Eine der bedeutendsten Bürgerbewegungen

Großes Interesse an der Hospizarbeit

Vorsitzender Xaver Scheuerer und sein Team vom Hospizverein Neustadt/Aisch konnten sich über eine große Resonanz am Informationsstand zum „Welthospiztag“ freuen. Foto: o.n.

Vorsitzender Xaver Scheuerer und sein Team vom Hospizverein Neustadt/Aisch konnten sich über eine große Resonanz am Informationsstand zum „Welthospiztag“ freuen. Foto: o.n. © o.n.

Schon am Vortag war Erster Bürgermeister Klaus Meier der Bitte des Hospizvereins gefolgt, für die Stadt Neustadt mit seiner Unterschrift "die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu unterstützen". Damit bekundete er die Bereitschaft, sich im Sinne der Charta für die Verbesserung der Situation der betroffenen Menschen, ihrer Familien und der ihnen Nahestehenden einzusetzen "und auf dieser Grundlage für die Einlösung ihrer Rechte einzutreten".

Der Vorsitzende des Hospizvereins, Xaver Scheuerer, betonte den Einsatz der Charta für eine gemeinsame Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung, "damit schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in der letzten Lebensphase gut und umfassend versorgt werden". Dies sollte der "Welthospiztag" unter dem Motto "Für ein würdiges Leben! Bis zum Schluss" bewusst machen. Scheurer machte deutlich, dass man den Welthospiztag nutze, "um zu zeigen, was Hospizarbeit und Palliativversorgung als gewichtige Alternative zur Suizidbeihilfe zu leisten vermögen".

Gerade angesichts der aktuellen Coronasituation war es dem Hospizverein Neustadt ein besonders Anliegen, "dass die Stadt mit der Unterzeichnung ein positives Zeichen setzt, um damit die Hospizarbeit noch stärker in die Öffentlichkeit zu tragen". Scheuerer und sein Team konnten sich über die Würdigung ihres Wirkens durch den Bürgermeister freuen, der auch als Kreisrat den Wunsch einer (noch fehlenden) Palliativstation in den Kliniken des Landkreises, zumindest aber einiger Palliativzimmer mitnahm.

Hohe Wertschätzung anspruchsvoller Arbeit

Viele Passanten nahmen auf dem Weg zum oder vom "ErnteMarktPlatz" die Gelegenheit wahr, sich über die Charta und die Arbeit des Hospizvereins zu informieren, der auch dabei hohe Wertschätzung erfuhr. Dass die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen eine anspruchsvolle Arbeit sei, die hohe Anforderungen an eine umfassende, multiprofessionelle und vernetzte ambulante und stationäre Hospiz- und Palliativversorgung stelle, kommt in der Präambel der Charta zum Ausdruck. Die Begleitung eines sterbenden Menschen sei in ihrer Einzigartigkeit zu würdigen und zu respektieren.

Die Hospizbewegung sei zu einer der bedeutendsten Bürgerbewegungen geworden, sollte der "Welthospiztag" der breiten Öffentlichkeit bewusst machen. Angesichts der zu erwartenden künftigen Aufgaben werde vor allem der ehrenamtlich getragenen Hospizbewegung und der multidisziplinären Palliativversorgung eine zentrale gesundheitspolitische Bedeutung zukommen. Ethik, Recht und Kommunikation sind ebenso in Leitzätzen der Charta verankert, wie die Anforderungen an die Versorgungsstrukturen, Entwicklungsperspektiven und Forschung.

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