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Dienstag, 16.07.2019

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Fränkisches Freilandmuseum lädt zu einer langen Nacht ein

Vielfältiges Programm mit Genüssen für alle Sinne - 18.06.2019 18:32 Uhr

In frühere Zeiten versetzen die „abendliche Landwirtschaft und Stallarbeit“ in der Museumsnacht, zu der das „Fränkische Freilandmuseum“ am 22. Juni einlädt. © Harald Munzinger


Die "Sternenfrau Lucinda" heißt die Gäste ab 18 Uhr am Museumseingang willkommen und wird sie im Laufe der Nacht auch in der Baugruppe Altmühlfranken beziehungsweise auf dem Museumshügel bezaubern. Zwei Ausstellungen sind in der "Betzmannsdorfer Scheune" mit bunten Mustern von der Malerwalze sowie Zinn vom 17. Jahrhundert bis heute zu besichtigen. Ob man sich für die "Party in der Kuckucksuhr", für Tänze und Lieder der Renaissance, für Seiltanztheater oder für Balladen um alte einsame Mühlen entscheidet, macht die Wahl zur Qual, zumindest was die Reihenfolge betrifft.

Denn die Vorstellungen wiederholen sich ebenso wie etwas jene der "Landstreicher", des Straßentheaters, bizarre Magie um dunkle fränkische Geschichten, Puppentheater, ein "Sprachkurs" mit bösen Ortsschimpfnamen oder eine heitere Reise mit literarischem Getier. In vielen Stuben wird auf ganz unterschiedliche Art musiziert, ehe zauberhafte Lichtinstallationen auf den Dorfplatz locken und der Nachtwächter mit den "Bad Windsheimer Sängern und Spielleut" ein letztes Mal zur Mitternacht die "Leut‘ aufhorchen" lässt.

Davor zieht das Landleben das Interesse auf sich, ist der Schäfer mit seiner Herde im Museumsgelände unterwegs, locken rhythmische Schläge zur Schmiede, kann beim Honigschleudern, Weben oder Wollspinnen zugeschaut und die "abendliche Landwirtschaft und Stallarbeit" beobachtet beziehungsweise "eine ruhige Kugel geschoben" werden auf der historischen Kegelbahn. Dies alles runden Gaumenfreuden ab, können von den Feuerspatzen zum Malzkaffee, "Grillwörschd zum Museumsbier" oder rohe Baggers mit Apfelmus ebenso genossen werden, wie mit Bärlauchquark.

Auch die Knieküchli dürfen nicht fehlen. Über Karbidlampen wird beim Ziegelbrennofen, über Petroleumlampen im Bauernhaus aus Almoshof und in jenem aus Gungolding für Öl- und Talglampen informiert. Nach Einbruch der Dunkelheit sorgen Fackeln für die sicheren Museumswege, auf denen der Programmflyer ein unverzichtbarer Begleiter zu den "Brennpunkten" des Geschehens ist. Dieser liegt an der Museumskasse auf. 

Harald J. Munzinger

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