11°

Freitag, 18.10.2019

|

Dorfplatz Dettendorf mit Bürgerfest übergeben

Fröhliches Fest an der "neuen Mitte" gefeiert - 02.09.2019 13:56 Uhr

Das Backhaus ist das Schmuckstück des neuen Dettendorfer Dorfplatzes. Erster Bürgermeiter Christian von Dobschütz würdigte stellvertretend für alle Mitwirkenden Kurt Endlein und Werner Richter (v. l) für eine großartige Leistung. © Harald Munzinger


Erster Bürgermeister Christian von Dobschütz nannte das Ereignis als „bemerkenswert und außergewöhnlich“, da in der Realisierung der Idee für diesen Dorfplatz „unglaublich viel ehrenamtliche Arbeit steckt“. Der Erstellung eines schmucken Backhauses, der Herrichtung des Untergrundes sowie der Anlage der Grünfläche und den Pflasterarbeiten zollte er „meine Hochachtung, meinen Respekt, meine Anerkennung“.

Sie galt dem vor einem Dreivierteljahr gegründeten „Dorfverein Dettendorf“ mit seinen in kürzester Zeit vereinten 88 Mitgliedern um Vorsitzenden Kurt Endlein. Der teilte das Lob mit vielen emsigen Kräften, die über 2500 Stunden in dieses Projekt eingebracht hatten, an dessen Anfang die Frage stand, was mit dem Kriegerdenkmal geschehen sollte, das von seinem angestammten Platz entfernt werden musste.

Gemeinderat bewilligte 30.000 Euro

Die Soldatenkameradschaft sorgte für eine würdevolle Einweihung des versetzten Kriegerdenkmals. © Harald Munzinger


Bei unterschiedlichen Ansichten darüber suchte der Bürgermeister nach der salomonischen Lösung über eine Mehrheitsentscheidung. Bei einer Bürgerbefragung kristallisierte sich der Wunsch nach einem Dorfplatz heraus, da es in Dettendorf kein Wirtshaus und damit keinen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft mehr gibt. Kurt Endlein habe einen Plan für diesen Platz ersonnen und er sich der Mittelbeschaffung angenommen, erinnerte Christian von Dobschütz an die Anfänge des Projektes am Altenbucher Weg, in dessen Zug die letzte unbefestigte Straße im gesamten Gemeindebereich Geschichte und ein Löschwasserbehälter einbezogen sein sollte.

30.000 Euro bewilligte der Gemeinderat für den Dorfplatz mit dem neuen, würdigen Standort für das Kriegerdenkmal, 15.000 Euro sollten ihn aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes verwirklichen helfen. Dies sollte aber in erster Linie mit dem Einsatz des Dorfvereins gelingen, in dem Werner Richter besondere Anerkennung galt, „der mit unglaublich viel Liebe und Akribie insbesondere an dem Backhaus gearbeitet“ habe, hat, wie der Bürgermeister dessen Multitalent ebenso würdigte, wie eine grandiose Teamleistung, auf die alle Beteiligten „mehr als stolz“ sein dürften.

Gefühl der Gemeinschaft

Für Christian von Dobschütz fügt sich der Dettendorfer Dorfplatz in das Gesamtkonzept der „Familiengemeinde“, das darauf ausgerichtet ist, den Menschen auch in Zukunft einen tollen Lebensraum zu bieten. Ein wichtiger Baustein in diesem Konzept seien Treffpunkte, um das soziale Miteinander zu fördern, das Gefühl der Gemeinschaft zu entwickeln. Dass dies in Dettendorf mit seinem neuen Zentrum gelungen sei, stellte Kurt Endlein fest. Die Gestaltung des Dorfplatzes habe spürbar den Zusammenhalt im Ort gestärkt, was mit Musik und einem prächtigen Torten-/Kuchenbüfett gefeiert werden sollte. Der würdevollen Einweihung des Kriegerdenkmals am neuen Standort nahm sich die Soldatenkameradschaft Diespeck mit Vorsitzendem Theodor Kinkelin an.

Der aktive Dorfverein lädt jeden Freitag zum Stammtisch ein, schürt immer wieder zum gemütlichen Treffen und Plaudern den Backofen an und unternimmt Ausflüge.

Harald J. Munzinger

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Diespeck