Förderprogramm geht in die Verlängerung

24.3.2021, 15:35 Uhr
Mit einem „Petri dank“ begrüßt MdL Gabi Schmidt die gekippte Osterruhe zugunsten des traditionellen Karfreitagskarpfen. Foto: Abgeordnetenbüro Schmidt

Mit einem „Petri dank“ begrüßt MdL Gabi Schmidt die gekippte Osterruhe zugunsten des traditionellen Karfreitagskarpfen. Foto: Abgeordnetenbüro Schmidt © Abgeordnetenbüro Schmidt

"Mit den Lüftern kann in Klassen- und Fachräumen ein Beitrag zum Infektionsschutz geleistet werden", stellt die Parlamentarierin der Freien Wähler aus Uehlfeld mit. Die Antragsfrist, um sich bei der Beschaffung mobiler Luftreinigungsgeräte finanziell unterstützen zu lassen, werde bis zum 30. April verlängert. Die Beschaffung selbst müsse dann bis zum 31. Juli über die Bühne gehen.

"Viele Sachaufwandsträger sind bereits in den vergangenen Monaten in Vorleistung gegangen oder haben schon die Möglichkeit des Förderprogramms genutzt - allen anderen möchten wir nun noch die Chance geben, die Unterrichtsräume ebenfalls aufzurüsten", so MdL Schmidt. Rechnung getragen werde mit der Verlängerung auch dem Umstand, dass kommunale Sachaufwandsträger, die durch zeitintensive Vergabeverfahren gefordert seien, mehr Zeit brauchen.

Karfreitagskarpfen gerettet

Erleichtert reagierte die stellvertretende Vorsitzende der Freie-Wähler-Landtagsfraktion und Teichwirtin aus dem "Karpfenland Aischgrund" darauf, dass die von der Ministerpräsidentenkonferenz ursprünglich beschlossene "Osterruhe" gekippt wurde. Denn damit dürfe in Bayern auch an Gründonnerstag der traditionelle Karfreitags-Fisch verkauft werden, für ganz besonders die Regel gelte: "Fisch kauft man frisch".

"Doch die vom jüngsten Bund-Länder-Gipfel ursprünglich beschlossene Schließung der Läden an Gründonnerstag drohte unsere Teichwirtschaft in Bayern in eine Katastrophe zu stürzen", stellte Schmidt fest. Die Freien Wähler im Landtag hätten entsprechend Druck gemacht und seien sehr erleichtert, dass Bundeskanzlerin Merkel ihren Irrtum eingestanden und die sogenannte Osterruhe gekippt habe. Nun dürften also auch an Gründonnerstag alle Fische und Fischprodukte verkauft werden. "Ostern ist im Lebensmitteleinzelhandel die umsatzstärkste Zeit - noch vor Weihnachten. Deshalb weiß ich nicht, was die Verantwortlichen der Ministerpräsidentenkonferenz geritten hat, als sie entschieden, ausgerechnet an Gründonnerstag die Geschäfte zusperren zu wollen", so die Landtagsabgeordnete in einer Pressemitteilung. Mit einem "Petri dank" stellte sie fest: "Glücklicherweise kommt es nun anders".

Im "Karpfenland Aischgrund", einem der bekanntesten Teichgebiete Deutschlands, bereitet Corona den rund 1200 Teichwirten sorgen. Durch den Lockdown der Gastronomie konnten viele Speisekarpfen in bester Qualität aus den etwa 7200 Teichen nicht abgesetzt werden. Deshalb wird in der Karwoche neben dem Kauf frischer Karpfen der Straßenverkauf fertig zubereiteter "Karpfen to go" empfohlen. Dies sei, so der Appell, "existenziell wichtig, um die heimische Gastronomie und Teichwirtschaft sowie damit die einmalige Teichlandschaft im Aischgrund zu erhalten".