Denkmalprämierung: Preisträger im Landkreis Neustadt-Bad Windsheim 2018

24.3.2018, 05:58 Uhr
Ursprünglich war das Schloss von Burghaslach ein Wasserschloss. Allerdings ist der Schlossgraben, der sich aus der Haslach speiste, mittlerweile größtenteils verlandet. Eine Brücke führt jedoch bis heute zu dem Fürstlich Castell’schen Schloss. ; Der dreigeschossige Walmdachbau setzt sich aus zwei Flügeln zusammen, die rechtwinklig aneinandergrenzen. Der Nordflügel stammt im Kern noch aus dem 17. Jahrhundert. Sein Dach wird auf 1725 datiert. Ein ab 1822 erfolgter Um- und Neubau prägt das heutige, klassizistische Erscheinungsbild des Gesamtbaus. Der Ostflügel wird als Schauseite zum Marktplatz durch eine Eckquaderung und eine rundbogigen Durchfahrt hervorgehoben.
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Burghaslach, Kirchplatz 1: Schloss Burghaslach

Ursprünglich war das Schloss von Burghaslach ein Wasserschloss. Allerdings ist der Schlossgraben, der sich aus der Haslach speiste, mittlerweile größtenteils verlandet. Eine Brücke führt jedoch bis heute zu dem Fürstlich Castell’schen Schloss. ; Der dreigeschossige Walmdachbau setzt sich aus zwei Flügeln zusammen, die rechtwinklig aneinandergrenzen. Der Nordflügel stammt im Kern noch aus dem 17. Jahrhundert. Sein Dach wird auf 1725 datiert. Ein ab 1822 erfolgter Um- und Neubau prägt das heutige, klassizistische Erscheinungsbild des Gesamtbaus. Der Ostflügel wird als Schauseite zum Marktplatz durch eine Eckquaderung und eine rundbogigen Durchfahrt hervorgehoben. © Julia Krieger

Sehr aufwendig hat man den Dachstuhl zimmermannsmäßig repariert. Die marode die Ankerbalkenlage wurde – endlich – saniert und verstärkt. Abschließend hat man wärmegedämmt und das Dach mit Fledermausgauben neu gedeckt. Auch die Fassade wurde gereinigt, die schadhafte Substanz restauriert bzw., soweit nötig, entfernt und ergänzt. ; Vor allem der enorme Aufwand, der zur Erhaltung des Dachstuhls betrieben werden musste, ist im Ergebnis von außen kaum wahrnehmbar, war aber höchstnotwendig. Er zeigt ebenso wie die bestandserhaltene Überarbeitung der Fassade eine technisch wie denkmalpflegerisch hervorragende und nachhaltige Ausführung, auf die viele Bauten dringendst angewiesen wären.
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Burghaslach, Kirchplatz 1: Schloss Burghaslach

Sehr aufwendig hat man den Dachstuhl zimmermannsmäßig repariert. Die marode die Ankerbalkenlage wurde – endlich – saniert und verstärkt. Abschließend hat man wärmegedämmt und das Dach mit Fledermausgauben neu gedeckt. Auch die Fassade wurde gereinigt, die schadhafte Substanz restauriert bzw., soweit nötig, entfernt und ergänzt. ; Vor allem der enorme Aufwand, der zur Erhaltung des Dachstuhls betrieben werden musste, ist im Ergebnis von außen kaum wahrnehmbar, war aber höchstnotwendig. Er zeigt ebenso wie die bestandserhaltene Überarbeitung der Fassade eine technisch wie denkmalpflegerisch hervorragende und nachhaltige Ausführung, auf die viele Bauten dringendst angewiesen wären. © Julia Krieger

Dem Bewusstsein um die denkmalpflegerische Verantwortung des Eigentümers ist es zu verdanken, dass in Burgbernheim-Buchheim eine zu dem Anwesen Am Schwarzenweg 6 gehörende Scheune erhalten blieb. Der landschaftstypische Sandsteinquaderbau mit Krüppelwalm von 1821 weist hofseitig und am Nordgiebel Fachwerk auf, die westliche Längsseite besteht komplett aus steinsichtigem Sandsteinquadermauerwerk. Den eingeschossigen, großvolumigen Baukörper mit zusätzlicher Lagerfläche in zwei Dachgeschossen und einem Keller kennzeichnet eine annähernd geschlossene Wand- und Dachfläche, die nur durch die Scheunentore unterbrochen wird.
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Burgbernheim-Buchheim, Am Schwarzenweg 6: Scheune

