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Sonntag, 25.08.2019

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Ex-Minister Schmidt mit Landkreismedaille in Silber geehrt

Für die Heimat viel bewirkt - 19.07.2019 16:44 Uhr

Landrat Helmut Weiß überreichte Bundesminister a. D. Christian Schmidt (l.) die Landkreismedaille in Silber.


Für diese sollte die Kreistagssitzung ein würdiger Rahmen sein und sie den Geehrten sich „ein Stück weit zuhause fühlen lassen“. Denn 1984 hatte seine politische Karriere als Gemeinderat von Obernzenn und als Kreistagsmitglied begonnen. Schon zehn Jahre zuvor war Schmidt der Jungen Union beigetreten und ist in der Partei bis zum stellvertretenden Landesvorsitzenden (2011 bis 2017) aufgestiegen.

Sein großes Engagement und seine fachliche Kompetenz seien nach den Worten von Landrat Weiß „so hoch geschätzt worden“, dass Christian Schmidt von 2005 bis 2014 zum Staatssekretär in verschiedenen Ministerien ernannt und schließlich von 2014 bis 2018 zum Bundeslandwirtschaftsminister und von Oktober 2017 bis März 2018 zum geschäftsführenden Bundesverkehrsminister berufen worden war.

Der Geehrte habe sich stets für seine Heimatgemeinde Obernzenn und den Landkreis, ebenso für das eingesetzt und viel bewirkt, führte Weiß zu Würdigung mit dem Landkreisehrenzeichen in Silber aus. Sein vielfältiges Wirken für Staat und Gesellschaft hätten mehrfach hohe Auszeichnungen erfahren, von denen der Landrat das schon 2005 verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande und den Bayerischen Verdienstorden erwähnte, den der Unionspolitiker Christian Schmidt 2007 erhalten hatte.

Anerkennung wurde ihm vom Landkreis auch dafür gezollt, dass er die Belange von Heimatgemeinde und -kreis auf bundespolitischer Ebene vertrete, ein bodenständiger Mensch mit ausgeglichenem Wesen und großem Engagement geblieben sei und sich der Belange und Sorgen der Menschen annehme. Diese Bürgernähe werde mit einem hohen Vertrauen belohnt. Quer durch alle Fraktionen wurde der Bundesminister a. D. zur selten verliehenen Auszeichnung beglückwünscht.

Wichtige kommunalpolitische Erfahrung

Die erfolgreiche Bundespolitik basierte für Christian Schmidt auf den Erfahrungen in der Kommunalpolitik und dem dort entwickelten Gefühl für die richtige Einordnung der Aufgaben, die einem gestellt werden. Vieles habe sich in seiner Laufbahn verändert, „am meisten die Gesellschaft“, wobei die Fragen der Menschen die gleichen geblieben seien. Er habe sich, so Schmidt, in Frankens gemütlicher Ecke“ wohlgefühlt, dies nie als rückständig empfunden, sei der Landkreis doch vielfach bei Entwicklungen vornedran gewesen.

Bei der aktuellen Sorge um den Bestand der Krankenhäuser im Zusammenhang mit der in einer Bertelsmann-Studie empfohlenen drastischen Reduzierung der Kliniken, betonte Schmidt die Qualität - für die Häuser des Landkreises wohl eine Überlebensqualität - und versicherte den Landkreis seines Rückhaltes. Ebenso bei den Bestrebungen, dass Zuschüsse von Bund und Land auch als Mehrwert bei den Kommunen ankommen.

Das Thema Gesundheit stand auch auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung, wozu die Chefärzte Dr. Matthias Bender und Dr. Wolfgang Anderer sowie die Gerontologin Josefine Mühlroth Stellung nahmen. Sie stimmten auch auf den „Bad Windsheimer Gesundheistag“ ein, bei dem es am 6. Oktober im KKC um gesunde Ernährung und Bewegung im Alltag sowie um Lebensqualität und Vorbeugung von Erkrankungen geht, über Herzinfarkt, Schlaganfall und Arthrose informiert wird. 

Harald J. Munzinger

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