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Corona-Virus an Schulen: Lüften wird gefördert

Landrat Hans Herold weist auf Finanzhilfen des Staates hin - 26.10.2020 17:05 Uhr

Da an Schulen das Öffnen von Fenstern zum infektionsschutzgerechten Lüften ausgeschlossen ist oder nicht ausreichend sein kann, fördert der Staat den Einsatz von CO2-Sensoren.

26.10.2020 © o.n.


Die Staatsregierung hat mit Beschlüssen vom 22. September und 1. Oktober ein Förderprogramm auf den Weg gebracht, das mit einem Gesamtvolumen von bis zu 50 Millionen Euro die Träger von Kitas, Großtagespflegestellen, Heilpädagogischen Tagesstätten und Schulen bei der Umsetzung technischer Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften in ihren Einrichtungen finanziell unterstützt. Davon entfällt auf den Schulbereich ein Gesamtvolumen von bis zu 37 Millionen Euro.

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Gefördert wird nach Auskunft von MdL Herold an Schulen die Beschaffung von CO2–Sensoren grundsätzlich für jeden Klassen- und Fachraum und von mobilen Luftreinigungsgeräten mit Filterfunktion für Räume, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) gelüftet werden können. Die Förderung soll schnell und unbürokratisch als Zuwendung an kommunale Schulaufwandsträger und private Träger staatlich genehmigter und staatlich anerkannter Ersatz-schulen erfolgen.


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Da der Einsatz von CO2-Sensoren grundsätzlich für jeden Klassen- und Fachraum in Betracht kommt, erfolgt die Zuwendung für diese Geräte in Form eines Festbetrags in Höhe von 7,27 Euro je Schülerin und Schüler auf der Grundlage der Amtlichen Schülerzahlen des Schul-jahres 2019/2020, höchstens jedoch in Höhe der zuwendungsfähigen Kosten. Der Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte kommt im Rahmen des Förderprogramms primär für den Teil der Räume in Betracht, die nicht ausreichend im Sinne des Rahmen- Hygieneplans für Schulen durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine RLT-Anlage gelüftet werden können, wie etwa bei innen liegenden Fachräumen oder nur durch Oberlicht ausgestattete Räume). Nicht vom bayerischen Förderprogramm erfasst sind mobile Luftreinigungsgeräte mit UV-C-Strahlungstechnik sowie RLT-Anlagen

Anteilfinanzierung mit Höchstbetrag

„Nachdem der Bedarf an mobilen Luftreinigungsgeräten von Schule zu Schule unterschiedlich sein wird und von den baulichen Verhältnissen abhängt, erfolgt die Zuwendung hier nicht als schülerzahlbezogene pauschale Förderung, sondern als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung mit Höchstbetrag, teilt der Unionsabgeordnete mit. Die Förderung wird bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt und ist auf höchstens 3.500 Euro je Raum begrenzt. Der genaue Fördersatz ist abhängig vom Volumen der Förderanträge und wird nach Eingang aller (fristgerechten) Anträge festgelegt.

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Herold weist darauf hin, dass Förderanträge für beide Gerätearten sind mit dem elektronisch bereitgestellten Antragsformular bis zum 31. Dezember 2020 (Ausschlussfrist) bei der örtlich zuständigen Regierung zu stellen sind. Der Zeitraum für förderfähige Beschaffungen reicht vom 1. Oktober 2020 bis einschließlich 31. März 2021.


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nb

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