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Für Hunde gefährlich: Staupevirus bei Füchsen

Veterinäramt gibt Ratschläge – Keine Gefahr für Menschen - 28.03.2019 18:14 Uhr

Nach Feststellung des Staupevirus bei Füchsen im Landkreis wird allen Hundehaltern- insbesondere den Jägern mit Hunden - zu Vorsichtsmaßnahmen geraten. © Harald Munzinger


Nachdem im vergangenen Winter Staupefälle bei Füchsen im Landkreis Ansbach nachgewiesen worden sind, wurden Ende Februar auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim der Veterinärverwaltung verdächtige Todfunde bei Füchsen gemeldet.

Daraufhin wurden diese Tiere vom Landratsamt zur Untersuchung eingesendet. Ausgeschlossen wurde die Tollwut. In drei Fällen wurde aber Staupe nachgewiesen. Jeweils ein Fall im Bereich Emskirchen, Oberntief und Oberndorf.

Staupe ist eine für Menschen ungefährliche Viruserkrankung, wird dazu von der Kreisverwaltung mitgeteilt. Bei Hunden und hundeartigen Tieren, wie zum Beispiel Füchsen, könne diese jedoch zu schweren, meist tödlich verlaufenden Infektionserkrankungen führen. Die Übertragung des Erregers erfolge in der Regel durch direkten Tierkontakt.

Für Hunde gefährlich

"Infektionsgefahr besteht auch für Hunde, die im Rahmen der Jagd regelmäßig Kontakt zu Füchsen aufnehmen. Hunde, die bei Spaziergängen im Wald angeleint sind und keinen Kontakt zu Kadavern oder Wildtieren aufnehmen können, sind kaum gefährdet", informiert die Veterinärverwaltung im Landratsamt.

Das Virus schädigt beim erkrankten Tier insbesondere das Atem-, Verdauungs- und Nervensystem. So litt einer der untersuchten Füchse an einer hochgradigen Lungenentzündung. Wird das Nervensystem betroffen, so ähneln die Symptome einer Tollwuterkrankung. Bei der Staupe verlieren die Wildtiere bisweilen ihre Scheu vor Menschen oder zeigen aufgrund der Entzündungen des Nervensystems Lähmungen oder Krampfanfälle.

Nicht von der Leine lassen

Allen Hundehaltern- insbesondere den Jägern mit Hunden, werden als Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, keinen verhaltensauffälligen Fuchs oder Fuchskadaver ohne ausreichenden persönlichen Schutz (Handschuhe, Mundschutz) anzufassen und Hunde, insbesondere in unübersichtlichem Gelände, nicht von der Leine lassen. Ferner wird geraten, den Impfschutz des Hundes zu überprüfen. Regelmäßige Impfungen gegen Staupe stellten einen wirksamen Schutz dar.

Mit Rückfragen kann man sich an die Veterinärverwaltung im Landratsamt Neustadt/Aisch-Bad Windsheim telefonisch unter 09161/923503, per Telefax (09161/9290350) oder E-Mail: vetamt@kreis-nea.de wenden.

 

nb

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