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Dienstag, 21.01.2020

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Jusos formieren sich in Diespeck

Vorsitzender Jonas Gareis: Jugend will Politik aktiv mitgestalten - 14.12.2019 20:16 Uhr

Der stellvertretende Landesvorsitzende der Bayern-SPD, Matthias Dornhuber (r.) und SPD-Landratskandidat Bernhard Schurz (l.) „flankierten“ den Start des Jusos-Kreisverbandes mit Jonas Gareis (Mitte) an der Spitze. © Norbert Kirsch


Die Jungsozialisten kamen in Diespeck zusammen, um sich wieder in einem Juso-Kreisverband zu formieren. Unterstützt von einigen Vorstandsmitgliedern und dem Landratskandidaten der Kreis-SPD, Bernhard Schurz, hatte die SPD-Kreisvorsitzenden Heike Gareis zur Gründungsversammlung eingeladen, die Jonas Gareis einstimmig zum Ersten Vorsitzenden der „AG Jusos“ wählte.

Seine Stellvertreter sind Sophia Rudolph aus Markt Erlbach und Roman Mollwitz aus Burgbernheim. Zu ihrem Schriftführer wählten die Jusos Felix Schmeißer aus Neustadt. Als Beisitzer fungieren Julian Cieschek aus Scheinfeld, Christopher Oed und Simon Schad aus Emskirchen sowie Markus Erdreich aus Neustadt. Die Sitzung wurde vom stellvertretenden Landesvorsitzenden der Bayern-SPD, Matthias Dornhuber, geleitet, der seine politische Karriere in Emskirchen begann.

Bei ihren Vorstellungen nannten die Gewählten ihre persönliche Motivation zum Eintritt in die SPD und zum Reaktivieren des Juso Kreisverbandes. Unisono wurde der Wille bekundet, aktiv in der Politik mitzuwirken. Wie Jonas Gareis in seiner Antrittsrede erklärte, genüge es den jungen Aktiven nicht mehr, nur mit Politikern zu reden, sondern man wolle aktiv Politik mitgestalten. Hierzu zähle, so Gareis weiter, nicht nur der Klimawandel und die beabsichtigte engere Zusammenarbeit mit der Bewegung „Fridays for future“, sondern auch der Einsatz für einen besseren und kostengünstigeren Personennahverkehr.

365-Euro-Ticket und bezahlbarer Wohnraum

Unter anderem wollen sich die Jusos, so der neue Kreisvorsitzende, für ein 365-Euro-Ticket einsetzen, welches nicht nur für Schüler und Studenten gelten solle, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises, die auf den ÖPNV angewiesen seien. Ebenso wichtig sei es aber auch, sich für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums einzusetzen, führte Gareis aus. Gerade für jungen Menschen, die eine Familie gründen wollten oder ein Stück Unabhängigkeit zu erlangen sei bezahlbarer Wohnraum notwendig.

Hierzu sei es auch notwendig, den Landkreis so attraktiv zu machen, um hier eine Ausbildung zu absolvieren oder nach einem Studium wieder in den Landkreis zurückzukehren, so Gareis. Er appellierte an alle jungen Menschen, „hieran gemeinsam mitzuwirken und auch den Erfahrungsschatz profilierter Aktivisten zu nutzen“. Daher machte er auch das Angebot an die „AG 60 plus“ des SPD Kreisverbandes eng zusammenarbeiten zu wollen.

Nach dem Satzungsbeschluss und den Wahlen blieb Matthias Dornhuber noch bei den Jusos, um Fragen zu beantworten und mit ihnen zu diskutieren. Bereits hier kristallisierte sich heraus, dass die Jusos durchaus eigene Vorstellungen von der Führung ihrer Partei und die Richtung, in welche die SPD gehen solle, haben. Dornhuber nahm einige Anregungen mit und sagte die Unterstützung der jungen Arbeitsgemeinschaft zu.

Gerne hätten die Jusos bei ihrer Gründung auch den Bundesvorsitzenden der Jusos und neuen stellvertretenden Parteivorsitzenden Kevin Kühnert begrüßt, jedoch ließ es dessen Terminplanung nicht zu. Dennoch sandte dieser, wie auch der Bundestagsabgeordnete Carsten Träger, Landesvorsitzende Natascha Kohnen, der Generalsekretär der BayernSPD Uli Grötsch sowie der Fraktionsvorsitzende der SPD Landtagsfraktion Horst Arnold, Videobotschaften. Sie gaben ihre Freude über die Gründung zum Ausdruck und gaben an, dass es ein sehr deutliches Zeichen sei, dass die SPD durchaus noch immer eine Volkspartei sei und es stolz mache, dass viele junge Menschen bereit seien, Verantwortung in der Politik und für ihre Mitmenschen zu übernehmen. Es bräuchte der SPD bei einem solchen Zuspruch nicht bange um die Zukunft sein, so Kühnert in seiner Videobotschaft.

Insbesondere der ebenfalls anwesende Ehrenkreisvorsitzende Gerhard Gröner zeigte deutlich seine Freude darüber, dass sich wieder einige Jungsozialisten zusammengefunden haben und die Tradition der Jusos, die unter seiner Mitwirkung 1973 erstmals den SPD-Kreisverband unterstützten, wieder belebten. Auch Gröner, wie die Kreisvorsitzende Heike Gareis, betonten, „die Jusos in die politische Arbeit einzubinden, diese zu fordern, zu fördern und zu unterstützen“. Der SPD-Kreisverband freue sich auf die Zusammenarbeit, so Heike Gareis abschließend.

nb/hjm

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