Diebacher Dorfgemeinschaftshaus nimmt Gestalt an

14.4.2017, 18:51 Uhr
An diesem Dorfgemeinschaftshaus wollen die Diebacher selbst mit Hand anlegen, die sich auch in die Planung einbrachten.

An diesem Dorfgemeinschaftshaus wollen die Diebacher selbst mit Hand anlegen, die sich auch in die Planung einbrachten. © Harald Munzinger

Dessen Planung hat der Architekt Bernd Krampe denn auch mit den Bewohnern des Neustädter Ortsteiles und dem Amt für Ländliche Entwicklung abgestimmt, da das "Häusla" im Rahmen der Dorferneuerung entstehen wird. Der ursprüngliche Entwurf wurde überarbeitet und nun ein acht mal zwölf Meter großer "Kopfbau" mit zurückgenommenen Toiletten an der Stelle des alten Milchhäuslas und eines kleinen Nebengebäudes gebaut. Er bietet Platz für eine kleine Küche und Theke sowie einen unterteilbaren 58 Quadratmeter großen Raum für 44 Personen, der sich auch für Feierlichkeiten eignet. Ein Ausbau des Dachbodens ist nicht vorgesehen, aber optional möglich. 

Sowohl die Jugend, als auch der Feuerwehrvorstand hätten sich engagiert in das Nutzungskonzept eingebracht, berichtete Krampe im Stadtrat, der diese Bürgerbeteiligung in Diebach über alle Generationen hinweg als beispielhaft würdigte und das Projekt einstimmig befürwortete. Mit 428.000 Euro veranschlagt, wird sich die Förderung für das Gebäude mit 171 Quadratmetern Nutzfläche auf 189.000 Euro belaufen.

Mit Eigenleistungen wollen die Bürger die Stadtkasse entlasten, berichtete Stadtrat Karlheinz Summ, "dass die Diebacher dazu schon in den Startlöchern stehen". Deren tolle Dorfgemeinschaft nach vielen Jahren des Wartens auf ihr "Häusla" mit einem baldigen Baubeginn zu würdigen, "das Zukunft, Kultur und Leben in Diebach sichert", fand Heike Gareis über die Fraktionen hinweg einvernehmliche Zustimmung und Bürgermeister Klaus Meier sah im Gemeinschaftshaus einen Beitrag der Dorferneuerung, die Dörfer lebenswert zu gestalten und die Jugend in ihrer Heimat zu halten.

Betonpflaster als Alternative

Für die Neugestaltung des Schlossplatzes im Zuge der Generalsanierung der Grundschule Neues Schloss war der Beschlussvorschlag für das Granit Groß- und Kleinsteinpflaster nach erfolgter Bemusterung schon formuliert, doch scheiterte die Abstimmung am Einwand des Zweiten Bürgermeisters Peter Holzmann. Dessen Vorschlag eines Preisvergleiches mit heute in vielfältiger Form angebotenem Betonpflaster fand breite Zustimmung im Gremium, zumal sich mit diesem "gut und gerne 50.000 Euro sparen lassen, während wir in anderer Sache um 3000 Euro debattieren", so Holzmann.

Gut wenn sich ein Bürgermeister in der

Gut wenn sich ein Bürgermeister in der "Medien-Technik" auskennt. © Harald Munzinger

Auf den Gehwegen ist das Granitpflaster im Hinblick auf ein einheitliches Bild im Altstadtquartier unstrittig. Ob in der Fläche Betonpflaster als Alternative zum deutlich teureren Granit verlegt werden soll, kann nun die Projektgruppe entscheiden, die zeitnah einberufen werden soll, um einen gewünschten schnellen Beginn des ersten Bauabschnittes zu ermöglichen. Riedel im Baugestaltungsbeirat Neu in den Baugestaltungsbeirat berufen wurde mit Stadtratsbeschluss der Fotografenmeister Andreas Riedel. Der Vorsitzende Dr. Dr. Rudolf Hahn und Carola Kabelitz sind auf eigenen Wunsch aus dem Gremium ausgeschieden.

Diesem gehören weiter der Künstler Peter Pabst, die Stadtplanerin Ute Ritter Krauß, der Leiter des Bauamtes, Gerald Schorr, sowie Wolfgang Schobert an. In der Satzung verankert, erübrigte sich die Frage der FWG-Fraktionsvorsitzenden Kerstin Rauner nach der Notwendigkeit des Baugestaltungsbeirates. Bestätigt wurde vom Stadtrat die Wiederwahl des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Schellert, Hermann Hufnagel sowie dessen Stellvertreters Norbert Göß. Kreisbrandrat Alfred Tilz hatte seine Zustimmung zur Wahl schon zuvor gegeben. Am 22. Juli findet das "Neustadt-Treffen" in Neustadt bei Coburg statt.

Aus der Kreisstadt wird ein Bus eingesetzt, um an diesem Ereignis teilzunehmen. Dies empfiehlt Erster Bürgermeister Klaus Meier, der diese "größte Partnerschaftsinitiative in Europa" würdigt. Organisiert wird der Tagesausflug mit Rahmenprogramm von Werner Neudecker, der über weitere Einzelheiten informiert und die Anmeldungen entgegen nimmt. Dass bei einer möglichen Amtshaftung die Polizei oder das Landratsamt in der Verantwortung seien, erklärte Bürgermeister Meier auf die Bürgerklage von Dieter Übler, dass wohl erst ein schweres Unglück geschehen müsse, ehe die Fußgänger beim Passieren der Bahnhofstraße (Höhe Riedweg) geschützt werden.

Er habe einen Zebrastreifen befürwortet, so der Bürgermeister in Übereinstimmung der Gefahrenlage, doch sei dies bei einem Ortstermin von Polizei und Landkreis abgelehnt worden. Zumindest den Gehweg so weit vorzuziehen, dass Fußgänger an parkenden Fahrzeugen vorbei Einblick in die Bahnhofstraße zu bekommen, schlug Übler als Alternative vor. 

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