Für Schulen und Kitas

Erfolg im dritten Anlauf: Neustadts Bürgermeisterin Heike Gareis setzte nach

17.9.2021, 14:58 Uhr
Seit 37 Jahren gehört Bernd Schnizlein (SPD) dem Neustädter Stadtrat an, wofür ihn Bürgermeister Klaus Meier mit anderen langjährigen Ratsmitgliedern ehrte.

Seit 37 Jahren gehört Bernd Schnizlein (SPD) dem Neustädter Stadtrat an, wofür ihn Bürgermeister Klaus Meier mit anderen langjährigen Ratsmitgliedern ehrte. © o.n.

Mit dem ersten Antrag für die Luftreinigung zum Schutz vor Coronainfektionen war Gareis gescheitert, zumal diese auch vom Landkreis abgelehnt worden waren. Die Dritte Bürgermeisterin konnte bei einer zweiten Abstimmung zuversichtlich sein, das Kollegium doch noch umstimmen zu können, das zunächst die Prüfung der örtlichen Gegebenheiten im Hinblick auf die Installationen von Filteranlagen durch ein Ingenieurbüro beschloss. Dass diese hilfreich gewesen sei, kam nun beim Beschluss gegen drei Stimmen zum Ausdruck, "vorhandene Lüftungsanlagen - soweit möglich - zu optimieren und RLT-Anlagen in allen Räumen einzubauen, welche die baulichen Voraussetzungen bieten".

Heike Gareis hatte noch einmal ihr Anliegen mit der Sorge vorgetragen, dass das gerade begonnene, wieder ein Schuljahr werden könne, "das von Einschränkungen im Schulbetrieb bedroht ist". Für sie stellte sich nach der Begutachtung des Fachbüros die Frage: "Wollen wir nur das unbedingt Notwendigste für den Gesundheitsschutz unserer Kinder tun oder das Bestmögliche". Richtiges Verhalten und Technik seien derzeit, gerade bei Kindern unter 12 Jahren, die einzig wirksamen Instrumente um das Infektionsgeschehen und damit die Kosten von Staat, Wirtschaft und die Gesellschaft einzudämmen.

Sie empfinde es, nach längerer Recherche und Überlegungen "geradezu fahrlässig, die technischen Schutzmöglichkeiten nur aus finanzieller und bequemer Sicht zu betrachten und die Folgekosten einer Infektion für die Familien, die Arbeitgeber und letztendlich auch für unsere Stadt außer Sicht zu lassen", führte die Dritte Bürgermeisterin aus und "plädierte dafür, dass wir heute für den Gesundheitsschutz unserer Kinder alles technisch Mögliche tun, um einen Präsenzunterricht aufrecht erhalten zu können.

Nicht nur politische Sonntagsbekenntnisse

Dass die "Kinder sind unsere Zukunft" dürfe nicht nur in politischen Sonntagsreden beteuert werden, so Gareis mit dem Verständnis für "alle Eltern und auch Lehrerverbände, die einen bestmöglichen Gesundheitsschutz für unsere Schulen fordern!" Den könne man heute beschließen, so formulierte sie ihre Bitte "das Wertvollste, was wir aus meiner Sicht haben zu schützen, so gut es geht. Unsere Kinder und Familien". Mit dem Beschluss sollen nun die Förderanträge gestellt und die Geräte angeschafft sowie aufgestellt beziehungsweise eingebaut werden.

Die Stadt Neustadt/Aisch sehe es als ihre Aufgabe an, allen Kindern in allen Schulen und Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft ein bestmögliches Schutzniveau zu bieten. Daraus folgend würden alle Einrichtungen - abhängig von den baulichen Voraussetzungen - mit den optimalen technischen Einrichtungen zur Bekämpfung der Pandemie und damit zur größtmöglichen Senkung der Virenlast in den einzelnen Einrichtungen schnellstmöglich aufgewertet, lautete die Beschlussvorlage. Räume die aufgrund ihrer Eigenart nicht mit einer RLT-Anlage (stationäre Raumlufttechnische Anlagen) ausgestattet werden könnten, erhielten als Mindeststandard MLR-Geräte (Mobile Luftreinigungsgeräte) zur Reduzierung der Virenlast. "Der optimale Schutz der Kinder vor SARS-CoV-2 und seinen Mutationen wird im Rahmen der Gleichbehandlung für alle Einrichtungen in Neustadt angestrebt", so der Beschluss mit drei Gegenstimmen.

Hatte sich damit ein "Herzenswunsch" der Dritten Bürgermeisterin erfüllt, ist sie bestrebt ihr "nächstes Herzensprojekt, die Quartiersplanung des alten Feuerwehrgerätehauses voranzutreiben". Sie hoffe auch hier - mit kleinen Schritten - zum Erfolg für unsere Mitmenschen zu kommen", so Heike Gareis.

In der Stadtratssitzung wurden Bernd Schnizlein (SPD) für 37 Jahre und Reinhard Wendel (FWG) für 31 Jahre Ratsmitgliedschaft geehrt. Mit Schnizlein hatte 1984 auch das Stadtratsmandat von Jürgen Brenner begonnen, das von 2002 bis 2014 ruhte, ehe es der SPD-Kommunalpolitiker wieder aufnahm. Seit 2008 Stadtrat der CSU-Fraktion, vertrat Wilfried Westhauser seit 1990 als Ortssprecher den Ortsteil Herrnneuses und wurde ebenso als langjähriges Mitglied des Rates geehrt wie Klaus Meier, 12 Jahre in der SPD-Fraktion, inzwischen 13 Jahre als Bürgermeister, wozu Stellvertreter Peter Holzmann die Auszeichnung vornahm.