Hoffnungspost gegen Einsamkeit

26.1.2021, 10:12 Uhr
Unbekannte Empfänger freuen sich über die „Hoffnungspost“, in welcher Form sie auch immer gestaltet ist.

Unbekannte Empfänger freuen sich über die „Hoffnungspost“, in welcher Form sie auch immer gestaltet ist. © FWZ

„Jeder kann mitmachen und mit kleinem Aufwand große Freude bereiten: Mit Hoffnungspost an Daheimgebliebene und Einsame“, so der Apell aus dem Caritas-Freiwilligenzentrum „mach mit“. An dieses gerichtete „gute Gedanken“ werden zuverlässig weitergeleitet, versichert es Agatha Ludwig und bittet: „Schicken Sie Ihre gestaltete Hoffnungs-Post an das Freiwilligenzentrum „mach mit!“ der Caritas, Ansbacher Straße 6, in 91413 Neustadt a. d. Aisch“.

Dazu regt sie an: „Schreiben Sie einen Brief, malen Sie ein Bild, verfassen Sie ein Gedicht, entwerfen Sie ein Rätsel oder basteln Sie etwas. Wenn Sie wollen, dann erzählen Sie ein bisschen von sich. Der für Sie unbekannte Empfänger Ihrer Post freut sich sicher sehr, dass jemand an ihn denkt“. Wer dies wolle, können seinen Namen und die Absender-Adresse dazu schreiben: „Vielleicht ist das der Beginn einer Brieffreundschaft.“ Das Team des Freiwilligenzentrums bringt die Einsendungen an Menschen im Landkreis, die von Einsamkeit betroffen sind.

Aktion Telefonischer Besuchsdienst

Die derzeit geltenden Kontakteinschränkungen betreffen vor allem Menschen, die wenige Kontakte haben oder gesundheitlich eingeschränkt sind. Eine Initiative im Landkreis plant deshalb, in Kürze einen telefonischen Besuchsdienst einzurichten. Dazu werden engagierte Bürger gesucht, die „ein offenes Ohr“ haben und gerne ehrenamtlich einen telefonischen Besuch anbieten. Melden können sich aber auch Menschen, die telefonisch „besucht“ werden möchten. Das Freiwilligenzentrum „mach mit!“ leitet die Angebote und Anfragen zuverlässig weiter.

Einige Jugendliche aus dem Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJ) haben es bereits vorgemacht und begeisterten mit viel Kreativität: Nach einem Aufruf des Freiwilligenzentrums „mach mit“! der Caritas konnten zu Weihnachten viele, wundervolle Briefe an das Seniorenzentrum St. Maximilian Kolbe in Scheinfeld weitergereicht werden. „Die Jugendlichen haben sich mit selbsterstellten Rätseln, liebevollen Gemälden und Gedichten sowie kunstvollen Briefen wirklich selber übertroffen. Wir sind überwältigt von den phantasievollen Einsendungen, die uns bisher erreicht haben“, freut sich FSSJ-Koordinatorin Agatha Ludwig.

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