Freitag, 06.12.2019

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Ausbildung in Zukunftsberufen bei HWS-Gruppe - 15.10.2019 09:30 Uhr

Stolz präsentierte der Unternehmer Bernd Scheurer (5. v. r.) dem Landtagsabgeordneten Hans Herold (7. v. r.) das große Team der jungen Nachwuchskräfte in der Zukunftsbranche Informationstechnologie, deren Herz in Neustadt schlägt. © Harald Munzinger


Herold hatte das im Jahr 2000 von Bernd Scheurer gegründete Unternehmen mit Sitz in Neustadt und einem Netzwerk rund um den Globus für einen Betriebsbesuch im Rahmen der "Tage der Ausbildung" mit dem Schwerpunkt "MINT-Berufe" gewählt. "Mint-Fächer" stehen als zusammenfassende Bezeichnung der Unterrichts- und Studienfächer beziehungsweise Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Als Ausbildungsbetrieb startete die HWS Informationssysteme GmbH 2002, wie Tina Grimm und Lea Dreßlein als äußerst erfolgreicher Nachwuchs der Unternehmen mit 140 MitarbeiterInnen in Deutschland und die von ihm der Jugend eröffneten Chancen vorstellten. 13 junge Frauen und Männer stehen aktuell in der Ausbildung als Personaldienstleistungskauffrau/-mann oder Fachinformatiker/in für Systemintegration sowie Anwendungsentwicklung, 12 weitere haben sie in der HWS-Gruppe bereits absolviert. Da auch in dieser Branche der Fachkräftemangel ein Thema ist, gilt für Bernd Scheurer die Ausbildung als bestes und auch bewährtes Instrument zu deren Bekämpfung.

Teamspirit und Wissensdurst erwartet er von den Bewerbern um einen Ausbildungsplatz, an denen es ihm entgegen anderer Branchen nicht mangelt. Wer dazu noch IT-Verständnis und Spaß an neuen Technologien wie auch am Umgang mit "Menschen aus allen Ecken der Welt", ferner gute Englischkenntnisse mitbringt und erkennen lässt, dass er/sie "mit dem Herzen dahintersteht", hat bei HWS gut Chancen. So wie Bernd Scheurer diese genutzt hatte, als er sich 2000 selbständig und sich mit Mut zu hohen Investitionen "in den Markt der Zukunft", Fleiß, Herzblut und Disziplin auf einen Erfolgsweg machte, den auch Glück und Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten ebnete, wie er dies schildert und "einen Lebenstraum erfüllt" sieht.

Vorzüge der Region betont

Neustadt sei zwar keine Wirtschaftsmetropole, biete aber "viele Vorteile, die man nur erkennen muss", fand Scheurer Zustimmung bei MdL Herold, der die Vorzüge der Region und deren Lebensqualität betonte. Als Mittelpunkt der Welt kann Neustadt der schätzen, der von hier aus weltweite Verbindungen pflegt und das an 365 Tagen mit dem Sieben-Tage-24-Stunden, wie dieser Service im internationalen Kundenkreis geschätzt wird. Da für viele Mitarbeiter aus 26 Nationen von Albanien bis Venezuela sowie auch Geschäftspartner Englisch nicht die Muttersprache sei, gelte es "aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen: das ist Integration" machte Tina Grimm in der Präsentation des Unternehmens mit vier Standorten in Neustadt und seinen Hightechzentrum in der ehemaligen "Möbelbörse" deutlich.

Markante Daten der Firmenentwicklung waren 2005 die Gründung der HWS Projekt Engineering GmbH, 2008 der Aufbau "IT-Systemhauses", 2012 die Gründung der HWS Zentrale Dienste und Service GmbH sowie der HWS Verwaltungs- und Beteiligungs- GmbH. 2014 erfolgte der Einstieg ins IT Outsourcing, 2016 ins IT-Projektmanagement und die Entwicklung von "DoubleClue", ein von den Auszubildenden Andreas Körner und Noah Kolb erklärtes Sicherungssystem auf heute weltweit höchstem Standard. Dies in einer sich rasant weiterentwickelnden Branche, was HWS herausfordert, mit Spitzenkräften nicht am Ball, sondern mit diesem an der Spitze zu bleiben.

MdL Hans Herold zeigte sich vom Weltunternehmen im Bereich der Innovation sowie großen Arbeitgeber und Ausbilder in der Region "sehr beindruckt" und gratulierte zur "großartigen Entwicklung, hinter der viel Leidenschaft" stecke. Dass die Staatsregierung IT als sehr wichtigen Bereich ansehe, habe Ministerpräsident Söder erst jüngst in seiner Regierungserklärung.

Spannende Azubi-Projekte

Da der Schwerpunkt der bayerischen Aktionswoche auf der Ausbildung liegt, wurde der Abgeordnete auch informiert, was Auszubildende in der HWS-Gruppe erwartet. Integriert in Projektgruppe in einer ehrlichen und freundlichen Atmosphäre erfolge das "learning by doing". Ein abwechslungsreiches und internationales Arbeitsumfeld biete spannende Azubi-Projekten, Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten während und nach der Ausbildung sowie stehts eine offene Tür und einen festen Ansprechpartner. Auch die Übernahmeoption bei guten Leistungen und etliche Abschlüsse der Ausbildung mit Auszeichnungen nahm Herold als positive Eindrücke vom Unternehmensbesuch an drei der vier Standorte in der Kreisstadt mit. Dass der "Haltepunkt Neustadt Mitte" für Pendler aus der Metropolregion ideal sei, und sich HWS auch spürbar auf die Bevölkerungsentwicklung Neustadts auswirke, kamen als erfreuliche Nebenaspekte zur Sprache. 

Schulen hinken hinterher

Bei seiner Nachfrage nach der schulischen Bildung wurden gravierende Mängel sowohl bei der Ausstattung, "die hinterher hinkt", und mehr noch bei der Lehrerqualifikation im IT-Sektor deutlich. Als "äußerst unangenehm" wurden häufige Unterrichtsausfälle beklagt. Was die Ausstattung anbelangt, kann der Abgeordnete in München an den richtigen Türen anklopfen, die Lehrerfortbildung könnte sich bei maximalem Knowhow in der dynamischen HWS- Unternehmensentwicklung wiederfinden. Vielleicht partnerschaftlich mit dem "BayernLab", das der Unionspolitiker aus Ipsheim als wertvolle Strukturmaßnahme für die Region würdigte. Der HWS-Gruppe zollte er seine Anerkennung als großer Arbeitgeber und Ausbilder.  

Harald J. Munzinger

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