Erfrischung nach Sport

Kneippen im Luitpoldpark: In idyllischer Umgebung dem Körper Gutes tun

14.6.2021, 13:45 Uhr
Wird gerne und gut angenommen: das Kneippbecken im idyllischen Neustädter Luitpoldpark.

Wird gerne und gut angenommen: das Kneippbecken im idyllischen Neustädter Luitpoldpark. © o.n.

Im idyllisch gelegenen Park lässt sich ganz entspannt beim Wassertreten der Kreislauf anregen und dabei die Durchblutung stärken. Mit einladenden Grünflächen und Sitzgelegenheiten bietet der Luitpoldpark zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung. Außerdem gibt es eine Tischtennisplatte und bald ein neues Spielgerät (gefördert im Rahmen des Regionalbudgets). Im Rahmen der Agenda 21 hat der Arbeitskreis Natur und Umwelt die Sanierung des Luitpoldparks im Herzen der Kreisstadt durchgeführt. Das Luitpoldparkfest im Jahr 2004 - gestaltet vom Bund Naturschutz, Forstamt, Kneippverein, Agenda 21- Arbeitskreis, Anwohnern und vielen anderen Mitwirkenden - ,rundete die gelungene Sanierung ab.

Gerade dieses Jahr ist das Kneippen hochaktuell, denn die Kneipp-Bewegung feiert den 200. Geburtstag ihres Gründervaters Sebastian Kneipp. Seine eigene Tuberkulose-Erkrankung brachte den jungen Pfarrer damals dazu, sich selbst mit Bädern in der eiskalten Donau zu therapieren – mit Erfolg! Dass das Kneippen seit 2015 immaterielles UNESCO Kulturerbe ist, zeigt, dass die Kneippsche Gesundheitslehre auch heute noch, nach 200 Jahren, sehr gefragt ist.

Zu beachten ist beim Kneippen, dass man nur mit erwärmten Füßen in das Wasser treten, diese also zuvor etwa durch Sport „aufwärmen“ sollte. Beim Wassertreten im Storchengang gehen und die Füße so weit anheben, dass sie über der Wasseroberfläche sind. Wenn der Kältereiz einsetzt, soll man aus dem Wasser gehen. Nach dem Wassertreten soll man sich bewegen, also herumlaufen, damit die Beine und Füße warm werden. Wer Unterleibsbeschwerden oder Blasenprobleme hat, soll auf das Wassertreten verzichten. Generell gilt nach Mitteilung des Neustädter Amtes für Kultur, Tourismus und Marketing: bei gesundheitlichen Beschwerden vor dem Kneippen den Arzt fragen.

Normalerweise ist das Becken von Ostern bis Oktober befüllt. In diesem Zeitraum ist die Pflege des Beckens relativ aufwendig: Jeden Morgen führt der erste Gang der städtischen Hausmeister Stephan Popp und Bernd Kiehl zu den Brunnen der Stadt. Dann werden Blätter herausgefischt und andere Reinigungsarbeiten durchgeführt. Alle vier Wochen muss das Wasser komplett ausgelassen werden. Die Becken werden dann gereinigt und wieder neu befüllt. Vier bis fünf Stunden dauert es, bis die 25 Kubikmeter Wasser komplett eingelaufen sind. Am Ende der Saison wird das Becken winterfest gemacht und die Pumpen ausgebaut.

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