Dem Bewusstsein um die denkmalpflegerische Verantwortung des Eigentümers ist es zu verdanken, dass in Burgbernheim-Buchheim eine zu dem Anwesen Am Schwarzenweg 6 gehörende Scheune erhalten blieb. Der landschaftstypische Sandsteinquaderbau mit Krüppelwalm von 1821 weist hofseitig und am Nordgiebel Fachwerk auf, die westliche Längsseite besteht komplett aus steinsichtigem Sandsteinquadermauerwerk. Den eingeschossigen, großvolumigen Baukörper mit zusätzlicher Lagerfläche in zwei Dachgeschossen und einem Keller kennzeichnet eine annähernd geschlossene Wand- und Dachfläche, die nur durch die Scheunentore unterbrochen wird. © Julia Krieger

Der Besitzer, ein Nachkomme des Bauherrn, nahm sich 2016 trotz der zu erwartenden hohen Kosten engagiert und mit viel Eigenleistung der Sanierung der stattlichen Scheune an. ; Sie konnte inmitten ihres ursprünglichen, ortsbildprägenden Ensembles gesichert werden. Alle Bauteile der Tragekonstruktion wiesen erhebliche Schäden auf. An Decke und Dachwerk hatten Fäulnis und Pilzbefall das statisch desolate Schadensbild verschärft. Die Verbindungen waren nicht mehr kraftschlüssig, die Sparren zu schwach zum Auffangen der Lasten, wichtige Zapfenverbindungen fehlten. Im Mauerwerk der Westseite gab es deutliche Risse und sichtbare Verformungen. Zudem schädigte Feuchtigkeit das Fundament zusätzlich.
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Burgbernheim-Buchheim, Am Schwarzenweg 6: Scheune

Der Besitzer, ein Nachkomme des Bauherrn, nahm sich 2016 trotz der zu erwartenden hohen Kosten engagiert und mit viel Eigenleistung der Sanierung der stattlichen Scheune an. ; Sie konnte inmitten ihres ursprünglichen, ortsbildprägenden Ensembles gesichert werden. Alle Bauteile der Tragekonstruktion wiesen erhebliche Schäden auf. An Decke und Dachwerk hatten Fäulnis und Pilzbefall das statisch desolate Schadensbild verschärft. Die Verbindungen waren nicht mehr kraftschlüssig, die Sparren zu schwach zum Auffangen der Lasten, wichtige Zapfenverbindungen fehlten. Im Mauerwerk der Westseite gab es deutliche Risse und sichtbare Verformungen. Zudem schädigte Feuchtigkeit das Fundament zusätzlich. © Julia Krieger

Nach Behebung der statischen Schäden hat man das Fachwerk zimmermannsmäßig saniert, die Mauern stabilisiert und die Fassade farbig neu gefasst. Das Dach wurde neu gedeckt, die Verblechung und die Scheunentore ebenfalls erneuert. ; Der nun restaurierte Schmuckstein an der Fassade kündet in der Bauinschrift vom berechtigten Stolz auf die eigene Leistung des Bauherrn:
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Burgbernheim-Buchheim, Am Schwarzenweg 6: Scheune

Nach Behebung der statischen Schäden hat man das Fachwerk zimmermannsmäßig saniert, die Mauern stabilisiert und die Fassade farbig neu gefasst. Das Dach wurde neu gedeckt, die Verblechung und die Scheunentore ebenfalls erneuert. ; Der nun restaurierte Schmuckstein an der Fassade kündet in der Bauinschrift vom berechtigten Stolz auf die eigene Leistung des Bauherrn: "Diese Scheuren hat Erbaut Andreas Neumeister. im Jahr 1821". Man ist versucht, diese Inschrift mit einem deutlichen Lob zu ergänzen: "und wurde ebenso hervorragend wie vorbildhaft saniert. Im Jahr 2016". © Julia Krieger

