„Bitte schmücke mich“

Kinderwünsche nicht nur an das Christkind gerichtet

2.1.2022, 10:17 Uhr
Mit vielerlei Schmuck aus den Familienbeständen wurde der Christbaum in der Münchsteinacher Hauptstraße zu einem Blickfang für Spaziergänger und Autofahrer, von denen etliche eine „Fotorast“ einlegten.

Mit vielerlei Schmuck aus den Familienbeständen wurde der Christbaum in der Münchsteinacher Hauptstraße zu einem Blickfang für Spaziergänger und Autofahrer, von denen etliche eine „Fotorast“ einlegten. © o.n.

Die Idee dazu hatte Gisela Wagner, die mit dieser Einladung auf eine – auch sie – überwältigende Resonanz stieß. Denn ihr folgten so viele Kinder und deren Familien, dass fünf Christbäume in der Steigerwaldgemeinde zu magischen Anziehungspunkten werden sollten. Immer wieder legen Autofahrer eine Pause ein, um die auf ganz unterschiedliche Weise geschmückten Bäume zu bewundern.

Tausende Fotos dürften in den letzten Wochen von ihnen gemacht worden sein. Selbst das Fernsehen strahlte die Aktion aus, von der auch der Bayerische Rundfunk berichtete. So wird es denn auch schwerfallen, wenn in einigen Tagen der Schmuck von den Bäumen genommen wird. Aber darüber hinaus bleiben die Kinderwünsche, wie etwa der eines Engels, der "und sei er noch so klein, immer bei Dir sein" möge. Oder eben der Appell gegen die Kinderarmut. Sowie berührend auch die in das Christkind und die Ärzte gesetzte Hoffnung, dass die Oma wieder gesund werden möge.

Gisela Wagner freut sich über die Resonanz auf den Aufruf "Bitte schmücke mich", mit der sich auch viel Kreativität verbinden sein sollte. So hatten Kinder beispielsweise aus weißen Wachstuchdecken Sternen-Scherenschnitte gebastelt, die einen Baum nahe der einstigen Mühle zieren. Oder auf dem Klosterplatz einen Wunschbaum gestalteten, an dem angesichts der nun schon zwei Jahre lähmenden Pandemie "in den Sternen steht", wann die Kulturscheune wieder mit Leben erfüllt sein wird. An der Hauptstraße konnte Gisela Wagner bewundern, wie Familien den Baum mit vielerlei Schmuck zierten.

Der Erfolg sollte nachhaltig sein und hoffen lassen, dass auch zum nächsten Weihnachtsfest und Jahreswechsel wieder dem Aufruf "Bitte schmücke mich" gefolgt wird. Und das dann vielleicht ja nicht nur in Münchsteinach.

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