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Für ein "Europa der Bürger"

CSU-Mittelfranken übt Kritik an Freien Wählern - 12.11.2018 12:36 Uhr

Konrad Körner (JU-Bezirksvorsitznender), Joachim Herrmann und Marlene Mortler (v. l) bei der Tagung des CSU-Bezirksvorstandes in Heilsbronn. © Peter Müller


"Auch wenn es manches zu verbessern gilt, sollten wir nicht in eine weit verbreitete Stimmungsmache gegen die Europäische Union einstimmen, sondern vielmehr das große Ganze im Blick haben, nämlich unsere Freiheit in Frieden".

"Wir wollen ein Europa der Bürger", so der Bayerische Staatsminister des Innern und für Integration, "welches sich um die wesentlichen gemeinsamen Herausforderungen annimmt und regionale Spielräume lässt". Gleichzeitig dürfe es aber keinen Platz für nationale Egoismen geben, wenn es um die Sicherheit der Bürger und die illegale Migration gehe. "Und Europa muss sich angesichts weltweiter Wanderungsbewegungen auch seiner globalen Verantwortung bewusst sein".

Kritik an Freien Wählern im Bezirkstag

CSU-Bezirksräte kritisierten, dass es ein Bündnis aus FW, Franken, Grünen, SPD und Linkspartei fertiggebracht habe, die CSU von Führungsfunktionen vollständig auszuschließen, obwohl die CSU wieder die stärkste Kraft im Bezirkstag sei. Es sei schon erstaunlich, dass der oft als "besonnener Kommunalpolitiker" bezeichnete Landrat Armin Kroder "mit der Linkspartei gemeinsame Sache macht, um Bezirkstagspräsident zu werden". Für Bezirksvorsitzenden Joachim Herrmann "ein erstaunlicher Vorgang angesichts der Tatsache, dass die Freien Wähler wenige Tage zuvor in großem Einvernehmen im Bayerischen Landtag eine Koalition mit der CSU eingingen".

Man dürfe gespannt sein, wie ein Teil der Freien Wähler sich die Zusammenarbeit künftig vorstelle, "in München hü und in der Region hott? Oder geht es dabei nur um Posten?", so Sitzungsteilnehmer. Dass sich die neue Führungsriege gleichzeitig aus der Verantwortung für die Bezirkskliniken stehle, sei bezeichnend. Unabhängig davon dankte Joachim Herrmann dem bisherigem Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch für seine fünfzehnjährige Arbeit an der Spitze des Bezirks. „Du warst ein starker Bezirkstagspräsident".

Das Viele, was der Bezirk an Sozialem, Wirtschaftlichem und Kulturellem leiste, bewirke zumeist keine Schlagzeilen, sei aber großartig und für die Bürgerinnen und Bürger, die in Mittelfranken lebten, wichtig. Herrmann nannte beispielhaft auch den Einsatz von Richard Bartsch beim Aufbau der Arbeitsgemeinschaft Geriatrie in Bayern und seine Bemühungen um die deutsch-französische Freundschaft, wofür er in Frankreich mit dem nationalen Verdienstorden ausgezeichnet wurde.

pm

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