In Scheinfeld reihen sich entlang der beiden Seiten der Hauptstraße zumeist giebelständige und zweigeschossige, aber ansonsten unterschiedlich charakterisierte Häuser eng aneinander. Zu diesem variantenreichen Ensemble zählt auch das Wohnhaus Nr. 11, ein breit gelagerter Krüppelwalmdachbau aus dem 17. Jahrhundert. Sein zur Straße gerichteter Schaugiebel wird von Zierfachwerk geschmückt. Breit profilierte Gesimse setzen das Obergeschoss sowie die beiden Dachgeschosse ab, die Etagen werden mit Fachwerkelementen, u.a. einem Feuerbock, ausdifferenziert. Geschnitzte Eckpfosten im Obergeschoss – eine Art Blattstab, der zwei von Voluten eingefasste Weinreben verbindet – sind nochmals an den beiden Gasthäusern in der Straße zu finden: in gleicher Form am zeitgleich datierten Haus Nr. 17, und detailreicher ausgestaltet an Haus Nr. 5.
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Scheinfeld, Hauptstraße 11

In Scheinfeld reihen sich entlang der beiden Seiten der Hauptstraße zumeist giebelständige und zweigeschossige, aber ansonsten unterschiedlich charakterisierte Häuser eng aneinander. Zu diesem variantenreichen Ensemble zählt auch das Wohnhaus Nr. 11, ein breit gelagerter Krüppelwalmdachbau aus dem 17. Jahrhundert. Sein zur Straße gerichteter Schaugiebel wird von Zierfachwerk geschmückt. Breit profilierte Gesimse setzen das Obergeschoss sowie die beiden Dachgeschosse ab, die Etagen werden mit Fachwerkelementen, u.a. einem Feuerbock, ausdifferenziert. Geschnitzte Eckpfosten im Obergeschoss – eine Art Blattstab, der zwei von Voluten eingefasste Weinreben verbindet – sind nochmals an den beiden Gasthäusern in der Straße zu finden: in gleicher Form am zeitgleich datierten Haus Nr. 17, und detailreicher ausgestaltet an Haus Nr. 5. © Julia Krieger

Umbauten in den 1960er Jahren hatten die Gestalt des Hauses sehr beeinträchtigt. Der Einbau eines neuen Treppenhauses und ein Anbau veränderte die historische Grundstruktur im Inneren deutlich. Das Erscheinungsbild der Fassade wurde durch den unsensiblen Einbau von Schaufensterfronten und durch den Wechsel von Fachwerk zu Massivbau empfindlich gestört.  ; Ein Teil dieser Überformungen konnte bei einer unlängst durchgeführten Fassaden- und Dachsanierung 2017 behoben werden.
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Scheinfeld, Hauptstraße 11

Umbauten in den 1960er Jahren hatten die Gestalt des Hauses sehr beeinträchtigt. Der Einbau eines neuen Treppenhauses und ein Anbau veränderte die historische Grundstruktur im Inneren deutlich. Das Erscheinungsbild der Fassade wurde durch den unsensiblen Einbau von Schaufensterfronten und durch den Wechsel von Fachwerk zu Massivbau empfindlich gestört. ; Ein Teil dieser Überformungen konnte bei einer unlängst durchgeführten Fassaden- und Dachsanierung 2017 behoben werden. © Julia Krieger

Die Eigentümer mussten jedoch zunächst den Dachstuhl sanieren und statisch ertüchtigen. Nicht mehr tragfähige Balken hat man dabei ausgetauscht und Balkenköpfe, Sparren und Dachbinder repariert. An der Fassade wurde das Fachwerk ausgebessert. Ein kleines Kruzifixrelief in einem der Gefache ist dabei aufgearbeitet worden. Zwar konnten die Änderungen im Erdgeschoss nicht vollständig zurückgenommen werden, die neue Gestaltung macht die frühere Ansicht jetzt aber nachvollziehbarer. Die profilierten Holzfenster mit Bleiverglasung nach historischem Vorbild verbessern zusammen mit der neuen Farbfassung die Fassadenwirkung deutlich. Insgesamt trägt die vorbildliche Sanierung äußerst verdienstvoll zum Erhalt des aus vielen, individuell gestalteten Einzelstücken bestehenden, besonderen Stadtbildgefüges Scheinfelds bei.
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Scheinfeld, Hauptstraße 11

