Sonntag, 15.12.2019

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"Gelbe Tonne" und ihre Auswirkungen

Landkreis will für den problemlosen Systemwechsel sorgen - 21.10.2019 16:28 Uhr

Der Sachgebietsleiter der Abfallwirtschaft, Peter Kreß, „tischte“ für die Deponiebesucher auf, was künftig in die „Gelbe Tonne“ kommt. © Harald Munzinger


Während der Wechsel vom bisherigen Bring- zum künftigen Holsystem das Ende der Wertstoffsammelstellen bedeutet, die zum Jahresende ihren Betrieb einstellen werden, bewirkt er in den Wertstoffhöfen eine "Umstrukturierung" mit dann reduzierten, den Bedürfnissen angepassten Betriebszeiten. Wie schon in Dettendorf beispielhaft eingerichtet, ersetzt ein Thekensystem die bisherigen Sortiertische. Was künftig von Batterien über Elektroschrott und Haushaltsgerätschaften bis zu Nichtverpackungskunststoffen wie Blumentöpfe, Gießkannen oder Plastikkörben, Textilien, Altholz, Flachglas oder Tonerkartuschen, CD’s oder Kerzen und Wachsresten auf diesen Theken angenommen und der Entsorgung beziehungsweise Wiederverwertung zugeführt wird, wurde den Gästen der Deponiebesichtigung und "-kerwa" anschaulich demonstriert.

Ebenso wurde beispielhaft "aufgetischt" was in den "Gelben Tonnen" landet, die derzeit landkreisweit verteilt und ab Anfang Januar 2020 monatlich entleert werden. Ein Service, der für die Bürger kostenfrei ist, da die Sammlung und Verwertung von der Privatwirtschaft über Lizenzentgelte finanziert wird. Die "Gelbe Tonne" ist jeweils einer Adresse zugeordnet. Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises werden darum gebeten, das Etikett auf der linken Seite des Gefäßes mit der jeweiligen Adresse abzugleichen und nur die Tonne an sich zu nehmen, welche der Adresse entspricht.

Nur Entsorgungsunternehmen zuständig

Sollten Probleme oder Fragen zur Gelben Tonne bestehen, verweist das Landratsamt darauf, sich nach dem in der 45. Kalenderwoche geplanten Abschluss der Verteilung direkt an das beauftragte Entsorgungsunternehmen "Knettenbrech & Gurdulic Franken GmbH & Co. KG" (Telefon: 09321/939444, E-Mail: Abfuhr-NEA@knettenbrech-gurdulic.de) zu wenden, da der Landkreis mit dem Systemwechsel nicht mehr für die Erfassung und Verwertung der sogenannten Leichtverpackungen zuständig ist. Gleichwohl ist er bestrebt, seinen Beitrag zum Gelingen des Projektes mit seinem langen politischen Entscheidungsprozess zu leisten.

Wohlwissend, dass "nicht alle Betroffenen mit dem Wechsel glücklich sind", gibt sich Landrat Weiß "überzeugt, dass die demokratische Entscheidung auf Akzeptanz stößt und wir gemeinsam dazu beitragen, den Wechsel reibungslos umzusetzen". Dazu dient auch eine vom Landkreis aufgelegte und in Gemeindeverwaltungen erhältliche Broschüre mit illustrierter Darstellung, was in die "Gelbe Tonne" gehört. Das sind alle "restentleerten" Verpackungen aus Kunststoff, Verbundmaterial, Styropor, Metall und Aluminium, angefangen von Chipsdosen oder Joghurtbechern über Kaffeetüten, Konservendosen oder Gläserdeckeln bis zu Tierfutterbehältnissen, Shampoo-Flaschen, Verpackungsnetzen oder Zahnpastatuben, wie Beispiele dargestellt sind.

Die Verpackungsmaterialien sollten komplett entleert und sauber in die Tonnen gegeben werden, müssten aber nicht ausgespült werden, heißt es in der "Gebrauchsanleitung". Bei einer "massiven Fehlbefüllung" der "Gelben Tonne" – etwa durch einen hohen Anteil an Restmüll - werden die betreffenden Nutzer darauf mit einem roten Aufkleber auf dem Tonnendeckel aufmerksam gemacht und sind damit aufgefordert, diese "Fehlwürfe" bis zur nächsten Leerung zu entnehmen. Geschieht dies nicht, "wird die Tonne weiterhin stehengelassen". In Extremfällen kann es nach Mitteilung des Landratsamtes bis zum Einzug einzelner Tonnen kommen.

Deutlich gemacht wird, dass all diese Gegenstände – weitere Infos unter www.kreis-nea/qr/faqgelbetonne.de" – in den Wertstoffhöfen nicht mehr angenommen werden, da "ein Parallelsystem nicht vorgesehen ist". Die Dosencontainer werden zum Jahreswechsel abgezogen, bleiben werden die Glascontainer, die Papier- und Restmülltonnen.

Harald J. Munzinger

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