„Familienpatinnen gedankt“

Kompetente Helferinnen im Alltag - Vorbereitung für "Familienstützpunkt"

15.9.2021, 12:55 Uhr
Aktuell kann die Koordinationsstelle Frühe Hilfen im Landkreis auf 22 ehrenamtlich aktive Familienpatinnen zurückgreifen. Anerkennung erfuhren sie mit Dankurkunden des Landrates.

Aktuell kann die Koordinationsstelle Frühe Hilfen im Landkreis auf 22 ehrenamtlich aktive Familienpatinnen zurückgreifen. Anerkennung erfuhren sie mit Dankurkunden des Landrates. © Sylvia Fichtelmann/Landratsamt

Unter dem Motto "Familien an die Hand nehmen" startete im Frühjahr 2011 die erste ehrenamtliche Familienpatin im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Für Manuela Stern und Sylvia Fichtelmann von der Koordinationsstelle "Frühe Hilfen" (KoKi) war dies Anlass, den Familienpatinnen ihren Dank auszusprechen. Es sei "nicht selbstverständlich, dass die Ehrenamtlichen in fremde Familien gehen, diesen Zeit schenken, Beständigkeit geben und sie durch schwierige Situationen begleiten", führten sie bei einer Veranstaltung aus, bei der auch die erste in einer Familie im Landkreis eingesetzte Familienpatin geehrt wurde.

Über die Jahre hinweg wurden 164 Familien betreut. Derzeit gibt es 22 ehrenamtliche Familienpatinnen, die sich für Familien im gesamten Landkreis engagieren. Erst im Sommer fand eine Schulung für angehende Familienpaten statt. In der Regel besuchen diese Familien mit Kindern zwischen null und sechs Jahren ein bis zwei Stunden pro Woche und entlasten diese, indem sie das Kind beziehungsweise die Kinder zur Betreuung übernehmen. Auch unterstützen sie mit praktischen Ratschlägen zur Kinderversorgung und Bewältigung verschiedener Haushalts- und Alltagsprobleme oder sind einfach nur als Ansprechpartner da.

Bedingt durch die Pandemie ist die Anzahl der betreuten Familien gesunken, obwohl der Bedarf an solchen Entlastungsmöglichkeiten nach Einschätzung der KoKi-Koordinatorinnen eher gestiegen sein dürfte- So engagieren sich derzeit 15 Patinnen in Familien. Bei der "KoKi" geht man davon aus,, dass die Vermittlung in den kommenden Wochen wieder zunimmt. Gerade nach den schwierigen Monaten können Familien mit Babys und kleinen Kindern jemanden brauchen, der ein Stück weit mit Ihnen geht, so die Einschätzung. Weitere Infos zu den Familienpatinnen gibt es unter unter der Telefonnummer 09161/922540 oder -2541 beziehungsweise per E-Mail an koki@kreis-nea.de-

Familienstützpunkte im Ausschreibungsverfahren

Für die Umsetzung der "Familienstützpunkte" hat das Ausschreibungsverfahren begonnen. Am 1. Juli 2021 hatte das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales das Familienbildungskonzept für den Landkreis mit viel positiver Rückmeldung frei gegeben. Nach diesem Konzept ist vorgesehen, je einen "Familienstützpunkt" in einer der vier ausgewählten Regionen zu eröffnen. Die "Familienstützpunkte" werden in den Regionen als Kontakt- und Anlaufstellen mit konkreten Angeboten der Eltern- und Familienbildung dienen. Als erste Anlaufstelle für Eltern vermittelt die Fachkraft im "Familienstützpunkt" auch bei den verschiedensten Fragestellungen im Familienleben im Einzelfall passende Ansprechpartner.

Die vier Regionen sind Uffenheim mit den Ortschaften Gollhofen, Hemmersheim, Ippesheim, Markt Nordheim, Oberickelsheim, Simmershofen, Uffenheim, Weigenheim sowie Bad Windsheim mit den Ortschaften Bad Windsheim, Burgbernheim, Ergersheim, Gallmersgarten, Illesheim, Ipsheim, Marktbergel, Obernzenn und Neustadt/Aisch – Aischgrund mit den Ortschaften Baudenbach, Dachsbach, Diespeck, Dietersheim, Gerhardshofen, Gutenstetten, Langenfeld, Münchsteinach, Neustadt a. d. Aisch, Uehlfeld. Ferner sind Emskirchen – Markt Erlbach mit den Ortschaften Emskirchen, Hagenbüchach, Markt Erlbach, Neuhof a.d. Zenn, Trautskirchen, Wilhelmsdorf einbezogen.

Die Region Scheinfeld mit den Ortschaften Burghaslach, Markt Bibart, Markt Taschendorf, Oberscheinfeld, Scheinfeld und Sugenheim soll vorerst durch Kooperationen mit den anderen Regionen in den Entwicklungsprozess eingebunden werden und mittel- bis langfristig sowie nach Möglichkeit ebenfalls einen Familienstützpunkt erhalten. Eine Bewerbung ist hier momentan noch nicht möglich. Ausschreibungen wurden versandt.

Ein Familienstützpunkt benötigt eine Angliederung an eine Einrichtung der Familienbildung. Zum Ende der Sommerferien wurden die Ausschreibungen an die möglichen Träger verschickt und andere Partner über den Beginn der Ausschreibungen informiert. Weitere Hinweise zum Kommunalen Familienbildungskonzept des Landkreises Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim, zum Stand des Förderprogramms, zu Informationen und Wegweisern für Familien und die Kontaktdaten der Koordinierungsstelle Familienbildung finden sich unter "familienbildung.kreis-nea.de". Kontakt kann im Landratsamt Neustadt/Aisch bei der Koordinierungsstelle Familienbildung mit Gabriele Sattler telefonisch (09161/922570) oder per EMail familienbildung@kreis-nea.de aufgenommen werden.

Keine Kommentare