Starkregen verursachte Schäden

"Gründach“ auf Eingang der "Markgrafenhalle“

17.6.2021, 16:59 Uhr
Das noch unsanierte Dach über dem Eingangsbereich der „Markgrafenhalle“ und der angrenzenden Gaststätte hielt dem Starkregenereignis der letzten nicht stand.

Das noch unsanierte Dach über dem Eingangsbereich der „Markgrafenhalle“ und der angrenzenden Gaststätte hielt dem Starkregenereignis der letzten nicht stand. © o.n.

Das Starkregenereignis vom 8. Juni mit rund 50 Liter Niederschlagsmenge in einer Stunde hat zu einem Schaden an der "Markgrafenhalle" geführt. Das Wasser in die Dämmung eingedrungen ist und auch in die Räume des Toilettenbereiches der Gaststätte. Versicherungstechnisch ist nach einem Bericht in der Stadtratssitzung "dieser Schaden - Elementarschaden wegen Starkregenereignis - nach Rücksprache mit dem Liegenschaftsamt nicht abgedeckt".

Der 2020 sanierte Bereich hatte augenscheinlich dem Starkregenereignis standgehalten. Doch wurde festgestellt, "dass die Entwässerung den heutigen Anforderungen aus den gestiegenen Niederschlagsmengen und den allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht mehr entspricht". Besonders die fehlende Notentwässerung sei ursächlich für den Schadensfall. Die Auswirkungen des Starkregenereignisses im Bereich der Toiletten seien am nächsten Tag beseitigt worden, wodurch der Gaststättenbetrieb nicht unzumutbar eingeschränkt worden sei.

Überarbeitung dringend erforderlich

Nach Auffassung der Verwaltung ist eine Überarbeitung des Flachdachbereiches zur Vermeidung weiterer Schäden bei Starkregenereignissen, die Wiederherstellung der vollständigen Dichtigkeit und der Funktionsfähigkeit der Dämmung dringend erforderlich. Hierzu ist eine fachliche und sehr komplexe Planung unter Einbeziehung der vorhandenen Gegebenheiten unabdingbar. Deshalb wird vorgeschlagen, frühzeitig einen fachkundigen Planer für diesen Bereich zur Kostenermittlung und zur Planung eines Sanierungskonzeptes für das Flachdach einzubinden. Vom Bauamt wird vorab ein grober Kostenrahmen ermittelt.

Nachdem die Markgrafenhalle für das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" nachträglich in die Vorauswahl aufgenommen wurde, sollte mach Auffassung von Erstem Bürgermeister Klaus Meier versucht werden, "diesen Handlungsbedarf noch mit in das Programm aufzunehmen. Insbesondere auch, weil Umwelt- und Klimaschutz Teilaspekte der Förderkulisse sind".

Dies könnte beispielsweise durch eine verbesserte Dämmung und/oder ein extensives Gründach dargestellt werden. Das Gründach habe neben den Vorteilen der längeren Haltbarkeit, dem Angebot als Insektenweide noch die Eigenschaft, dass bereits dünnschichtige Gründächer die Kanäle um bis zu 50 Prozent der Niederschlagsmengen entlaste, ließ der Architekt Thomas Kühnl vom Amt für Planen und Bauen das Ratsgremium wissen, das in der "Markgrafenhalle" tagte.

Keine Kommentare