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Gabi Schmidt zieht ins Maximilianeum ein

Landtagswahl: "Zweitstimmenkönigin" mit 8,29 Prozent über dem Resultat der Freien Wähler - 17.09.2013 19:16 Uhr

Gabi Schmidt verfolgte gespannt die nach und nach eingehenden Auszählungen der Zweitstimmen bis feststand: Sie geht für die Freien Wähler in den Landtag. © Harald Munzinger


Im Freundeskreis hatte sich Gabi Schmidt am Wahlabend getroffen und gespannt die Ergebnisse aus ihrem Wahlkreis erwartet. Mit 8.29 Prozent lag sie über dem Resultat der Freien Wähler mit 7,26 Prozent. Ein Achtungserfolg für die Hauswirtschafterin, die sich dabei über manch persönliches Wahlergebnis freuen konnte, wie etwa die 22 Prozent im Heimatort Uehlfeld.

Natürlich hätte sie „mehr erwartet“, gerne noch besser abgeschnitten, so Bezirksrätin Gabi Schmidt, die mit den Freien Wählern die Enttäuschung teilt, das Ziel nicht erreicht zu haben, die Alleinregierung einer Partei zu stoppen, man sogar ein leichtes Minus gegenüber der letzten Wahl hinnehmen musste.

Hier müsse man nun in einer starken Opposition „wachsam sein, das Beste für die Bürger zu erreichen“, erklärte Schmidt. Dass sie dies nun mittelbar mit ihrem Landtagsmandat tun kann, bewirkte ein starkes Zweitstimmenresultat, über das sie sich nach langem Bangen und Hoffen freuen kann: Mit knapp 5000 Stimmen und einem Vorsprung von 1500 Stimmen vor Hermann Kratzer aus Greding kam sie auf Platz zwei! Dazu trugen unter anderem gute Resultate in Nürnberg und Erlangen bei.

"Die Arbeit vor Ort zählt“

Sie habe im Wahlkampf die Erfahrung gemacht, „dass nicht bedrucktes Papier, Flyer entscheiden, sondern die Arbeit vor Ort zählt“. Die habe sie in vielerlei Funktionen weitergeführt, sei es im Bezirkstag, in der LAG-Aischgrund oder in der Fischerei. „Ich habe gemacht, was ich immer mache“, so die umtriebige Kreisvorsitzende der Freien Wähler gegenüber „nn-online“, die, wo immer es geht, den Kontakt zu den Menschen sucht.

Dabei liegt ihr die Jugend besonders am Herzen, mit der sie unter anderem über Facebook kommuniziert und die sie gerne noch mehr für Politik interessieren würde. Sie sei schockiert, so Schmidt, dass viele junge Leute nicht mit ihrem demokratischen Recht der Wahl umzugehen wüssten, deshalb Berührungsängste hätte. Da müsse in der politischen Bildung noch viel getan werden.

Der Ferienzeit sei es sicher geschuldet gewesen, dass man im Wahlkampf nicht so viele Menschen erreicht habe. Dieser sei zudem zu stark auf die Ministerpräsidentenwahl fixiert gewesen. Ob die Freien Wähler ein besseres Ergebnis erzielt hätten, „wenn sie genauer gesagt hätten, wo sie stehen“, ist Spekulation. Sie stehe voll hinter dem internen Entscheidungsprozess und dem Demokratieverständnis der Freien Wähler, für das man allerdings „draußen kaum Verständnis gefunden“ habe.

Gabi Schmidt geht mit dem Credo einer starken Opposition in den Landtag. Zuvor gilt es aber noch alle Aufgaben im Bezirkstagsmandat, das ihr sehr viel Spaß gemacht habe, zu erledigen, wofür noch ein Monat Zeit bleibt. Mit gleichem Elan will sie dem Vorschusslorbeer der Wähler, für den sie „von ganzem Herzen dankt“, bei ihrer neuen Aufgabe im Münchner Maximilianeum gerecht werden. 

Harald J. Munzinger

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