Mittwoch, 26.02.2020

|

Herz für Neustadts Zentrum

Visionen und Impulse für die Innenstadtentwicklung
- 31.01.2020 14:03 Uhr

Wie mit dem „Café nebenan“ hat Anita Suffa im Zusammenwirken mit der Wirtschaftsförderung schon machen Impuls für eine attraktive Innenstadt gegeben und für diese noch manche Vision. © Harald Munzinger


Dabei kommt der umtriebigen Mittlerin im engen Zusammenwirken mit der Stadt ein weitflächiges Netzwerk an Kontakten zugute, in dem sie nach den richtigen Fäden greift, wenn sie für die neue Nutzung von Leerstanden Fantasien entwickelt. Etliche davon hat sie schon realisiert, ehe aus dem Hobby Profession mit gleicher Leidenschaft werden sollte.

Ein leeres Schaufenster, eine vakante Immobilie setzen bei Anita Suffa stets Energien frei, wie diese Lücke gefüllt werden könnte, erzählt sie im "Café nebenan", für das sie den Faden von Bad Windsheim in die Wilhelmstraße gesponnen und aus einer Fahrschule einen attraktiven Treff mit "Sonnenterasse" gezaubert hat. Fast nebenan hatte sie beim Wechsel von einem umgezogenen Haushaltswarengeschäft in eine "Hochzeitsmoden-Boutique" ebenso "die Hände im Spiel" wie bei der Ansiedlung eines "100-Gramm-besser"- Werbeshops "um die Ecke". Nur ein paar Schritte weiter sorgt "Hellblau" für die Farbtupfer in der Shoppingmeile und schon bald soll es in Neustadt den ersten Nahversorger "ohne Verpackungen" geben.

Am Marktplatz wird im sehr guten Zusammenspiel mit der stets für neue Ideen offenen Wirtschaftsförderung der Stadt ein längerer Leerstand mit einem "Escape Room" gefüllt und für ein ebenfalls lange leerstehendes Café mit Bäckerei am Plärrer hat Anita Suffa zwei junge Männer mit der Idee eines Burger-Restaurants mit spezieller Atmosphäre und regionalen Erzeugnissen interessieren können. Mit einer nebenan geplanten renommierten Bäckerei aus dem Landkreis mit Café sieht sie ein neues attraktives Entree zur Innenstadt entstehen.

Regionalmarkt im Zentrum als Vision

In der ist Anita Suffa die "Ladenhülle" des an den Stadtrand bezogenen Drogeriemarktes ein Dorn im Auge. Schon lange vor dem Umzug trieb sie die Idee eines Regionalmarktes mit verschiedenen Anbietern - vielleicht ja auch einem Winzerei mit kleiner Probierecke - als im Stadtzentrum wünschenswerter Nahversorger um. Dafür müsste ein Betreiber gefunden oder eine Betreibergesellschaft gegründet werden, verfolgt sie noch immer diese Vision, zumal viele Anfragen an potenzielle Unternehmer mangels Parkplätzen "vor der Türe" fehlschlugen.

Ein Argument, das Suffa nicht nachvollziehen kann, da es innenstadtnah ein großes Parkplatzangebot gebe und die Kunden in Nürnberg, Fürth oder Erlangen kilometerlange Wege in Kauf nähmen. Ein "Abwinken", das jedoch akzeptiert und weiter nach einer attraktiven Lösung gesucht werden muss. Dabei könnte die Neugestaltung der Wilhelmstraße mit Schrägparkbuchten und ansprechenden grünen Elementen das Einkaufszentrum aufwerten, wie Suffa auf Beispiele in vergleichbaren fränkischen Kleinstädten verweis.

Dass man von denen auch Anregungen für eine gute Vernetzung der Geschäfte anstelle neidischen Schielens übernehmen könnte, kommt Anita Suffa mit vielerlei Plänen ins Schwärmen. Mit ihren Mieten flexible sowie gegenüber Nutzungsplänen offene Hausbesitzer könnten ebenso entscheidende Impulse für eine positive und auf das Umland ausstrahlende Innenstadtentwicklung gegeben werden, ist sie überzeugt.

Schließlich gilt es ja das Image einer 1a Einkaufsstadt zu pflegen, was mit blinden Scheiben vor Büroräumen sicher nicht gelingt. Also werden in Kooperation mit der Stadt Pläne geschmiedet und die entsprechenden Fäden gezogen. Etwa zur gastronomischen Nutzung einer Freifläche in der ehemaligen "Aika", oder,…..!

Harald J. Munzinger

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Neustadt