Die Eigentümer mussten jedoch zunächst den Dachstuhl sanieren und statisch ertüchtigen. Nicht mehr tragfähige Balken hat man dabei ausgetauscht und Balkenköpfe, Sparren und Dachbinder repariert. An der Fassade wurde das Fachwerk ausgebessert. Ein kleines Kruzifixrelief in einem der Gefache ist dabei aufgearbeitet worden. Zwar konnten die Änderungen im Erdgeschoss nicht vollständig zurückgenommen werden, die neue Gestaltung macht die frühere Ansicht jetzt aber nachvollziehbarer. Die profilierten Holzfenster mit Bleiverglasung nach historischem Vorbild verbessern zusammen mit der neuen Farbfassung die Fassadenwirkung deutlich. Insgesamt trägt die vorbildliche Sanierung äußerst verdienstvoll zum Erhalt des aus vielen, individuell gestalteten Einzelstücken bestehenden, besonderen Stadtbildgefüges Scheinfelds bei. © Julia Krieger

Die Freiherren von Seckendorff-Aberdar ließen ab 1765/66 die Kirche St. Erhard in Sugenheim als evangelische Predigtkirche neu errichten. Auf den Resten einer spätmittelalterlichen Kirche entstanden ein Saalbau mit Walmdach und Querhaus in schlichten Barockformen und 1769 bis 1773 ein Turm mit welscher Haube. Die als Markgrafenstil bezeichnete Charakteristik zeigt sich im Inneren in der gleichwertigen Anordnung des Altars und der Kanzel an der Kanzelwand mit der Orgelempore darüber. Sie spiegelt die Liturgie wider, bei der das verkündete Wort im Zentrum steht. Dass dieses von jedem Besucher gut gehört werden kann, stellen die umlaufenden, zweigeschossigen Emporen sicher.
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Sugenheim, Kirchstraße 16: evang.-luth. Kirche, St. Erhard

Die Freiherren von Seckendorff-Aberdar ließen ab 1765/66 die Kirche St. Erhard in Sugenheim als evangelische Predigtkirche neu errichten. Auf den Resten einer spätmittelalterlichen Kirche entstanden ein Saalbau mit Walmdach und Querhaus in schlichten Barockformen und 1769 bis 1773 ein Turm mit welscher Haube. Die als Markgrafenstil bezeichnete Charakteristik zeigt sich im Inneren in der gleichwertigen Anordnung des Altars und der Kanzel an der Kanzelwand mit der Orgelempore darüber. Sie spiegelt die Liturgie wider, bei der das verkündete Wort im Zentrum steht. Dass dieses von jedem Besucher gut gehört werden kann, stellen die umlaufenden, zweigeschossigen Emporen sicher. © Julia Krieger

Allerdings wies dieser kunsthistorisch bedeutende Kirchenbau mit seinen zahlreichen, aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammenden Epitaphien innen wie außen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Unter anderem beeinträchtigten witterungsbedingte Schäden die Fassade, lösten sich Putz- und Farbschichten von den Außen- und Innenwänden. Die Auflager der Empore waren durch Holzschädlinge angegriffen und benötigten daher dringend statische Sicherung. ; Am bereits 2008 sanierten Dach waren glücklicherweise nur kleinere Maßnahmen nötig.
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Sugenheim, Kirchstraße 16: evang.-luth. Kirche, St. Erhard

Allerdings wies dieser kunsthistorisch bedeutende Kirchenbau mit seinen zahlreichen, aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammenden Epitaphien innen wie außen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Unter anderem beeinträchtigten witterungsbedingte Schäden die Fassade, lösten sich Putz- und Farbschichten von den Außen- und Innenwänden. Die Auflager der Empore waren durch Holzschädlinge angegriffen und benötigten daher dringend statische Sicherung. ; Am bereits 2008 sanierten Dach waren glücklicherweise nur kleinere Maßnahmen nötig. © Julia Krieger

Die bei der Generalsanierung 2016/17 zu bewältigenden Aufgaben waren ebenso vielfältig wie zahlreich: Erst nach Behebung der Ursachen für sämtliche Feuchtigkeitsschäden konnte die Außenfassade saniert werden. Die Raumschale und die Innenausstattung hat man nach einer Putzsanierung und Stuckrestaurierung neu gefasst bzw. polychrom marmoriert. Die statischen Mängel an den Emporen konnten durch den Einzug neuer Balken behoben werden. Ebenso wie die gesamte Ausstattung hat man die Epitaphien der Patronatsherren aufgearbeitet und renoviert. Schließlich wurden noch die veraltete Technik und die Heizung modernisiert.
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Sugenheim, Kirchstraße 16: evang.-luth. Kirche, St. Erhard

