Mittwoch, 23.10.2019

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Empfänge für "ABC-Schützen" und Luftballonstart

Toller erster Schultag - 10.09.2019 16:42 Uhr

Rektorin Roswitha Röder legte mit stellvertretendem Landrat Bernd Schnizlein und weiteren Ehrengästen (v. l.) den Erstklässlern der „Schloss-Grundschule“ die Sicherheitstrapeze an. © Harald Munzinger


Mit der „Mensa“ hat die Schloss-Grundschule nun einen wesentlich schöneren Rahmen, als einst in der Turnhalle. Eltern und Verwandte - zumindest die meisten in der großen Schar der Begleiter auf dem bedeutenden Schritt ins Schulleben -können gemütlich Platz nehmen und – vom Elternbeirat bewirtet – auch die erste Schulstunde ihrer Kinder überbrücken, die von den letztjährigen Erstklässlern mit einem Lied willkommen geheißen wurden. Zudem sollten sie auf originelle Weise erfahren, was etwa ein Löwe, ein Igel oder ein Floh sowie ein Rasenmäher oder Schnittlauch in der Schule lernen würden.

Mit Spannung verfolgten die „ABC-Schützen“ den Start ihrer Luftpost vom Schulanfang in Neustadt. Es könnte der letzte gewesen sein, wurden Überlegungen zum Schutz der Umwelt vor den Ballonabfällen bekannt. © Stadt Neustadt


Was sie in den drei ersten Klassen erwartet, beantworteten sie eifrig die Frage von Rektorin Roswitha Röder, die einst selbst zu den „ABC-Schützen“ der Grundschule im „Neuen Schloss“ gehört hatte, ebenso wie Klassenkamerad Jens Witt. Nun war der Polizeioberkommissar und Verkehrserzieher einer der Ehrengäste bei der „Einschulung“, zu der auch stellvertretender Landrat Bernd Schnizlein, Dritte Bürgermeisterin Kerstin Rauner und Verkehrswachts-Geschäftsführer Armin Reuter gekommen waren. Ferner mit Präsenten Repräsentanten der Sparkasse und VR-Bank, die ebenfalls den Mädchen und Jungen die leuchtendgelben Sicherheitstrapeze zum Schutz auf dem Schulweg anlegten. Mit diesen wurden alle 834 Erstklässler an den 20 staatlichen Grundschulen im Landkreis sowie an einer Privatschule „bestens ausgestattet“, 55 mehr zum Schuljahresbeginn 2018/19.

Jahrgangskombinierte Klassen

Die private Grundschule der „Frieda Lang Haus für Kinder GmbH Ergersheim“ besuchen am Schulstandort Uffenheim insgesamt 27 Kinder in einer jahrgangskombinierten Klasse eins bis vier. „Um der wachsenden Heterogenität der Schuleingangsstufe besser gerecht werden zu können, sind an insgesamt sechs der 20 Grundschulen jahrgangskombinierte Klassen eingerichtet“, ließ das Staatliche Schulamt wissen. 18 Klassen würden in der Kombination 1/2 von insgesamt 369 Kindern besucht, acht Klassen in der Kombination 3/4 von 134 Schülern.

Das Modell der „Flexiblen Grundschule“ weite die Möglichkeiten für ein effektives Eingehen auf individuelle Bedürfnisse der Kinder noch stärker aus und werde mit einer Zusatzförderung durch eigens zugewiesene Lehrerstunden versehen. Hier biete sich für sehr leistungsstarke Schüler die Gelegenheit, die erste und zweite Klasse in nur einem Jahr zu absolvieren, ohne dann in eine völlig neue Bezugsgruppe zu wechseln, wird dazu erklärt. Der gleiche Vorteil ergebe sich für Kinder, die eine längere Anlaufphase benötigten, um die für die weitere Bildungsbiografie bedeutsamen Grundlagen zu legen, indem sie die beiden Jahrgangsstufen in drei Jahren durchliefen.

Außergewöhnlich erfolgreiche Abschlüsse

An der Mittelschule Bad Windsheim und der Mittelschule am Turm in Neustadt würden die sogenannten Deutschstunden, die es eine überarbeitete Stundentafel gebe, mit einem eigenen Stundendeputat unterstützt, teilt das Staatliche Schulamt weiter mit. Daneben gebe es für Kinder mit Migrationshintergrund, die in Regelklassen unterrichtet würden, wieder Stunden, die dem Umfang der vergangenen Jahre entsprächen. Besonders betont wird in diesem Zusammenhang, „dass an allen Mittelschulen des Landkreises die SchulabgängerInnen mit Migrationshintergrund, die erst ein bis zwei Jahre in einer deutschen Schule unterrichtet wurden, wieder außergewöhnlich erfolgreich abgeschnitten haben“. Dies reiche von der sicheren Lehrstelle über eine weitere schulische Laufbahn bis zum Spitzenplatz beim Qualifizierenden Mittelschul- oder gar Mittelschulabschluss. Nur wenige seien an eine Berufsintegrationsklasse der Berufsschule gegangen.

hjm

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