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Samstag, 19.10.2019

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Fridays for Future ruft zu globalem Klimastreik in Neustadt

Protestzug vom Schulzentrum bis zum Marktplatz - 18.09.2019 14:30 Uhr

Schon bei der „FridaysForFuture“-Demonstration im Mai hatten sich in Neustadt der Jugend weitere Klimaaktivisten angeschlossen.


Unter dem Motto „#AlleFürsKlima“ soll die gesamte Breite der Gesellschaft mobilisiert werden. Dem Appell schließt sich auch die Ortsgruppe Neustadt an und organisiert wieder eine Demonstration. Diese soll am Freitag, 20. September, um 13:15 Uhr am Schulzentrum beginnen und der Zug durch die Stadt gegen 14 Uhr den Marktplatz erreichen, wo wiederum eine „freie Kundgebung“ veranstaltet wird. Bereits um 11:55 Uhr also „Fünf vor Zwölf“ findet auch auf dem Marktplatz in Bad Windsheim einer der „Globalen Klimastreiks zum UN Summit und zum Klimakabinett“ statt. Zu einer weiteren Demo wird um 19 Uhr vor das Rathaus in Emskirchen eingeladen.

Insgesamt sind Klimastreiks in über 150 Ländern und in über 500 Städten in Deutschland angemeldet, bei denen eine konsequente Klimapolitik und die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens gefordert werden. „Die Große Koalition arbeitet auf ein Klimaziel hin, das dem Pariser Abkommen völlig widerspricht und das Ende unserer heutigen Wälder, aller Korallenriffe und etlicher Tier- und Pflanzenarten bedeuten würde. Selbst nach neun Monaten Streik und

Protest ist sie nicht bereit, ihr Klimaziel ans 1,5-Grad-Ziel anzupassen“ heißt es in einer Erklärung von „FridaysForFuture“ mit dem stolzen Hinweis darauf, dass „in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nie so viele Aktionen parallel stattgefunden haben“.

ÖDP ruft zu gemeinsamem Protest auf

Der Kreisvorstand der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) ruft dazu auf, am Freitag „gemeinsam mit Fridays4Future in den europaweiten Klimastreik zu treten, wenn an diesem Tag die Bundesregierung über ihre nächsten Schritte in der Klimapolitik entscheidet“. Die bisherigen Schritte reichten nicht und „gefährden die Lebenserhaltungssyteme der Erde“. Die ÖDP unterstütze das Ansinnen von Fridays4Future und vielen weiteren Organisationen, Gewerkschaften und Umweltverbänden, an diesem Tag der Politik ein klares Zeichen zu setzen. „Wir wollen den Kurs nicht weiter mittragen, dass Klimaschutzmaßnahmen auf nationaler wie internationaler Ebene viel zu langsam vorankommen“, schreibt Kreisvorsitzender Jürgen Osterlänger und rät: „Jeder sollte diesen politischen Streik vorab mit dem Arbeitgeber absprechen, da sonst arbeitsrechtliche Konsequenzen für den Mitarbeiter entstehen können“.

Tempo der Maßnahmen reicht nicht aus

Die Hauptforderungen sind für die ÖDP der Kohleausstieg bis 2030 und 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung bis 2035. Bis Ende 2019 soll eine CO2-Steuer eingeführt werden sowie das Ende der Subventionen für fossile Energieträger beschlossen werden. „FridaysForFuture“ reicht trotz der Lippenbekenntnisse des Bayerischen Ministerpräsidenten „das Tempo der angekündigten Maßnahmen nicht aus. Zudem ist das anvisierte Ziel zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 nicht ambitioniert genug, um den deutschen Beitrag zur Einhaltung des 1,5 Grad Celsius zu erfüllen“. Brennende Teile der Arktis, der die durch Trockenheit und Hitze stark gefährdete deutsche Wald ist „weltweit zerschmetterte Temperaturrekorde“ zeigten die Dringlichkeit der Klimakrise deutlich und erforderten massive Sofortmaßnahmen zur Reduktion der Treibhausemissionen.

nb/hjm

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