Mittwoch, 29.01.2020

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Fränkisch, hessisch und kulinarisch

Programm 2020 in Münchsteinachs alten Mauern steht - 09.12.2019 15:06 Uhr

Im Sommer sorgte der „Slotkoor“ für einen Höhepunkt des Kulturprogrammes in Münchsteinachs „alten Mauern“. Er würde gerne zu einem „Wiederhören 2020“ wiederkommen.

Im Sommer sorgte der „Slotkoor“ für einen Höhepunkt des Kulturprogrammes in Münchsteinachs „alten Mauern“. Er würde gerne zu einem „Wiederhören 2020“ wiederkommen. © Harald Munzinger


Dieses beginnt am 18. Januar mit einem „Gräschkurs Fränkisch“, in dem niemand besser „die Exkursion in die Tiefen unserer Heimat und Sprache“ leiten könnte, als der Mundartdichter Helmut Haberkamm. Hat er doch den fränkischen Dialekt auf den Bühnen und Buchregalen „salonfähig gemacht“ und lässt dessen Blüten sprießen, wenn etwa „a zweggerder Bolandi“ mit seiner Umwelt „ieberzwerch“ ist.

Auf seiner „unterhaltsamen Entdeckungsreise durch die Vorzüge und Hintergründe der fränkischen Sprache“ wird Haberkamm von Winni Wittkopp und dessen Piano-Partner Arne Unbehauen begleitet, die in der „Kulturscheune“ mit ihren originellen Songs dazu beitragen, das sich der „erwünschte Lernerfolg spielend einstellt“.

Gnadenloser hessischer Humor

Geistreich und witzig geht es am 14. März weiter. Dann allerdings mit ganz anderen Klangbildern, denn das Original Walter Renneisen bringt die Hessen „mit ihrem gnadenlosen Humor und ihren Widersprüchen gegen Alles und Jeden“ in die Münchsteinacher Kulturscheune. In der werden die Franken den „außergewöhnlichen Verstand“ kennenlernen, den schon Tacitus 98 nach Christus in seiner „Germania“ beschrieben hatte.

„Gessn wird heid ned derhamm“ heißt es wieder typisch fränkisch, wenn am 7. November zur „Fränkischen Bierverkostung, Bratwurstvarianten und Musik“ in die Kulturscheune eingeladen wird. Umrahmt wird der kulinarische Abend mit Live-Musik.

Musik zieht sich auch wie der berühmte rote Faden durch das Jahresprogramm von „Kunst und Kultur in alten Mauern“. Angefangen vom Gottesdienst mit Klosterhofkonzert am 12. Juli, über „30 Minuten Orgelmusik“ am 8., 15. und 22. August jeweils an 19 Uhr im St. Nikolaus-Münster bis zum Herbstkonzert der Kirchengemeinde Münchsteinach am 18. Oktober.

Große Konzerte im Kerzenschein

Und natürlich auch mit den „Festlichen Konzerten bei Kerzenschein“ im Münster, Glanzpunkten im „Musikzauber Franken“. Für diese sorgen am 20. Juni der „Amadeus Chor Neuendettelsau“ und das Bläserensemble Paul Schemm mit „Magic Brass“. Die Besuchern werden damit „erlesene Chormusik mit gestalterischer Farbigkeit und exzellenter Finesse“ bei den A-capella-Werken des renommierten Chores und der Glanz von Trompeten, Posaunen, Horn und Tuba angekündigt, mit dem das Bläserensemble Erfolge auf nationalen wie internationalen Bühnen feierte und im Konzert die Highlights aus seinem „Magic-Brass“-Programm darbieten wird.

Auch mit dem „Elisen-Quartett“ aus Fürth wird am 3. Oktober Musik von exzellenter Qualität geboten, für die das Ensemble mit zwei Violinen, Viola und Violoncello unter anderem mit dem Kulturförderpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet wurde. Sein Repertoire reicht von klassisch-romantischen Werken bis zu zeitgenössischen Kompositionen aus Franken. Als Höhepunkt des Abends wird Mozarts „Kleine Nachtmusik“ in der stimmungsvollen Atmosphäre des Münsters im Kerzenschein angekündigt.

Eine Wiederholung eines Highlights dieses Jahres, das Konzert, des niederländischen „Slotkoores“ könnte sich noch „ins Programm schieben“. Die Sängerinnen und Sänger fühlten sie sich in Münchsteinach so wohl, dass sie gerne wieder kommen würden. Dr. Erich Zimmermann ist mit dem Chor in Kontakt und stimmt mit ihm, wie mit der Gemeinde einen möglichen Termin ab.

Zum festen Bestandteil des Kulturprogrammes zählen die Aufführungen der Theatergruppe, für die bereits die vier Vorstellungen in den jungen Mauern der „Steinachgrundhalle“ terminiert sind. Und auch der Adventsmarkt 2020 steht 29. November auf den Klosterhof schon fest.

Harald Munzinger

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