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Samstag, 11.07.2020

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Freibäder auf – aber wie?

Bürgermeister aus dem Landkreis trafen sich zur Absprache
- 05.06.2020 12:15 Uhr

Neustadts Erster Bürgermeister Klaus Meier (2. v. l.) empfing im Waldbad das Kollegium der "Badeorte" im Landkreis zur Abstimmung der Maßnahmen bei der anstehenden Öffnung der Freibäder. © Karl-Heinz Kolb


Besprochen wurde, wie einzelne Vorgaben zu werten und konkret umgesetzt werden können. Alle Teilnehmer sprachen sich klar dafür aus, dass der Gesundheitsschutz der Badegäste oberste Priorität hat. Wie in allen anderen (teilweise) "geöffneten" Lebensbereichen gilt auch in unseren Freibädern: Abstand halten, Hygienevorschriften ernst nehmen!

"Wir werden hierzu etliche, teils aufwändige Maßnahmen ergreifen, müssen aber auch auf die Vernunft und Rücksicht aller unserer Gäste setzen" formulierte es eingangs Klaus Meier, Erster Bürgermeister der Stadt Neustadt. Sein Kollege Wolfgang Lampe aus Uffenheim ergänzte: "Die zusätzlichen Regeln sind die Grundvoraussetzung dafür, dass wir öffnen dürfen. Es wird für alle eine Herausforderung, aber wir sind gut gewappnet."

Kleinere Bäder haben nach Feststellung der Bürgermeisterrunde den Vorteil, die meisten Besucher gut zu kennen: "Unsere Gäste werden dankbar sein, wenn wir wieder öffnen – da will keiner riskieren, dass wir zum Hotspot werden und das Bad wieder schließen müssen", erklärte der Burghaslacher Bürgermeister Armin Luther. Matthias Schwarz aus Burgbernheim hofft wie alle seine Kolleginnen und Kollegen, dass die Gäste Verständnis zeigen werden dafür, dass diese sich in Anwesenheitslisten eintragen und je nach Besucherandrang vielleicht auch kleinere Beschränkungen hinnehmen müssen.

"Schlange stehen oder Pfeilen auf dem Fußboden folgen müssen sind viele Leute doch schon vom Einkaufen oder aus der Schule gewohnt und halten sich da auch dran." "Deshalb hoffe ich sehr, dass bald auch wieder Gäste unter 14 Jahren ohne Begleitung eines Erwachsenen in unser Bad dürfen," führte Claudia Wust, Bürgermeisterin aus Neuhof/Zenn aus: "Ich setze darauf, dass die Eltern mit ihren Kindern ein entsprechendes Verhalten einüben – auf den Spielplätzen klappt das ja schon hervorragend.

Erfahrungen bei durchwachsenem Wetter sammeln

Für eine schnelle Öffnung nach dem 8. Juni warb Thomas Hartlehnert, der als Leiter der Stadtwerke in Bad Windsheim das dortige Freibad verantwortet: "Gerade weil für die kommende Woche durchwachsenes Wetter gemeldet ist, sollten wir wo möglich öffnen, um mit zunächst noch relativ wenigen Besuchern rasch erste Erfahrungen an den vielleicht etwas kritischeren Stellen wie Kasse/Ein-/Ausgang sowie Toiletten und den nicht-geschlossenen Umkleiden und Duschen zu machen". Auch dieser Ansatz fand einmütige Zustimmung.

Nach dem sehr informativen und kollegialen Gespräch bat Claus Seifert, Bürgermeister der Stadt Scheinfeld noch darum, im regen Austausch zu bleiben: "Etliche Probleme werden sich wohl erst im laufenden Betrieb zeigen. Da wäre es großartig, wenn unsere Bademeister einfach zum Hörer greifen würden, um sich Rat im nächsten Bad zu holen." Denn, so schloss Meier: "Wir liegen nicht im Wettbewerb, sondern wollen mit all unseren Badegästen gesund durch die anstehende Freibadsaison – gemeinsam kriegen wir das auch hin!"

nb

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