Dienstag, 19.01.2021

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Gold, Silber und Bronze für Rettungsschwimmer

DLRG-Team aus Neustadt/Aisch auf der bayerischen Meisterschaft erfolgreich - 05.07.2017 17:54 Uhr

Die Teams des DLRG-Ortsverbandes Neustadt/Aisch hatten allen Grund zur Freude: Sie zeigten sich bei den Bayerischen Meisterschaften in Topform.

05.07.2017 © oh


Der erste Wettkampftag stand ganz im Zeichen der Einzelwettbewerbe im Rettungsschwimmen. Die 343 Einzelstarter aus etwa. 50 Ortsverbänden im Alter von 9 bis 70 Jahren ermittelten in verschiedenen Disziplinen ihre Besten. Um sich für die Bayrischen Meisterschaften direkt zu qualifizieren, musste man bei den vorhergehenden Bezirksmeisterschaften den ersten beziehungsweise zweiten Platz erreichen und Ausbildungen in der Wasserrettung nachweisen.

Ines Findeklee trat in der Altersklasse 50 gegen fünf Konkurrentinnen aus ganz Bayern an. Dreimal ging sie an den Start. Sie konnte alle drei Teilstrecken für sich entscheiden und sicherte sich damit den Sieg gegenüber ihren bayerischen Konkurrentinnen. Abends fand die feierliche Siegerehrung vor rund 1.000 Personen statt: "Das war schon ein super Gefühl, als ich von den Ehrengästen meine Medaillen erhielt und meine Kameraden vor der Bühne jubelten!" zeigte sich Ines gerührt.

Persönliche Bestleistungen

In der AK 45 zeigte Marion Renner eine überzeugende Leistung. Bei allen ihren drei Starts konnte sie persönliche Bestleistungen erzielen und wurde überraschend Bayerische Vizemeisterin. Robert Höfler schwamm in der AK 45 und sicherte sich mit dem dritten Platz die Bronzemedaille. Lothar Stanke erreichte in seiner Altersklasse Platz vier. Ganz besonders stolz war die Trainerin auf die gezeigten Leistungen von Julian Peppermüller (AK12) mit Platz sieben von 25 Teilnehmern und Amelie Dahl (AK 13/14) mit dem neunten Rang bei 24 Teilnehmerinnen. Beide schwammen in einem sehr gut besetzten Starterfeld persönlichen Bestzeiten und konnten damit auch wichtige Wettkampferfahrungen sammeln.

Während das Wetter am ersten Tag für die Einzelwettkämpfer noch einigermaßen mitspielte, mussten die Mannschaftswettkämpfer tags darauf dem kaltem Dauerregen standhalten. Es gingen trotzdem 139 Mannschaften, bestehend aus vier bis fünf Personen, an den Start. Rettungsschwimmen, so Ortsverbandsvorsitzender Lothar Stanke ist Sport und Rettungssport ist aber auch Vorbereitung auf die Rettung von Ertrinkenden. Darauf sind die Rettungssport-Disziplinen ausgerichtet. Ein Beispiel: Während "normale" Schwimmer bei ihren Freistilwettkämpfen ausschließlich kraulen, tauchen die Rettungsschwimmer einmal pro 25m unter einem 80cm tiefen Hindernis hindurch. Dies trainiert für die Rettung im Meer – dabei ist es schneller unter den Wellen hinweg zu tauchen, als durch sie hindurch zu schwimmen.

Bezirksmeistertitel noch getoppt

Ingo Eichner, Robert Höfler, Klaus Sattler, Stephan Schöppl und Lothar Stanke schlugen als zweiter in der Altersklasse 200 (Summe der Altersjahre der vier jüngsten Schwimmer) in der Hindernis-Disziplin an.Um ihr großes Ziel zu erreichen, mussten sie in der Rettungsstaffel Bestzeiten schwimmen. Schlüsselschwimmer dieser Staffel war der dritte Schwimmer: Seine Teildisziplin dauerte so lang, dass die Teamkameraden eine schlechte Leistung nicht aufholen konnten. Die Teildisziplinen im Überblick: Der Startschwimmer (Ingo Eichner) schwamm 50 Meter Freistil mit Flossen.

