und Wohlergehen auseinanderzusetzen."

Dabei müsse man auch die Folgen der Digitalisierung für Arbeit und Sozialsysteme ernsthaft angehen. Die Caritas im Erzbistum Bamberg bringt hier ihre breite Expertise im Bereich der Quartiersarbeit, der Inklusion und des bürgerschaftlichen Engagements ein. Details zu den Inhalten des Bayernplans und zu den Erstunterzeichnenden finden sich auf www.wirtransformierenbayern.de. Außerdem informiert die Internetseite darüber, wie die Petition unterstützt werden kann. Aktuelle Neuigkeiten bietet zudem die Aktions-Fanpage "wirtransformierenbayern" auf Facebook.

nb

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