Die bei der Generalsanierung 2016/17 zu bewältigenden Aufgaben waren ebenso vielfältig wie zahlreich: Erst nach Behebung der Ursachen für sämtliche Feuchtigkeitsschäden konnte die Außenfassade saniert werden. Die Raumschale und die Innenausstattung hat man nach einer Putzsanierung und Stuckrestaurierung neu gefasst bzw. polychrom marmoriert. Die statischen Mängel an den Emporen konnten durch den Einzug neuer Balken behoben werden. Ebenso wie die gesamte Ausstattung hat man die Epitaphien der Patronatsherren aufgearbeitet und renoviert. Schließlich wurden noch die veraltete Technik und die Heizung modernisiert. © Julia Krieger

Im rückwärtigen Garten des altehrwürdigen „Gasthofs zum Hirschen“ am Bad Windsheimer Holzmarkt steht ein kleines, ehemaliges Werkstattgebäude. Seine Bauzeit ist ungewiss; in den Urkatasterplan von 1828 ist es jedoch bereits eingezeichnet. Mit seiner Außenseite verläuft der schmale, langgezogene Satteldachbau entlang der Hirschengasse. Gartenseitig besitzt er noch bauzeitliche Holzfenster und Türen und im Inneren gibt es ein preußisches Kappengewölbe.
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Bad Windsheim, Holzmarkt 14: Werkstattgebäude

Im rückwärtigen Garten des altehrwürdigen „Gasthofs zum Hirschen“ am Bad Windsheimer Holzmarkt steht ein kleines, ehemaliges Werkstattgebäude. Seine Bauzeit ist ungewiss; in den Urkatasterplan von 1828 ist es jedoch bereits eingezeichnet. Mit seiner Außenseite verläuft der schmale, langgezogene Satteldachbau entlang der Hirschengasse. Gartenseitig besitzt er noch bauzeitliche Holzfenster und Türen und im Inneren gibt es ein preußisches Kappengewölbe. © Julia Krieger

Die Nähe zu einer ebenfalls unter Schutz stehenden Ulme wurde dem Denkmal zuletzt zum Verhängnis. Immer näher war ihr Stamm der Traufseite gekommen. Zuletzt hatte er diese und das Dach bereits eingedrückt. Da beide Objekte gesetzlich geschützt sind, war guter Rat teuer. Schließlich durfte keines der Objekte zugunsten des anderen entfernt werden. Die Lösung bestand darin, eine kleine Nische in die Außenwand des Werkstattgebäudes zu brechen. Dies geschah so denkmalverträglich wie möglich, ohne die tragende Konstruktion zu schädigen und unter Einsatz passender Materialien. Auch das Dach wurde um den Stamm herum ausgeschnitten und zukunftsweisend um einige zusätzliche Latten zurückgebaut. Jetzt kann der Baum in den nächsten Jahren sogar noch an Umfang zulegen, ohne das Gebäude erneut zu schädigen.
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Bad Windsheim, Holzmarkt 14: Werkstattgebäude

Die Nähe zu einer ebenfalls unter Schutz stehenden Ulme wurde dem Denkmal zuletzt zum Verhängnis. Immer näher war ihr Stamm der Traufseite gekommen. Zuletzt hatte er diese und das Dach bereits eingedrückt. Da beide Objekte gesetzlich geschützt sind, war guter Rat teuer. Schließlich durfte keines der Objekte zugunsten des anderen entfernt werden. Die Lösung bestand darin, eine kleine Nische in die Außenwand des Werkstattgebäudes zu brechen. Dies geschah so denkmalverträglich wie möglich, ohne die tragende Konstruktion zu schädigen und unter Einsatz passender Materialien. Auch das Dach wurde um den Stamm herum ausgeschnitten und zukunftsweisend um einige zusätzliche Latten zurückgebaut. Jetzt kann der Baum in den nächsten Jahren sogar noch an Umfang zulegen, ohne das Gebäude erneut zu schädigen. © Julia Krieger