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Dienstag, 04.08.2020

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„Ich freue mich auf ein Vorstellungsgespräch“

FSSJ-Koordinatorin Polok gibt Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung - 07.07.2020 09:15 Uhr

Beim Bewerbungstraining im Büro des Jugendmigrationsdienstes (JMD) in Neustadt spielte Veronika Polok (r.) die „Personalerin“ und fragte eine Bewerberin nach ihren Stärken. Mit dabei war auch Ute Mohme (l.), Mitarbeiterin des JMD bei der Evangelischen Jugendsozialarbeit (EJSA). © Anne Laurenti


Sie weiß: „Die gute alte Bewerbungsmappe hat noch nicht ausgedient, aber immer öfter bitten heute Unternehmen um eine Bewerbung per E-Mail“. Wie macht man diese richtig und wie schafft man es, dass man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Und wie macht man bei diesem einen guten Eindruck? Antworten auf solche Fragen und viele Tipps rund um die Stellensuche bekommen junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz und interessierten Frauen und Männer jeden Alters beim Bewerbungstraining des Freiwilligenzentrums „mach mit!“ im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Schuljahres (FSSJ). Auch in Corona-Zeiten bietet das Freiwilligen-Zentrum der Caritas in Neustadt in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst (JMD) der Evangelischen Sozialarbeit (EJSA) Rothenburg regelmäßig solche Termine an.

Den nächsten übrigens am Dienstag, 21. Juli, um 16 Uhr in den Räumen des JMD, Parkstraße 5 in Neustadt/Aisch. „Auch mit Abstand lässt sich trainieren, wie man sich bei einer Bewerbung gut präsentieren kann“, so Veronika Polok. So unterschiedlich wie ihre persönlichen Voraussetzungen waren auch die Fragen und Probleme der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jüngsten Bewerbungstrainings. FSSJ-Koordinatorin Polok half den Teilnehmern, ihre Bewerbungen weiter zu verbessern, trainierte mit ihnen Telefonate und ein Bewerbungsgespräch mit einem möglichen Arbeitgeber. Sie machte Mut, nicht aufzugeben und nachzuhaken, wenn keine Reaktion auf eine Bewerbung kommt. Polok riet grundsätzlich dazu, im Anschreiben um eine Bestätigung des Eingangs der Bewerbung zu bitten.

Dass bei einem Lebenslauf nicht unbedingt ein Bild dabei sein, er aber unterschrieben werden muss (mit Ortsangabe und Datum), war für eine Teilnehmerin neu. Sie nutzte die Gelegenheit, ihre mitgebrachten Bewerbungsunterlagen von Veronika Polok überprüfen zu lassen - und kam dann selbst zu dem Schluss, dass sie einiges darin wohl noch einmal gründlich überarbeiten sollte. „Wer bin ich, was kann ich, und warum will ich die Stelle haben?“ Diese drei Fragen gilt es laut Polok in einer Bewerbung überzeugend zu beantworten. Deshalb sei es auch nicht sinnvoll, alles aufzuzählen, was man bisher gearbeitet habe, sondern sich auf das zu konzentrieren, was für die ausgeschriebene Stelle von Bedeutung ist. Ebenfalls wichtig: „Am Anfang steht nicht die vielleicht vor Jahrzehnten abgeschlossene Ausbildung, sondern immer das Aktuellste“. Und am Ende sollte kein zaghaftes „Ich würde mich freuen, wenn Sie mich einladen würden“, sondern ein selbstbewusstes „Ich freue mich auf ein Vorstellungsgespräch“ stehen.

Für das Gespräch mit Firmenchefs oder „Personalern“ bekommen die Teilnehmenden beim Bewerbungstraining auch schriftliche Tipps, ebenso Muster-Lebensläufe und Bewerbungsschreiben, an denen sie sich orientieren können. Wer dann alles zusammen hat, kann die Unterlagen beim Jugendmigrationsdienst noch einmal prüfen und eventuell korrigieren lassen, ehe sie an ein Unternehmen gesendet werden. Zum nächsten Bewerbungstraining am 21. Juli sind verbindliche Anmeldungen per E-Mail an fssj@caritas-nea.de oder telefonisch unter 09161/888936 möglich. 

 

nb

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