Samstag, 07.12.2019

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In Neustadt Potenziale für Erneuerbare Energie aufgezeigt

Platz reicht für Energiewende - 02.12.2019 16:28 Uhr

Mit konkretem lokalem Bezug zeigte der Wirtschaftsingenieur Simon Herzog Potenziale der Erneuerbaren Energie auf. © Grafik: Herzog


Sie hatten mit diesem Thema reges Interesse geweckt, das über die Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Wirtschaftsingenieur Simon Herzog von einem kompetenten Referenten erörtert wurde. Der Dozent für Energietechnik und Nachhaltige Mobilität am Gründungs- und Innovationszentrums Unternehmer an der TU München befasste sich in seinem Vortrag mit der Frage: "Reicht der Platz für Energiewende?" Herzog leitete ihn mit klaren und sehr anschaulichen Fakten und Zahlen ein, um den derzeitigen Energieverbrauch auf den Alltag umzurechnen. Anhand einiger Grafiken erfuhren die Gäste sehr deutlich in welchen Bereichen in Deutschland die meiste Energie verbraucht wird und von welchen Energieträgern die Energie kommt. Da ist Mobilität grob zu einem Drittel beteiligt und Haushalte und Industrie belegen grob die beiden weiteren Drittel.

Diese Zahlen alleine waren für das Publikum schon sehr beeindruckend. Im Anschluss zeigte Simon Herzog mit ebenfalls sehr deutlichen Grafiken bezogen auf drei alternative Energieträger - Biomasse (in Form von Mais), Windkraft und Photovoltaik – auf, welche energetischen Potenziale in den Energieträgern stecken. Wenn man Mais als Basis auf einem Quadratkilometer Fläche nehme, biete Windkraft die achtfache, und Photovoltaik die 50-fache Energiemenge, führte der Experte aus. Besonders interessiert verfolgt wurde Simons Umrechnung der aktuellen Möglichkeiten der Antriebstechnik auf den Flächenverbrauch, was er konkret für die Stadt Neustadt an einer Karte aufzeigte. Bei seiner Annahme von statischen etwa 7.000 Pkw‘s in Neustadt bei einer statistisch durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr setzte er Batterie-Pkw, Wasserstoff und Methan-Pkw im Vergleich.

Für Batterie-Pkw würde ein Photovoltaikfläche von 0,2 Quadratkilometern ausreichen, bei Wasserstoff wären es 0,5 und bei Methan aus Mais sieben Quadratkilometern. "Waren diese Zahlen schon beeindruckend, staunte man nicht schlecht, als er die Zahlen den kompletten Primärenergiebedarf in Neustadt auf die Fläche und Energieträger aufzeigte", so die Veranstalter. Mit Photovoltaik würde der Bedarf mit einer Fläche von acht Quadratkilometern ausreichen, während bei Windkraft 50 und bei Mais wären 110 Quadratkilometern nötig wären. Herzogs Fazit: "Der Plätz wäre da, es wird aber nicht eine einzige Universallösung geben können". Je nach Region, Einsatz und weiteren Faktoren könne mal die eine oder andere Lösung optimal sein. Nach den vielen fundierten Fakten kam sofort eine sehr interessante Diskussion auf, die dann aufgrund der Zeit - der Referent war klimaneutral mit der Bahn gekommen - unterbrochen werden musste.

Beratungstag der Wirtschaftsförderung

In Zusammenarbeit mit den Aktivsenioren und der Wirtschaftsvereinigung NEA-BW e.V. des Landkreises findet am Dienstag, 10. Dezember, von 14 bis 17 Uhr im Zimmer A100 des Landratsamts Neustadt wieder ein Beratungstag zu Fragen der Existenzgründung, Existenzerhaltung oder Unternehmensnachfolge für kleine und mittelständische Unternehmen statt. Schwerpunkte sind Planung und Finanzierung, Organisation und Rechnungswesen sowie Hilfe bei Problemen mit Produktion, Vertrieb und Absatz. Die Aktivsenioren Bayern e.V. und die Wirtschaftsvereinigung NEA-BW e.V. sind gemeinnützige Vereine.

Ehemalige Führungskräfte stellen nun im Ruhestand ihr Wissen und ihre Erfahrung ehrenamtlich und uneigennützig in den Dienst von Wirtschaft und Gesellschaft. Für weiterreichende Beratungen steht ein Netz von ehrenamtlichen Unternehmern zur Verfügung. Informationen und Terminvereinbarung sind bei der Wirtschaftsförderung unter Tel.: 09161 / 92-1411 oder Email: wirtschaft@kreis-nea.de möglich.

nb

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