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"Choralle" belegte zweiten Platz beim Bayerischen Chorwettbewerb

"Zufrieden ist ein viel zu defensiver Ausdruck" - Ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt - 19.11.2013 19:53 Uhr

"Choralle" beim Bayerischen Chorwettbewerb in der Musikhochschule in München. © oh


Die große Chorgemeinschaft aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim hatte sich in der Kategorie G 2 der Jury gestellt und mit 22,0 Punkten ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt. Nur um 0,4 Punkte war Platz eins verpasst worden, über den sich "Singin' Off Beats" aus Nürnberg freuen durfte. Vom Vorsitzenden der Jury, Dr. Matthias Becker, erhielt "Choralle" ein dickes Lob. Er sei begeistert gewesen, wie sich der Chor im Laufe der letzten vier Jahre weiterentwickelt habe, wurde "nn-online" aus München mitgeteilt. Dr. Becker sei dann auch zu 99,9 Prozent sicher gewesen, dass “Choralle” zum Deutschen Chorwettbewerb nach Weimar eingeladen werde.

Ein Riesenkompliment gab es auch von Chorleiter Dieter Weidemann, der es  als “einfach genial empfand, wie die Sängerinnen und Sänger bis in die kleinsten Details alles abgerufen haben, was so intensiv einstudiert wurde”. So kommentierte er es auf viele Fragen, ob er denn mit der Leistung des Chores zufrieden sei. "Zufrieden ist ein viel zu defensiver Ausdruck für das, wie ‘Choralle’ gesungen hat".

Margit Binder hat die Stimmung beschrieben, mit der sich „Choralle“ auf den Weg nach München gemacht hatte. Es sei “nicht die aufgeregte Unerfahrenheit oder Unbeschwertheit“ gewesen, mit der man sich vor vier Jahren auf dem Weg gemacht habe. Damals habe keiner ernsthaft damit gerechnet, den ersten Platz zu belegen und damit die Qualifikation zum Deutschen Chorwettbewerb zu bekommen: “Heute gilt es einen Titel zu verteidigen!”.

Exakt  20 Minuten hatte „ Choralle“ dafür ab dem ersten Ton Zeit. Margit Binder: „Die ersten Takte kommen vom Piano, dann folgt unser erster Einsatz. Die Musik kommt von innen heraus, das so oft geübte sitzt, der Chor ist beieinander. Es flutscht, die Miene unseres Chorleiters drückt Erleichterung und Zufriedenheit aus“. Das Zeitlimit sollte bis zum letzten ausgereizt sein. Bei einer Überschreitung hätte man mit einer Disqualifizierung rechnen müssen.

Die Zeit sei wie im Flug vergangen. „ Applaus - und schon sind wir wieder draußen und die nächste Formation kommt auf die Bühne“, schildert es die Sängerin in ihrem Stimmungsbericht. Die rund zwei Stunden Wartezeit bis zur Siegerehrung habe man “mit einem gepflegten Abendessen im Augustinerkeller überbrückt und die Siegerehrung verpasst“, weil die Wertungsrichter schneller  gewesen seien, als angenommen. Zum Glück habe eine Sängerin auf das Abendessen verzichtet und konnte “unsere Urkunde entgegennehmen: 22 Punkte mit sehr großem Erfolg!“




 

nn/hjm

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