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Dienstag, 18.06.2019

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Europas Wiege in Emskirchen

Leidenschaftliche Plädoyers in Heimat bekennender Europäer - 08.05.2019 15:21 Uhr

Mit Europa-Kandidat Matthias Dornhuber und der EU-Abgeordneten Kerstin Westphal freute sich Dritter Bürgermeister Christian Pöschl (v. r.) über die Europa-Plädoyers von zwei Emskirchner Urgewächsen. © privat


In seiner Begrüßungsrede bemerkte dritter Bürgermeister Christian Pöschl, dass die "Wiege Europas" wohl ein Stück weit in Emskirchen liege. Demnach stammen beide Politiker aus Emskirchen, wo sie sich in ihrer Jugend im SPD-Ortsverein Emskirchen engagiert und erste politische Erfahrungen gesammelt hätten, so Pöschl.

Kerstin Westphal berichtete über ihre Arbeit im Europaparlament. "Wir haben sicher schon einiges erreicht auf dem Weg zu einem besseren Europa, dennoch ist an vielen Stellen noch daran zu arbeiten, denn für mehr Solidarität in Europa ist es höchste Zeit", mahnte die EU-Abgeordnete. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Staaten wieder auf ihr eigenes Wohlergehen bedacht seien, könne es wirtschaftlicher Selbstmord sein, wenn die Europäische Union in 27 Kleinstaaten zerfiele.

Wohin das führe, zeige eindrucksvoll "der Scherbenhaufen beim Brexit", sagte Westphal. Gegen den Widerstand der konservativen und wirtschaftsliberalen Kräfte habe die SPD das Prinzip "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort" durchgesetzt. Die Jugendarbeitslosigkeit in einigen Ländern nannte sie eine Schande für Europa. Was nütze es, die "europäische Jugendgarantie" feierlich per Gesetz zu beschließen, wenn dann keine Taten folgten, kritisierte sie. Eine gute Ausbildung sei wichtiger denn je, das duale System in Deutschland bezeichnete Westphal als ein Erfolgsmodell.

"Europa sei ihm eine echte Herzensangelegenheit", konstatierte Matthias Dornhuber. Die Europäische Union sei eine Errungenschaft, die es zu verteidigen gelte. Die Europäische Union habe über 70 Jahre Frieden in den größten Teilen des Kontinents gesichert. Darüber hinaus habe sie mehr Wohlstand gebracht und es gelte dafür zu sorgen, dass dieser bei allen Menschen ankomme und auch den Schwächsten in unserer Gesellschaft Sicherheit gebe, so Dornhuber.

Soziale Unterschiede abzubauen sei ein zentraler Ansatz, auch in Europa selbst. Es ginge zum Beispiel darum, dass jeder ganz selbstverständlich das Recht haben müsse, fair bezahlt zu werden. Für die Busfahrerin hier und  ebenso wie in Portugal oder Tschechien. Für den Pfleger in Belgien ebenso wie in Italien. Als wichtiges Ziel nannte Dornhuber den "Stopp des Sozialdumpings".

Abschließend richtete sich mit dem Appell an die Versammlung, "gemeinsam alles in unserer Macht Stehende zu tun, um Europa zusammenzuhalten. Denn Europa ist die Zukunft!" 

nb

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