Nach ihm tauchte Stephan Schöppl 25 Meter mit Flossen, schwammt 25 Meter Freistil mit Flossen und bargt für den 3. Schwimmer (Lothar Stanke) die Rettungspuppe vom Boden des Beckens. Stanke schleppte diese dann 50 Meter und übergab die Puppe an Schlussschwimmer Robert Höfler), welcher die Puppe dann mit Flossen zum Ziel schleppte. In den insgesamt vier Mannschaftsdisziplinen konnten sie ihren Bezirksmeistertitel mit dem Titel des Bayrischen Meister toppen.

Auch der engagierte Nachwuchs wusste zu überzeugen.

05.07.2017 © oh


In der Altersklasse 170 weiblich mussten die Damen nach drei Disziplinen in der Gurtretterstaffel noch einmal gegen ihren Hauptkonkurrenten Kronach ihr Bestes geben. In dieser Staffel galt den Schwimmern auf den Positionen drei und vier besonderes Augenmerk. Diese beiden mussten nicht nur ihre Strecken schnell schwimmen, sondern besonders auch Start und Wechsel üben: Einerseits durfte es keine Strafpunkte geben, andererseits keine Zeit verloren werden. So sah die Staffel aus: Zu Beginn schwamm Claudia Wohlleb 50 Meter.

Nach ihr legte Elke Trost legt die gleiche Distanz mit Flossen zurück. Ines Findeklee schwamm danach 50 Meter Freistil mit um die Schulter gelegtem Gurtretter (Auftriebshilfe mit Schleppleine). Diesen übergab sie dann an die vierte Schwimmerin, Marion Renne), die dann die dritte Schwimmerin 50 Meter mit Flossen und mit Hilfe des Gurtretters abschleppe. Am Ende sicherte sich die Damenstaffel den Titel des Bayrischen Vizemeister.

Hochmotivierte Jugend erfolgreich

Am Mittag durfte dann auch endlich die hochmotivierte Jugend ran. Die Mädchenstaffel der AK 13/14 schaffte es für den Ortsverband Neustadt den dritten Podestplatz in den Mannschaftsdisziplinen zu ergattern. Amelie Dahl, Mia Gossler, Antonia Grau, Franziska Hasenknopf und Sophia Köstner holten sich unter 16 Konkurrenten die heiß umkämpfte Bronzemedaille. "Die Mädchen wuchsen in den vier einzelnen Teildisziplinen über sich hinaus und konnten so ihr Ziel, auf dem Stockerl zu stehen, erreichen", zeigte sich Vorsitzender Stanke stolz auf den engagierten Nachwuchs.

Die zweite Jugend-Staffel, die AK 15/16 w, mit Justina Feigl, Julia Lindner, Hannah Renner, Luisa Richter und Jessica Sandner erreichte unter 12 teilnehmenden Staffeln in ihrer Altersklasse einen hervorragenden vierten Platz. Die Mädchen konnten sich in zwei von vier Staffeldisziplinen gegenüber der Bezirksmeisterschaft steigern und somit ein ebenfalls sehr gutes Ergebnis für sich und den Ortsverband Neustadt erzielen.

Nach dem Abschluss der Wettkämpfe der Mädchen, die einen wirklich erfolgreichen Wettkampf geschwommen sind, gab es ein großes Lob und viel Anerkennung von Seiten der Trainerin für alle Neustädter Teilnehmerinnen und Teilnehmer: "Ich bin einfach nur so stolz auf Euch alle, die ganzen Mühen der Vorbereitung haben sich für Euch gelohnt!" Die Wettkämpfe wurden mit dem Landesjugendtreffen als Rahmenprogramm verbunden.

Neben Workshops gab es Actionspiele, Partys und ein Kletterpark, bei denen die Rettungsschwimmer mitmachten. Bei über 1.000 Teilnehmern an dem Wochenende wurden auch viele neue Bekanntschaften geknüpft. Der Ortsverband dankte Tanja Sandner die als Kampfrichterin und Gunnar Heinzler der als Helfer an den zwei Wettkampftagen aktiv waren, sowie auch den mitgereisten Eltern, die ihre Kinder laut angefeuert und betreut haben.

nb

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